Leserkommentare [17650]

[28.07.2017, 15:10:22]
Horst Grünwoldt 
Spermatozoen 
Das sind gewiß interessante Studien der Hebräischen Universität über die männlichen "Samentierchen"! Und die dürften gewiß nicht nur für das auserwählte Volk Gottes von Bedeutung sein.
Schließlich betrifft es nachhaltig die Besiedelung unseres Planeten.
Noch aber leidet der nicht an menschlicher Massen-Unfruchtbarkeit, sondern eher an wachsender overpopulation!
Die Andrologie ist ja ursprünglich eine wichtiger Wissenschaftszweig der Veterinär-Medizin zum Nutzen der Tierzucht. Inzwischen wurden deren Methoden -wie die Erstellung eines Spermiogramms- aber auch zum Segen der humanen Reproduktions-Medizin angewandt.
In o.g. zusammenfassenden Artikel über verschiedene Studien, die mir nicht leicht zugänglich sind, hätte ich gerne erfahren, ob die Vergleichs-Zählungen der kleinen "Samentierchen" (Spermatozoen) im Erguss (Ejakulat) wenigstens im Untersuchungszeitraum an Männern von gleichen Alterskohorten durchgeführt worden sind?
Denn, wenngleich Adam´s Söhne gelegentlich bis zum späten Picasso-Alter nicht nur kreativ, sondern auch zeugungsfähig (biologisch befruchtend) sein können, dürfte sich das lebenslang beanspruchte Keimepithel der männlichen Gonaden (Testis) und seine Produktivität altersabhängig erheblich individuell und altersabhängig unterscheiden. Und für die Befruchtungsfähigkeit der Spermien ist ja auch noch -als Transport- und Ernährungsmedium- der volumenmäßige Hauptbestandteil des Spermas, das Prostatasekret, von Bedeutung. Somit die Gesundheit der "Vorsteher"-Drüse.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock  zum Beitrag »
[28.07.2017, 14:30:14]
Thomas Georg Schätzler 
DASH wäscht so weiß, weißer geht's nicht? 
Nicht nur die "DASH-Diät" hilft als veränderte Ernährungsgewohnheit.

Die Schlussfolgerungen: ["Conclusions - Improved diet quality over 12 years was consistently associated with a decreased risk of death (Funded by the National Institutes of Health)"] mit einer anhaltenden Senkung des Sterberisikos beziehen sich gleichsinnig mit leicht unterschiedlicher Intensität auf al l e drei Ernährungsvarianten:

1. Den veränderten "Gesunden Ernährungs-Index-Score“
2. Die veränderte "mediterrane Diät"
3. Den "diätetische Zugang zum Hypertonie-Stopp"
["Alternate Healthy Eating Index–2010 score, the Alternate Mediterranean Diet score, and the Dietary Approaches to Stop Hypertension (DASH) diet score"].

