Leserkommentare [20789]

[09.10.2019, 12:34:51]
Dr.med. Henning Fischer 
GOÄ - Reform nach über 30 Jahren !!!!!!!!!!!! kurz vor dem Abschluß 

und natürlich kein Schuldiger zu finden.

Immerhin: PKV und Beihilfe haben uns dadurch etliche Milliarden Honorar vorenthalten können.

Katerstimmung bei der Bundesärztekammer? Natürlich nicht!

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[09.10.2019, 12:10:14]
Kurt-Michael Walter 
Ein neues kostenintensives und bürokratisches Monster?  

Mit dem neuen Qualitäts- und Prüfsystem soll die Qualität der Pflegeeinrichtung besser und Transparenter werden, so die offizielle Lesart.

Ziel des neuen Qualitäts- und Prüfsystems: Für die Pflegebedürftigen und deren Angehörige soll die Heimsuche damit erleichtert werden.

Zu verdanken haben die Pflegeheime und -bedürftigen dies der Universität Bielefeld und dem Aqua-Institut in Göttingen die gemeinsam mit dem VdK das Verfahren entwickelt haben.

Das Qualitäts- und Prüfsystem sieht vor im ersten Schritt vor, dass Pflegeheime den Umsetzungsgrad von Qualitätsindikatoren halbjährlich an eine Datensammelstelle bei den Pflegekassen melden. Aus den gemeldeten Daten werden dann bundesweite Durchschnittswerte abgeleitet.

Ziel: Die Qualität der Heime soll dann mittels 16 Qualitätsindikatoren über oder unter dem ermittelten Durchschnitt eingeordnet werden.

Im zweiten Schritt führen die Prüfer der Medizinischen Dienste einen Ergebnis-Abgleich, bei dem Pflegeheim bei einer vorher angekündigten Vor-Ort-Inaugenscheinnahme mit der "Realität" ab. Vorgesehen sind jährliche Prüfungen. Bei schwerwiegenden Mängeln sollen die Krankenkassen künftig Auflagen erteilen können. Auch soll einem Pflegeheim der Versorgungsauftrag entzogen werden können.

Der frühere Vereinsvorsitzende des „Deutschen Pflegerat e.V.“, und heutige Staatssekretär, Andreas Westerfellhaus vertritt offensichtlich nicht die Belange der Pflegebedürftigen, nicht anders kann seine im Jubel geäußerte Bemerkung als Pflegbevollmächtigter der Bundesregierung verstanden werden.

Das vorliegende Qualitäts- und Prüfsystem ist weder „fundiert noch objektiv“. Der Pflegebevollmächtigte weiß zu gut, dass jegliches Bewertungssystem subjektiv ist und durch willkürlich festgelegte Zahlenwerke objektiviert worden ist, je nach Gutdünken der Bewerter.

Die Gewinner: Für die Akteure der Pflegbranche eröffnet sich ein "Neuer Markt". Wie Pilze werden die Schulungsanbieter für Qualitätsseminare (z.B. DEKRA, TÜV, CARE-CLOUD u. a,) den Markt überschwemmen. Rechtsanwälte freuen sich auf neue Mandanten. Verbände der Pflegebranche freuen sich auf neue Mitglieder ob mit oder ohne Zwang.

Pflegeforschungsinstitute und Pflegeforscher erhalten neue Forschungsaufträge und werden von Auftraggebern mit lukrativen Honoraren ausgestattet und zu Gutachtern der Pflegeprüf-Branche ernannt.

Pflege-Zerifizierer werden mit Hochglanzbroschüren den Markt bearbeiten und sich die Zertifikatsurkunde teuer bezahlen lassen. Die Einnahmen der Medizinischen Dienste werden dank des neuen Prüfauftrages enorm zunehmen aber auch die Gefahr der Korruption wird dementsprechend höher werden.

Die Kosten: Die Pflegekassen sitzen seit Jahren auf einem Einnahmen-Milliardenpolster. Mit diesem neuen System können die Ausgaben zielgerichtet an die Akteure des Pflegesystems ausgeschüttet werden. Insoweit ist das neue Qualitäts- und Prüfsystem sehr fundiert Herr Staatssekretär Westerfellhaus.

Das ärgerliche an diesem System: Alle Einzahler in die Pflegekassen der GKV und der PKV zahlen zukünftig das "Neue Selbstbedienungssystem" der Pflegeprüf-Branche.
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[09.10.2019, 11:07:44]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Falsches Vorbild Niederlande? 
Die Niederlande, die z.B. bei multiresistenten Keimen angeblich Vorbild für ganz Europa sein sollen, geben beim schweren Asthma nach den hier vorliegenden Informationen ein erbärmliches Bild ab.

Bedenkliche Mengen an oralen Kortikoiden von 420 mg pro Jahr und mehr bei 29 Prozent Asthma-Patienten mit hochdosierten ICS sind pro Tag 1,15 mg und mehr. Das spiegelt die gegenwärtige Kurzzeittherapie mit oralen Kortikoiden über maximal 5 Tage bei Infektexazerbationen ungenügend wieder.

