Leserkommentare [20789]

[07.10.2019, 15:30:35]
Dr. Gert Krabichler 
Leidet Frau Künast unter Gedächtnisschwund? 
Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel, die anhand der Nahrungsergänzungsmittelrichtlinie 2002/46/EC geregelt werden. In dem Zeitraum, in dem die NEM Richtlinie erarbeitet und dann verabschiedet wurde, war Frau Künast die verantwortliche und zuständige Ministerin des BMVEL, als diese Richtlinie im Rat und im EU Parlament verabschiedet wurde. Daher verwundert es mich sehr, dass Frau Künast sich jetzt nicht mehr an die Zustimmung ihres Ministeriums erinnern kann :(.
Seit der Verabschiedung der Umsetzung der Richtlinie in die deutsche NEM-Verordnung sind NEM klar und eindeutig geregelt und gibt es bis jetzt keine Erkenntnisse, die besorgniserregend wären. Dass leider immer wieder illegale Produkte auftauchen, wie z.B. auch im Arzneimittelbereich trotz der hier notwendigen Registrierung, ist bedauerlich. Jedoch handelt es sich bei den beanstandeten Produkten meist um Produkte, die über den Internethandel in die EU und nach Deutschland kommen. Dies ist den inländischen und EU-Herstellern ebenso ein Dorn im Auge wie den jeweiligen Behörden. Die von Frau Künast jetzt geforderte Zulassungspflicht würde an diesem illegalen Handel nichts ändern!
Daher mal wieder viel Getöse um nichts von einer sich auf dem absteigenden Ast befindlichen Politikerin! Dies ist bedauerlich, da Frau Künast in ihrer Amtszeit durchaus eine sehr konstruktive Politik gemacht hat. zum Beitrag »
[07.10.2019, 15:11:30]
Dr. Erhard Eberl 
das können so meine MFA‘s nicht 
Praxis geöffnet geht ohne MFA nicht. Diese sind fast alle weiblich und viele auch Mütter. Wenn dann der Kassen-Spitzenverband für entsprechende Kinder-Betreuungszeiten sorgt können wir das gerne machen. So aber bleibt der Eindruck dass der Kassen-Spitzenverband von den realen Verhältnissen im Lande keine Ahnung hat.
MfukG
Dr. med. E. Eberl
FA für Allgemeinmedizin  zum Beitrag »
[07.10.2019, 14:37:56]
Dr. Peter Schimmelpfennig 
Wo ist nun 
die demokratische Legitimierung dafür, das alles in der Konsequenz in diesem Zeitrahmen umzusetzen? zum Beitrag »
[07.10.2019, 10:11:30]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:  
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:

- "Die Kassen beachten bei ihren Leistungsbescheiden und in Widerspruchsverfahren die gesetzlichen Vorgaben offenbar nach wie vor nicht ausreichend."

- "Für 2016 hat die UPD insgesamt knapp 30.000 Fälle dokumentiert, in denen Antragsteller von den Kassen falsch oder unvollständig beraten worden sind."

- "Eine häufig geübte Praxis dabei ist, dass Antragsteller aufgefordert werden, Widersprüche gegen einen ablehnenden Leistungsbescheid zurückzunehmen."

- "Zudem versäumten die Kassen oft von vorneherein, ihre Kunden über ihre Rechte, zum Beispiel die einer kostenfreien Klage vor dem Sozialgericht, zu informieren."

Die Krankenkassen der GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNGEN (GKV) sind allesamt ebenso wie die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) als Körperschaften Öffentlichen Rechts zu rechtsstaatlich verbindlichen Verhaltensweisen verpflichtet. Sollten sie sich rechtswidrig verhalten, ist es die Sache der Aufsichtsbehörden sich darum zu kümmern.

Und weil dies offensichtlich nicht immer gewährleistet ist, gibt es für die Patientenseite die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) der Careforce Sanvartis Holding, welche die gesetzlich vorgegebene Beratungstätigkeit Anfang 2016 übernommen.