Und die mediterrane Diät bevorzugt auch noch moderaten Weingenuss, pflanzliche Öle und Nüsse! Fettarme Milch-(Produkte) sind dabei gar nicht erforderlich.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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[28.07.2017, 14:28:47]
Horst Grünwoldt 
Homo sapiens 
Der "Mensch" -wie wir ihn heute kennen, hat bekanntlich noch keine "hunderttausende" Jahre Evolution absolviert. Und nicht erst seit 10 Tausend Jahren können Hominiden als Säugetiere Milch verdauen. Soweit zur Entwicklungs- und Zeitskala.
Seitdem dürfte aber die biologische Evolution des Neuzeitmenschen so gut wie abgeschlossen sein.
Alleine die kulturelle und technische Entwicklung ist seitdem in erstaunlicher Weise vorangeschritten. Und damit auch die Evolution des menschlichen Gehirns.
Ob dies besondere Organ der allumfassenden Menschheit auf Dauer noch in der Lage sein wird, nicht nur im Schädel eingeschlossen den weiblichen Geburtskanal komplikationslos zu passieren, sondern in einer unfriedlichen Welt neue moralische Qualitäten und sittlich-soziales Verhalten zu entwickeln, bleibt nur zu hoffen. Dazu sollte aber jedes menschliche Individuum nicht einhundert Jahre der Erkenntnisgewinnung brauchen.
Denn in vergleichender Betrachtung unserer animalischen Ahnenreihe können wir ja erfahren, dass tierische Lebenserwartung immer begrenzt ist. Und das können uns die Zellbiologen -trotz genetischer Experimente- schon heute bestätigen.
Wenn wir jetzt weitverbreitet feststellen können, dass unsere heute ü 50 Jährigen -im Vergleich mit unseren Eltern, der krisengeschüttelten Generation der ersten 20. Jahrhundertshälfte- "biologisch" ca. 10 Jahre jünger fühlen und erscheinen, dann ist aber mitnichten auch die menschliche Lebenserwartung damit gestiegen.
Dafür genügt schon ein Blick in die Todesnachrichten der Wochenendzeitung, in denen nachwievor alle Altersgruppen auftauchen. Dabei wird mir sogar die unsinnige (statistische) Aussage über eine "ermittelte" Lebenserwartung bewußt. Letztlich sind Leben und Tod immer individuelle Ereignisse, die niemand voraussagen kann.
Erst recht nicht prospektiv über die weitere "Evolution" der (globalisierten) Menschheit Jahrzehnte hinaus. Dafür alleine ist die Politik und das Schicksal von abhängigen Menschen viel zu unberechenbar!
Das soll uns aber schon heute nicht vom positiven Denken und humanen Tun abhalten...
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[28.07.2017, 13:41:10]
Horst Grünwoldt 
Beschönigung 
Die differenzierte Betrachtung meiner Vorredner über "Zuwanderung" teile ich als gestandener E-Helfer vollständig! Es sind ganz und gar euphemistische Aussagen des CDU-Rentenexperten P. Weiß und der SPD- Gesundheitsexpertin Hilde Mattheis, wenn die nicht nur die zugewanderten EU-Bürger als Bereicherung unseres Sozialsystem betrachten, sondern auch noch die Immigranten ("Flüchtlinge") aus kaputten Staaten und Dritte-Welt-Ländern in unser sog. High-tech-Land D.
Sollte es uns nicht zu denken geben, dass die bei unseren 28 EU-Partnern überhaupt nicht erwünscht sind?
Offensichtlich geben die beiden Experten als brave Parteisoldaten mit ihren geschönten Aussagen über angeblich nützliche Zuwanderung auch nur dem Wahlkampf der großen Koalition Schützenhilfe...
Bekanntlich begibt sich die letzte Gruppe von "Zuwanderern" zunächst -und erfahrungsgemäß- in unsere Sozialhilfe (Hartz-IV) zur längerfristigen Alimentierung ihres Lebensunterhalts.
Und das ist von 2014 bis heute wenigstens eine zusätzliche steuerfinanzierte Sozialbelastung von mind. 1,5 Millionen Menschen, die nur schwer -wegen ihrer Herkunft und mangelnden Ausbildung- in Dauerarbeit zu integrieren sind. Und was anderes heißt "Integration", als jemanden rasch und absehbar zum treuen Staats- und redlichen Steuerbürger machen zu können? Und die ist bekanntlich selbst mit erheblichen Soziallasten verbunden!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[28.07.2017, 11:17:33]
Josef Kirchner 
Legalize it! 
Die Wirksamkeit und Verträglichkeit der Cannabinoide ist seit Jahrhunderten bekannt. Seit Jahrzehnten ist auch bekannt, dass alle schulmedizinischen hochwirksamen Analgetika durchaus beachtliche Risiken und Nebenwirkungen haben. Es ist schließlich Aufgabe von uns als Ärzte, dafür zu sorgen, dass die Gesamtlebensqualität unserer Patienten möglichst gut wird. Alle Länder, die bisher den Schritt zur Legalisierung der Cannabinoide getan haben, scheinen ja keine nennenswerten Schäden für die Volksgesundheit zu sehen. Die Cannabinoide sollten wir in aller Ruhe und Gelassenheit erproben um dann eine Nutzenabwägung herzustellen. Auch Opium hat über die Jahrhunderte Einzug in die Schulmedizin gefunden. zum Beitrag »
[28.07.2017, 07:14:13]
Steffen Jurisch 
Super Beispiel 
Wieder ein klasse Beispiel für "es kommt immer darauf an, was ich mit was vergleiche". Sicherlich, jede Ernährungsänderung von der typisch amerikanischen Standardernährung hin zu einer gesünderen Ernährung bringt Vorteile für die Gesundheit. Dazu bedarf es keiner Studien... vergleicht man jedoch die DASH mit einer Diät welche von PCRM, Dr. Dean Ornish oder Dr. Esselstyn jun. empfohlen wird, dann würde jedem auffallen, dass deren Ergebnisse und Erfolge sich sehr stark von denen der DASH unterscheiden.
Jedoch passen solche Ernährungsformen nicht ins Bild der Patienten und Ärzte, denn die sind sich einig: 1. Der Patient will so wenig als möglich seine Ernährung umstellen und 2. Der Arzt ist daran interessiert, dass der Patient ein Patient bleibt. Darum ist für mich der wichtigste Part in diesem Artikel: ...und könne den Einsatz von Medikamenten sinnvoll unterstützen,...
Wo kämen wir denn hin, wenn da stehen würde: ...und kann den Einsatz von Medikamenten überflüssig machen...  zum Beitrag »
[27.07.2017, 15:58:20]
Thomas Georg Schätzler 
Auch wenn die Ärzte Zeitung... 
nur ungern Kommentare veröffentlicht, die sich evtl. gegen andere Kommentatoren richten könnten, muss ich hier jedoch um journalistische Fairness bitten.

