Leserkommentare [19124]

[16.08.2018, 14:21:55]
Lissy Andersson 
Unfassbar 
Lieber Herr Striegler,

was da gerade geschieht, kann man mittlerweile nicht mehr in Worte fassen.
Für mich ist das schon das berühmte ”Brexit Mobbing”.

Man wirft die Menschen, Firmen raus, die England zudem gemacht haben was sie heute sind. Ich schätze England ist sich nicht ganz bewusst, was es bedeutet wenn sie wieder unter ihrer ”Glasglocke”leben.

Ich finde das die EU allmählich doch härtere Töne anschlagen müsste.
Man kann sich nicht immer die Lorbeeren aussuchen, wenn man diesen Weg gehen möchte- man muss auch mit den negativen Seiten leben.

Da dies kein Einzelfall mehr ist, siehe Bericht von den schwedischen Kollegen aus dem letzten Jahr https://www.svt.se/nyheter/utrikes/efter-brexit-svenskar-vittnar-om-framlingsfientlighet

Wirtschaftlich wird das für England ein Downfall werden. Das wird sich in allen Bereichen erstrecken. Was der gesundheitliche Aspekt betrifft, wird es katastrophal werden wenn die Fachkräfte weg sind. Ich denke auch an viele europäische Ärzte die in den jeweiligen Universitätskliniken arbeiten.

Ich wünsche viel Glück das sie all Ihre Papiere zusammenbekommen

Herzliche Grüße
Liz Andersson
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[16.08.2018, 12:36:53]
Dr. Bernhard Hengesbach 
Mit Membranvesikeln tricksen Noroviren die Abwehr aus. 13.8.2018 
"Die Infektionen erfolgen fäkal-oral über winzige Tröpfchen aus dem Stuhl infizierter Menschen, die meist über kontaminierte Lebensmittel oder Getränke aufgenommen werden." Diese Äußerung halte ich für nicht richtig. Sie impliziert, dass in den meisten Fällen der Noro-Infektionen Lebensmittel als Vehikel fungieren. Dies widerspricht den Angaben in der Literatur, wonach nur relativ wenige Prozent der Noro-Infektionen auf die Ingestion von Lebensmitteln zurückzuführen sind; zudem würde der "Umweg" über kontaminierte Lebensmittel die oft zu beobachtenden Kleinepidemien nicht erklären können. Der Veterinär kommt häufig sofort, wird aber nur selten fündig. Die Aerosolbildung beim Erbrechen und beim Umgang mit Stuhl(Schmierinfektion)scheinen mir plausibler zu sein. zum Beitrag »
[16.08.2018, 10:22:37]
Dr. Wolfgang Albrecht 
Ein Witz 
Bis Jahresende können nicht alle Praxen angeschlossen sein. Und das ist nicht Schuld der Praxen. Ohne Hardware und Techniker kein Anschluss.
Man lässt Ärzte mal wieder im Regen stehen. zum Beitrag »
[16.08.2018, 10:05:09]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Die herausragende Rolle des LDL-Cholesterins  
Die herausragende Rolle des LDL-Cholesterins als entscheidender Risikofaktor in der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention bei koronarer Herzkrankheit (KHK) und Herz-Kreislauf-Krankheitsrisiken darf nicht unterschätzt werden.

Doch was für einen Unfug plant unsere angeblich medizinisch erfahrene Bürokratie-Elite? Jeder lipidologisch-kardiologisch nur halbwegs Gebildete weiß, dass die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (B-GA) und von der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) kürzlich beschlossenen, umständlichen Bestimmungen von "Gesamtcholesterin, LDL- und HDL-Cholesterin sowie Triglyceriden" aus dem vorigen Jahrhundert stammen. Das LDL-Cholesterin reicht als Screening-Methode und Risikofolgen-Abschätzung aus.

Was die Strategen des Gemeinsamen Bundesausschusses (B-GA) und offensichtlich auch die der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) aus  lauter ärztlicher Praxis-Ferne noch gar nicht mitbekommen haben: Deutschland  hat
- ein Alkoholkonsum- und Übergewichts-Problem (z.B. NASH)
- ein gender-spezifisches Anämie- und Fehlernährungs-Problem
- ein Nieren- und endokrinologisches Problem und
- ein COPD/ASTHMA-Problem

Mit den bisherigen Check-up 35 Problemfeldern KHK, hypertensive Herzkrankheit und Diabetes mellitus (mittels HbA1c) wären damit etwa 80% aller haus- und familienärztlichen Beratungsprobleme abgedeckt.

Nur zur Auffrischung des bisherigen Basiswissens: Eine Fokussierung der Gesundheitsuntersuchung auf die Früherkennung von Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Nierenerkrankungen umfasst gerade n i c h t letzteres. Die Kreatinin-Bestimmung fiel vor weit über 15 jahren dem vorauseilenden KBV-Gehorsam unter der Sparpolitik von "Ullalala" Schmidt und Horst Seehofer (beide Ex Bundesgesundheitsminister) zum Opfer. Ebenso das damals noch fakultative EKG.

Kassenärztliche Bundesvereinigung und Gemeinsamer Bundesausschuss haben bisher noch nie stringente Krankheitsvorsorge-, Krankheitsfrüherkennungs- und Krankheitsbewältigungs-Strategien bzw. Konzepte gehabt und nachvollziehbar umgesetzt.

Währenddessen machen wir Vertragsärztinnen und Vertragsärzte im 24-Stunden-365-Tage-Versorgungs-Modus nur ständig unseren Job und werden dafür zukünftig nur noch alle 3 Jahre bei der Gesundheitsuntersuchung (Check-up 35) nach EBM-Nr. 01732 den "stolzen" Betrag von 32,28 Euro als Umsatz bekommen. 

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »
[16.08.2018, 10:02:58]
Rudolf Egeler 
Ländle - und dann lange nichts.... 
Da könnte ein vor Jahrzehnten nach Bayern ausgewanderter Schwabe geradezu neidisch werden: Hierzulande poltert nur eine CSU-Garde seit Jahrzehnten und klopft sich auf die Lederhose, auf der gelegentlich ein Laptop ruht. Da sieht man deutlich, was eine saturierte politische Mehrheit über Jahrzehnte der Alleinherrschaft anrichten kann. Vielleicht fragen wir Herrn Kretschmann, ob er sich nicht doch noch klonen lässt.... zum Beitrag »
[15.08.2018, 09:25:01]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Der Sinnspruch "Es gibt keine dumme Fragen, nur dumme Antworten"... 
muss offensichtlich revidiert werden! Denn für die FDP gibt es ganz offensichtlich zumindest überflüssige Fragen.

Vgl. dazu auch:
"Dumme Fragen, dumme Antworten - YouTube
https://www.youtube.com/watch?v=OFg4NWFcnNk
6. Juli 2010 ... In diesem Video werden exemplarisch die Fragen der Bundestagsfraktion an die Experten der sog. Internet-Kommission aufgezeigt"

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[14.08.2018, 15:40:19]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Trotz optimaler und frühzeitiger quadrivalenter HPV-3-fach-Impfung bleibt ein HPV-Erkrankungsrisiko! 
Die Interpretation dieser Studie bewegt sich noch immer auf relativ unsicherem Terrain:
"Interpretation - Catch-up quadrivalent HPV vaccination with three doses was effective against CIN2+ and CIN3+ in girls and women aged 14–20 years at time of first vaccine dose but not for women aged 21 years and older at first dose."

Die HPV-Erstimpfung sollte grundsätzlich besser spätestens ab dem 14. