Leserkommentare [20545]

[31.07.2019, 07:41:14]
Dr. Frank Horlbeck 
Kraft oder Ausdauer? Was für eine stupide Frage... 
Muskeltraining kann im Rahmen der individuellen Genetik die Anteile von Muskelfasertypen verändern. Konkret ist dies eine Transformation von Typ 1 Fasern (sich schnell erholende, ausdauerorientierte) zu verschiedenen Formen der Typ 2 Fasern (sich langsam erholende, aber zu schneller Kraftentwicklung fähige). Das hat die Natur so vorgesehen. Und es ist mehr oder weniger eine Einbahnstraße.

Der Botenstoff BDNF, ein vom arbeitenden Muskel produzierter Botenstoff (Myokin), spielt dabei offenbar eine wichtige Rolle. Bekannt ist er eigentlich dafür, bestimmte Regenerationsprozesse im Nervensystem auszulösen, die vor 10 Jahren noch als Spinnerei gegolten hätten. Aber zurück zu den Muskelfasertypen.

Die schnellen (Typ 2) sind für plötzliche Kraftentwicklungen verantwortlich, also beispielsweise für die Sturzprävention. Zudem verbrennen diese (bei Gebrauch) mehr Energie und sind stoffwechselaktiver, schützen so beispielsweise auch vor Altersdiabetes.

Der Nachteil: werden Typ 2 Fasern nicht benötigt (der Körper sieht diese dann als unnötige Energiefresser), atrophieren sie. Wir werden schwach und haben dann unter Umständen nun weniger aktive Typ 1 und Typ 2 Fasern.

Die Autoren dieses Artikels in ihrem Elfenbeinturm schlussfolgern nun messerscharf, dass vormaliges Muskeltraining wohl dafür sorge, im Alter weniger „Ausdauerfasern“ zu haben. Wahrscheinlich sei BDNF sogar schädlich. Das ist schlichtweg Bullshit.

Gerade im Alter sind Typ 2 Fasern eine optimale Vorsorge zum Erhalt unserer Autonomie. Ganz nebenbei verlängern diese unser Leben, da sie vor vielen sogenannten Zivilisationskrankheiten schützen. Aber ja, es müssen selbstverständlich die Muskeln auch trainiert und erhalten werden. 🏋️‍♀️ Dass dies möglich ist, haben die Autoren schlichtweg unterschlagen. zum Beitrag »
[31.07.2019, 07:13:08]
Carsten Windt 
Digitale Kompetenz nicht mit technischen Fähigkeiten verwechseln 
Tatsächlich ist doch die digitale Kompetenz bei älteren und erfahrenen Nutzern eher höher. Diese Gruppe macht sich Gedanken, was mit ihren Daten passiert (schließlich waren das auch die Menschen, die sich gegen eine "Volkszählung" gestellt haben.). Dagegen macht sich die jüngere Generation überhaupt keine Gedanken, was bei der Nutzung von Handy´s, Tablet´s oder PC´s mit deren Daten passiert. Es vergeht kein Tag, wo nicht über Cookies, Tracker also Schnüffelsoftware berichtet wird und dennoch wird munter über Facebook und Co gepostet, was das Zeug hält (Wozu eine Volkszählung, wenn man doch Facebook hat).
Das ältere Menschen kritisch gegenüber der sogenannten digitalen Revolution zeugt daher eher von Vorsicht und nicht unbedingt Überforderung. zum Beitrag »
[30.07.2019, 23:52:45]
Dieter Döring 
Ärzte haften laut gematik nicht 
In jedem Einzelfall muss man aber nachweisen, dass man sich aber korrekt verhalten hat. Dies ist aber unmöglich. Also hat der Arzt den ganzen Ärger.
Ich habe, nicht wenige Patienten, die möchten immer Herr ihrer Daten sein und möchten darum auch nicht, dass ihre Daten weitergeleitet werden, also ich einen IT - Anschluss habe. Wie ist hier zu verfahren? Thailand: 2000 000 Patientendaten frei zugänglich, darunter 200 000 Gesundheitsdaten von Urlaubern aus Deutschland.
Der Elektroschrott kommt in meine Praxis nicht rein und gegen die Strafzahlung klage ich ohne Ende und falls verliere ist Schluss mit der Hausarztpraxis. Die Gegend hier bekommt eh keinen neuen Hausarzt, weil sozialer Brennpunkt und dafür keine Privatpatienten.
Dieter Döring
Facharzt für Allgemeinmedizin
Haus - Horl - Str. 73
45357 Essen
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[30.07.2019, 23:40:09]
Dieter Döring 
Entwurf für Leichenschau im Kabinett 
Das Theater mit der Bezahlung des Totenscheins mach ich schon über dreißig Jahre mit. Sehr oft hab ich kein Geld bekommen. Begründung: Das muss die Krankenkasse bezahlen oder das muss der Bestatter bezahlen, weil es in den Beerdigungskosten drin ist. Oft Theater ohne Ende. Da andere Kolleginnen und Kollegen dasselbe erlebt haben drücken sich natürlich viele davor einen Totenschein zu schreiben. Dazu kommt noch die Verantwortung.