Denn Detlef Brendel ist nicht nur Autor von: "Die Zucker-Lüge", erschienen im Ludwig Verlag,
https://www.randomhouse.de/.../Detlef-Brendel/Ludwig/e489063.rhd
sondern auch studierter Kommunikationsforscher. Er arbeitet heute als Wirtschaftspublizist und leitet eine Presseagentur".

Von daher sind seine Statements als außerordentlich Medizin-, Nosologie-, Kausalitäts- und Versorgungsforschungs-fremd einzustufen. "Das Kartell der Ahnungslosen – Mediziner verbrüdern sich mit Foodwatch" ist populistische Irreführung und "bei der DDG sollte man wissen, dass Zucker nicht die Krankheit Zucker initiiert" schlicht und ergreifend Unfug.

Die wirtschaftspolitische Selbstdarstellung des "Meinungsunternehmens" Detlef Brendel ist ebenso selbst entlarvend:
"In der öffentlichen Wahrnehmung präsentiert sich das Kartellamt als Hüter des Wettbewerbs und Bewahrer der Verbraucherinteressen. Für die Unternehmen können die Millionenstrafen und der öffentliche Pranger, die im Verdachtsfalle drohen, das Ende der wirtschaftlichen Existenz bedeuten.
Detlef Brendel analysiert das inquisitorische Handeln einer Behörde, das eine funktionierende Wirtschaft in wichtigen Segmenten gefährdet. Mit drei Unternehmern, Alfred T. Ritter (Ritter Sport), Wolfgang Fritsch-Albert (Westfalen AG) und Friedrich Neukirch (Klosterfrau Healthcare Group), diskutiert er über die Praxis des Bundeskartellamts und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft." Zitiert nach
http://pressebuero-brendel.com/

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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[27.07.2017, 15:34:11]
Cordula Molz 
Die Lobby... 
Ohne Eingriffe wird die Lebensmittelindustrie niemals freiwillig Änderungen vornehmen. Es ist nicht anders als bei der Tabakindustrie.
Was allerdings als ungesund bezeichnet wird, ist noch zu diskutieren. Allerdings: in einem gebe ich meinem Vorrezensenten Recht:
Saubere Recherche lohnt. Dann bekommt man sehr schnell raus, dass sich Diabetes und Übergewicht mitnichten so einfach auf Genetik und die Bilanz von Ernährung und Bewegung zurückführen lässt, sondern sehr viel auf hormonelle Zusammenhänge, die nicht in einem kurzen Beitrag erläutert werden können. Diese Erkenntnisse sind nicht neu und mit etwas Recherche frei verfügbar nachzulesen. Aus ersthaften Quellen.
Die gesündeste Variante ist unter anderem die radikale Abkehr von industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln. Durchaus machbar. zum Beitrag »
[27.07.2017, 14:19:00]
Cordula Molz 
Die Lobby... 
Ohne Eingriffe wird die Lebensmittelindustrie niemals freiwillig Änderungen vornehmen. Es ist nicht anders als bei der Tabakindustrie.
Was allerdings als ungesund bezeichnet wird, ist noch zu diskutieren. Allerdings: in einem gebe ich meinem Vorrezensenten Recht:
Saubere Recherche lohnt. Dann bekommt man sehr schnell raus, dass sich Diabetes und Übergewicht mitnichten so einfach auf Genetik und die Bilanz von Ernährung und Bewegung zurückführen lässt, sondern sehr viel auf hormonelle Zusammenhänge, die nicht in einem kurzen Beitrag erläutert werden können. Diese Erkenntnisse sind nicht neu und mit etwas Recherche frei verfügbar nachzulesen. Aus ersthaften Quellen.
Die gesündeste Variante ist unter anderem die radikale Abkehr von industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln. Durchaus machbar. zum Beitrag »
[27.07.2017, 11:38:19]
Detlef Brendel 
Das Kartell der Ahnungslosen – Mediziner verbrüdern sich mit Foodwatch 