Doch warum sollen ausgerechnet niedergelassene Vertragsärzte und insbesondere die Haus- und Familienärzte zusätzlich und über ihre eigentliche Kernkompetenz hinaus in fragwürdige Rechtsberatungstätigkeiten eingebunden werden? Dafür sind einzig und allein die Gesetzlichen Krankenkassen und die UPD zuständig.

Ärztliches Kerngeschäft und Kernkompetenz sind jedoch Anamnesen, Untersuchungen, Differenzial-Diagnosen, Beratungen, multidimensionalen Therapien, Palliation in privat- und vertragsärztlichen Praxen, Krankenhäusern und Universitätskliniken. Unsere Kernkompetenzen sind die Zehntausenden von Krankheitsentitäten, die ambulanten/stationären Pharmako- und Physiotherapien, Heilbehandlung, Operationen, Injektionen/Infusionen, Kuren, Minimalinterventionen oder Hybrid-OPs: Bei Herz- und Hirn-Infarkten, ACS, Herzfehlern, Aneurysma, Miss- und Fehlbildungen, Lungenembolien, akutem Abdomen, eingeklemmten Hernien, KHK, systolischen/diastolischen/pulmonalen Hypertonien, Hyperlipidämien, PAVK, Mesenterialinfarkten, Tumorkrankheiten, Kachexie und Marasmus, zerebralen Krampfanfällen, Gallenstein- und Nierensteinkoliken, entgleisten Typ-1 und 2-Diabetes Krankheiten und Komplikationen, Addison-Krisen, anderen endokrinen Störungen, Nierenversagen, dekompensierter Herzinsuffizienz, Infektionen mit Viren/Bakterien/Pilzen/Parasiten/Prionen oder chronischen Schmerzen, um nur Einiges zu nennen.

Das DIMDI (Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information) beschreibt einige zehntausend Krankheitsentitäten nach der Internationalen ICD-10-GM-Nomenklatur: Nach dem aktuellen ICD-Diagnosen-Thesaurus
http://www.dimdi.de/static/de/klassi/icd-10-gm/index.htm
und
http://www.dimdi.de/dynamic/de/klassi/downloadcenter/icd-10-gm/version2018/aktualisierung/x1gap2018.zip
werden über 32.00 näher bezeichnet. Die aktuelle Version der ICD-10 GM 2017 listet in seiner Systematik ca. 13.400 endständige Codes auf und verfügt in seinem ICD-10 Alphabet über ca. 76.900 Einträge in der EDV-Fassung.

Darüber hinaus bestehen keine Möglichkeiten, die vertragsärztliche Beratungskompetenz noch weiter ausbauen zu wollen.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[04.10.2019, 22:58:52]
Dr. Wolfgang Hirsch 
Scheidenstraffung - Vaginalverengung 
Wir in Berlin führen regelmässig Scheidenstraffungen / Vaginalverengungen durch, der Wunsch nach einer solchen Intimoperation ist auch durchaus nachzuvollziehen, vor alem nach Geburten kann es zu einer dauerhaften Weitung der Scheide und damit zu einer deutlichen Beeinträchtigung des Sexualempfindens kommen, was durch eine operative Scheidenstraffung deutlich gebessert werden kann. zum Beitrag »
[04.10.2019, 11:01:16]
Dr. Boris Kluth 
Selektivverträge 
Ich verstehe nicht warum so über HZV und Selektivverträge gejubelt wird.
Ich möchte EINEN Ansprechpartner, in diesem Fall die KV, und nicht mit A und B neue Verträge abschließen bei denen die Formulierung dann lautet:
Vorraussetzung ist...; mindestens ...., verpflichtend ....

Bitte Zugang für alle OHNE Selektivverträge.

DANKE zum Beitrag »
[04.10.2019, 10:22:01]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Undiszipliniert chaotisches Denken in der Medizin 
Diese Publikation ist ein Musterbeispiel für undiszipliniert chaotisches Denken in der Medizin. Denn in "Acute transient psychotic disorder precipitated by Brexit vote" von Mohammad Zia Ul Haq Katshu
https://casereports.bmj.com/content/12/10/e232363
findet gar keine logisch zwingende, kausale Zuordnung der psychiatrischen Symptome zum BREXIT statt. Sie sind lediglich koinzident zum BREXIT aufgetreten, wobei der Beginn und das Ende eines politischen BREXIT-Phänomens überhaupt nicht definiert werden können.