Dieter Döring
Facharzt für Allgemeinmedizin zum Beitrag »
[30.07.2019, 19:46:34]
Dirk Erdmann 
TI-Anbindung / Quote / Ende Juli 2019 
Wenn man den insgesamt betriebenen Aufwand in Euro und Cent gegen diese Zahlen stellt, ist das Ergebnis absolut jämmerlich und es stellt sich dringend die Frage nach den Verantwortlichkeiten! Es ist in keiner Weise gelungen, die (berechtigten!) Bedenken insbesondere beim Datenschutz auszuräumen. Dafür braucht es nun schon wieder den Gesetzgeber und die Androhung weiterer perverser Sanktionen. Und auch das wird nicht reichen.  zum Beitrag »
[30.07.2019, 15:52:58]
Alexander Joppich 
Keine Fake News 
Guten Tag Herr Leinz, wie Sie richtig erkannt haben, liegt das Problem am Kunftstoff – und genau so steht es ja auch im Artikel: "Das Problem in den Bechern sind nicht die Bambusfasern, die pulverisiert als Hauptbestandteil dienen, sondern der Klebstoff, der das Pulver zusammenhält". Da alle getesteten Bambusbecher aus solchen zusammengeklebten Fasern bestanden und diese nun eben die Becher sind, die man gewöhnlich im Handel findet, ist die Überschrift richtig. Ich selbst habe noch nie einen Bambustrinkbecher aus reinem Bambus gesehen – für diesen gilt das dann natürlich nicht. Mit "Fake News" hat das aber ganz sicher nichts zu tun, wenn Stiftung Warentest sich auf die im Handel üblichen Produkte bezieht. Mit freundlichen Grüßen Alexander Joppich zum Beitrag »
[30.07.2019, 13:56:31]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Bitte keine Krebs-Kassandra-Rufe in Deutschland! 
Das in der ÄRZTE ZEITUNG abgebildete Diagramm zeigt allein für Deutschland eine seit 2008 stabile, tendenziell leicht abnehmende Tendenz in der Krebserkrankungs-Häufigkeit.  zum Beitrag »
[30.07.2019, 13:46:56]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Von einem Krebs-"TSUNAMI" kann weltweit keine Rede sein! 
Bereits 2014 erwartete "die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) für die nächsten Jahrzehnte – vor allem in den Entwicklungsländern – einen deutlichen Anstieg der Krebser­kran­kungen. Der Kampf gegen den Krebs könne heute nicht allein durch Therapien gewonnen werden, heißt es in dem World Cancer Report 2014 der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC), einer WHO-Unterorganisation mit Sitz in Genf. Notwendig seien vermehrte Anstrengungen im Bereich der Prävention.
Im Jahr 2012 sind weltweit 14 Millionen Menschen an Krebs erkrankt, schätzt das Auto­ren­team, dem laut IARC 250 führende Wissenschaftler aus 40 Ländern angehören. Sie befürchten, dass die „Krebslast“ (burden of cancer) in den nächsten beiden Jahr­zehnten auf 22 Millionen Neuerkrankungen pro Jahr ansteigen werde. Im gleichen Zeitraum werde die Zahl der globalen Krebstoten von 8,2 auf 13 Millionen steigen." https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/57472/Weltkrebsbericht-warnt-vor-drohendem-Anstieg-der-Erkrankungszahlen