Bei Foodwatch dürften die Biokorken aus den Flaschen mit veganem Sekt geflogen sein. Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. (BVKJ) sowie die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) geben sich als Propagandisten eines offenen Briefes der Skandalisierungs-Truppe an die Bundeskanzlerin her. Wieder einmal werden paternalistische Eingriffe in die Ernährung und die Lebensmittelwirtschaft gefordert. Staatlich verordnete Rezepturen und Dirigismus von der Ampel über Werbeverbote bis zur Strafsteuer sollen eine Zwangsernährung generieren, die alle Menschen angeblich gesünder macht. Wissenschaftliche Belege für eine solche Ernährung gibt es nicht. Zwei doch eigentlich seriös anmutende Institutionen verbrüdern sich mit einem als NGO agierenden Unternehmen, das mit aggressiven Angriffen auf Wirtschaft und Politik das Einkommen seiner Akteure verdient.

Bei der DDG sollte man wissen, dass Zucker nicht die Krankheit Zucker initiiert. Diabetes mellitus hat komplexe Ursachen von der Genetik bis zu einem bewegungsarmen Lebensstil. Kein ernsthafter Ernährungsforscher würde einzelne Lebensmittel in gut und schlecht oder gesund und krank machend einteilen. Im Brief an die Kanzlerin sprechen die Foodwatch-Ideologen von ausgewogenen Lebensmitteln. Die unausgewogene Kartoffel käme also ebenso auf den Index wie das Brot oder der Quark. Nicht die einzelnen Lebensmittel, sondern die Ernährungsweisen insgesamt können und sollen ausgewogen sein. Und dann ist für ein gesundes Körpergewicht, wo immer das individuell liegen mag, die Balance des Lebensstils, also die Relation zwischen Ernährung und körperlicher Aktivität, entscheidend. Hier liegt das eigentliche Problem. Ein roter Ampelpunkt auf einer Müslipackung wird nichts bringen außer einer Verunsicherung der Verbraucher. Wer gemütlich mit der Playstation auf dem Sofa sitzt und diszipliniert Nahrung mit grünen Punkten in sich hineinschaufelt, wird sich beim Gang zur Waage wundern.

Dr. Thomas Fischbach, Präsident des BVKJ, biegt sich seine Argumente passend. Niveau und Ernsthaftigkeit bleiben dabei auf der Strecke. „Wenn ein Kind zu dick ist, bewegt es sich weniger.“ Hier werden Ursache und Wirkung vertauscht. Wenn ein Kind sich zu wenig bewegt, weil es nur noch virtuell unterwegs ist, wird es zu dick. So wäre es richtig und sinnvoll. Nach eigenem Bekunden sieht Fischbach in seiner Praxis bei den Kindern ständig durch Zucker-Konsum bedingte schwarze, faule Zähne. Welche Patienten hat der Mann? Nach der im August 2016 von der Bundeszahnärztekammer und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung publizierten Mundgesundheitsstudie sind 81,3 Prozent der 12-jährigen Kinder, die angeblich vor dem Zucker zu schützen sind, vollkommen kariesfrei. Während der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts hatten 12-jährige Kinder in Deutschland durchschnittlich sieben kariöse Zähne. Welche dramatischen Konsequenzen hatte seither der Zuckerverzehr? Heute sind es durchschnittlich 0,7 kariöse Zähne.

Und nicht zuletzt bei den immer wieder zitierten Empfehlungen der WHO zum Zucker-Verzehr sollte die Politik sensibel sein. Saubere Recherche lohnt. Für ihre im Jahr 2015 gegebene Empfehlung zum Zucker-Verzehr im Hinblick auf das angeblich gesunde Gewicht hat die WHO zwei japanische Karies-Studien aus dem Jahr 1946 als Begründung geliefert. Mit seriöser Wissenschaft hat das wenig zu tun.

Wer als Mediziner den offenen Brief an die Kanzlerin unterschreibt, dokumentiert damit wenig Verständnis für die Komplexität von Ernährung und Lebensstil, für die Bedeutung evidenzbasierter Studien und nicht zuletzt für notwendige Freiheiten in einer demokratischen Gesellschaft. Er macht sich dagegen zum Handlanger der Organisation Foodwatch, deren Interesse die Skandalisierung durch Kampagnen ist, die weder auf Fakten Rücksicht nehmen noch eine verantwortungsvolle Aufklärung der Verbraucher bei der Gestaltung ihres Lebensstils intendieren.

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