In der Fallstudie wird ein agitierter, verwirrter, im Denken gestörter Patient mit akustischen Halluzinationen, Paranoia, Selbstbezogenheit, Fehlzuordnungen und bizarren Wahnvorstellungen präsentiert, der sich innerhalb von 2 Wochen nach kurzer stationärer Aufnahme und Behandlung mit Olanzapin erholte. ["He presented as agitated, confused and thought disordered. He had auditory hallucinations, and paranoid, referential, misidentification and bizarre delusions. He recovered completely within 2 weeks after a brief admission and treatment with olanzapine."]

Es besteht m.E. der Verdacht, dass hier eine Gegenübertragung stattgefunden hat: In dem der Patient einen scheinbar glaubwürdigen Kausalzusammenhang eines eigentlich endogen-psychotischen Geschehens formuliert, um selbst eine Erklärung für den Ausbruch der Krankheitssymptome zu finden, übernimmt der Therapeut diesen Zusammenhang als nahe liegend, ohne deren Wahrheitsgehalt eingehend zu prüfen.

Das mag plausibel sein, gilt aber nicht als medizinisch-wissenschaftlicher Erkenntnisfortschritt.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[03.10.2019, 17:25:05]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Abschließende Bewertung erforderlich!  
Für den orale Glukosetoleranz-Test (Zuckerbelastungstest, kurz auch oGTT) ist ein sicher konfektioniertes Fertigpräparat wohl nicht mehr verfügbar: Die orale Gabe von 75 g Glucose durch das Fertigpräparat Dextro-O.G.T.®.

Weshalb die sichere Alternative mit 75 g Dextrose, z.B. als Dextro-Energen® auf 300 ml Wasser im Kölner Fall nicht an die Patientin abgegeben wurde, bleibt ebenso unerfindlich wie die Weigerung der Ermittlungsbehörden, den toxikologisch erfassten und ursächlich zum Tode führenden Giftstoff endlich zu benennen. Die bisherigen "ermittlungstaktischen" Gründe erscheinen vorgeschoben zu sein.

Zusätzlich ist es unverständlich, dass zum Ausschluss/Nachweis eines Gestationsdiabetes die Stoffwechsel-Provokation mit einer unphysiologischen Glucoselösung erfolgen soll, und nicht die Bestimmung des HbA1c-Wertes im Vollblut erfolgen kann. Vgl dazu:
- https://deutsch.medscape.com/artikel/4902664

- http://dx.doi.org/10.2337/dc14-1312
Hughes R, et al: Diabetes Care (online) 4. September 2014

- https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97239/HbA1c-Bestimmung-erkennt-Gestationsdiabetes-frueher

Das modernere HbA1c-Screening sollte neu überdacht werden.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM zum Beitrag »
[03.10.2019, 15:07:53]
MBA Karl-Georg Vaith 
Weiter so, ihr seid auf dem richtigen Weg ! 
Die Beiträge sind top und vermitteln die richtige Analyse.
Leider gibt es zuwenig Psychiater und Neurologen.
Beide sind wichtig !

Gerade die Diagnostik von Depressionen, wurde bisher oft vernachlässigt.
Da die Zunahme dieser Therapie immer weiter ansteigt, sollte diesem Thema auch mehr Interesse gewidmet werden.

K.G.V. zum Beitrag »
[02.10.2019, 14:05:34]
Dr. Halina Burzynski 
„Komfort“ in der Klinik 
Komfort darf man im Hotel verlangen.Bei Mangel an Pflegekräften und den gestressten Ärzten wer soll für den „Komfort“ sorgen?
Die Angestellten der PKV?
Chefarzt trägt die Verantwortung
und hat die größte Erfahrung.
Ich würde lieber die ein paar Tage in der Klinik
auf Komfort verzichten.


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