Krebsbericht: Morbiditätsanstieg, Mortalitätsverringerung?
Wir werden immer älter. Allein dadurch steigt die Neoplasie-Wahrscheinlichkeit an, wie auch Prävalenz und Inzidenz von allen a n d e r e n Krankheiten ansteigen. Oft kommen in meine Praxis Patienten, die sagen, "ich versteh das gar nicht, ich habe doch immer so gesund gelebt, hatte keinen Stress, keine Aufregung, keine Not. Warum habe ich Krebs und die anderen, die mit ihrer Gesundheit Raubbau getrieben haben, nicht?

Es ist die Fülle, die Multidimensionalität von Umwelteinflüssen, belebter und unbelebter Natur, physikalischer, chemischer, genetischer, bio-psycho-sozialer Einfluss- und Stellgrößen, verbunden mit Arbeitslast, Disposition, Vulnerabilität, Reaktions- und Abwehrbereitschaft, Immunität, Mutation, familiärer Krankheits- und Alterslast, persönlichem Leid und Traumatisierung, was die eigentlichen Krebs-Problematiken und -Verursachungen ausmachen.

Die WHO belegt weltweit einen Anstieg neu diagnostizierter Krebsfälle zwischen 2008 und 2012. Im Jahr 2012 wurden bei 14,1 Millionen Menschen eine Krebs-Neuerkrankung festgestellt, teilte die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) am 12.12.2013 mit:
http://www.iarc.fr/en/media-centre/iarcnews/index1.php?year=2013
Das sind elf Prozent mehr als vier Jahre zuvor, als die WHO die letzten Zahlen veröffentlichte. „Die Hauptgründe für den Anstieg sind die wachsende Weltbevölkerung und die insgesamt alternde Gesellschaft“, sagte David Forman, Mitautor der oben zitierten Studie. Die Zahl der Krebstoten stieg zwischen 2008 und 2012 aber "nur" um 8 Prozent auf 8,2 Millionen an.

Damit wird deutlich, dass die weltweite Steigerungsrate neu diagnostizierter Krebsfälle zwischen 2008 und 2012 mit 14,1 Millionen neuen Krebserkrankungen in 2012, und damit elf Prozent mehr als vier Jahre zuvor, auch mit dem Anstieg der Weltbevölkerung im gleichen Zeitraum von 6,705 Milliarden (2008) auf 7,057 Milliarden (2012) zu tun hat:
http://www.prb.org/Publications/Datasheets/2012/world-population-data-sheet.aspx

11 Prozent mehr Neuerkrankungen bei gleichzeitigem Anstieg der Weltbevölkerung um 5,25 Prozent und einer zeitgleichen Alters-Zunahme der Ausgangspopulation von 6,705 Milliarden Menschen um 4 Jahre bedeuten, dass der größte Anteil der Zunahme von Krebserkrankungen soziodemografischer und krebsepidemiologischer Natur ist. Dass die Krebs-Sterblichkeit im gleichen Zeitraum nur um 8 Prozent zugenommen hat, ergibt einen deutlichen Hoffnungsschimmer.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
vgl.
http://www.springermedizin.de/krebs-kassandrarufe-unangemessen/4950082.html zum Beitrag »
[29.07.2019, 13:29:31]
Claus F. Dieterle 
Viel wichtiger... 
..wäre doch die Arbeit am Charakter, statt einer Po-Vergrößerung. Und die Stärkung des Selbstbewusstseins darf auch nicht vernachlässigt werden. zum Beitrag »
[29.07.2019, 13:24:15]
Claus F. Dieterle 
Bis 80! 
Da ich selbständig bin beabsichtige ich noch bis 80 Beiträge in die Rentenversicherung Bund einzuzahlen. Aber auch danach wird es für mich im Hinblick auf Matthäus 25,40 keinen Ruhestand geben! zum Beitrag »
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