Und wenn von dieser Patientengruppe 78 Prozent ihre inhalative Medikation entweder nicht regelmäßig oder technisch nicht korrekt angewendet haben, ist das ein Zeichen völlig verfehlter therapeutischer Prinzipien. Obendrein wurde in NL offensichtlich vergessen, dass es beim Asthma bronchiale auch noch differenziert einzusetzende Leukotrien-Rezeptor-Antagonist wie Montelukast als Tabletten und die zahlreichen Anticholinergika zum Inhalieren gibt.

Bei der Durchsicht meiner DMP-Asthma bronchiale Unterlagen habe ich keinen mit schwerem Asthma bronchiale, der regelmäßig orale Glucocortikoide braucht. Die Inhalationstechnik mit geeigneten Atemzug-gesteuerten Devices wird durch aktives Zeigen am Patienten überprüft. Von daher können und müssen die Niederländer vom deutschen DMP noch viel lernen.

Mf+kG Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[09.10.2019, 11:02:54]
Ulrike Behm 
Warum nicht 80 Stunden arbeiten? 
Stoff-Ahnis darf sich gerne mal vom Schreibtisch wegbewegen und sich die REALITÄT der Arztarbeit in den Praxen anschauen. Schrecklich, diese Ignoranz!! zum Beitrag »
[09.10.2019, 09:15:58]
Dr. Ernst Albert Göbel 
Ersatzkassen fordern freie Prüfrechte 
Der Prüfwahn der Kassen droht das ganze Gesundheitswesen in den Ruin zu treiben. Immer mehr Geld und Zeit wandert weg vom Patienten und den ihn Behandelnden in Controlling, Prüfung, Dokumentation etc. Eine einfache Rechnung macht das augenfällig: Wenn die Kassen 77 Mrd. für Krankenhausbehandlung gezahlt haben, dann sind davon rund 50 Mrd. Personalkosten. Wenn nun bis zu 40 % der Arbeitszeit dieses Personals für Bürokratie, sprich abrechnungsrelevante Dokumentation! aufgewendet werden muss, dann sind das 20 Mrd. Dagegen sind die 3 Mrd, die die Kassen von den Krankenhäusern zurückgefordert haben - ob die immer "berechtigt" waren sei dahingestellt - geradezu lächerlich!  zum Beitrag »
[08.10.2019, 22:17:22]
Roland Henning 
Wenn man sich den evolutionären Bauplan 
des Menschen anschaut, dann begreift man den Wahnsinn, in dem wir uns als Gesellschaft im Hinblick auf Ernährung befinden. Die natürliche Auslese war eine Determinante von Darwin - das ist sie auch jetzt.
Mit dem aktuellen Konsum gilt das Prinzip der (natürlichen) Auslese auch. Zahlreiche Experten aus den Ernährungswissenschaften, der Ärzteschaft und vieler anderer Professionen mahnen seit Jahren - und werden von der Politik ignoriert. Das muss man als Verbrechen an der Bevölkerung bezeichnen.
Wer adipös ist, hat weniger Zeit zwischen Geburt und Tod.

Hochachtungsvoll

Podologe R Henning  zum Beitrag »
[08.10.2019, 14:16:41]
Cordula Petit 
Langfristig seien die Umsatzsteuer-Regeln dahingehend zu überarbeiten 
Hier liegt das Problem. Man könnte mal ganz beherzt alle unverarbeiteten Nahrungsmittel von der Steuer befreien und die verarbeiteten höher besteuern. Zuckerhaltige sowieso bzw. besonders.
Wer mit Hunger in einen Supermarkt oder eine Tankstelle geht, merkt, dass auch wir genauso wie die Amerikaner in einer "Food Desert" leben und es einem mit aller Macht schwer gemacht wird, sich vernünftig zu ernähren, weil das artgerechte Essen zugedeckt wird von allem anderen - und zudem auch noch teurer ist. Wenn überhaupt verfügbar.
Frau Willkomms Meinung in allen Ehren - aber Ernährungsbildung führt alleine niemals zum Ziel, solange die Situation so ist. Da brauchts schon ein ganzes Bündel von Maßnahmen, an die sich unsere Politik niemals rantraut, es könnte Wählerstimmen kosten. zum Beitrag »
[08.10.2019, 12:13:27]
Cornelia Dölling 
Dr. med. Josef Schmitt aus der Schweiz, schrieb uns folgenden Kommentar 
Rund um die Uhr Öffnung der Praxen nur mit Abschaffung der KV in Deutschland und mit Privathonorar machbar Herr Nachbar, direkt mit Patienten abrechnen wie in der Schweiz und Eigenanteil von 10% des Rechnungsbetrages empfehlenswert! zum Beitrag »
[08.10.2019, 11:42:31]
Dr.med. Henning Fischer 
... und Kassenarzthonorare sind ABSOLUT nicht zeitgemäß 

typisch Krankenkassen: bestellen, aber nicht bezahlen zum Beitrag »
[07.10.2019, 20:20:09]
Klaus Pfitzner 
Unverschämt 
Habe als Landarzt meist (Tgl!)
Einen 13-14 Std Tag!
Samstag in der Regel Sprechstunde
Versorge mehrere Praxen ( keine Ärzte!)
Bezahlt wird mir nur 70% meiner Leistung und auch das nicht!
TSVG ist Mogelpackung!
Und dann soll ich noch nachts arbeiten!
Never!!! zum Beitrag »
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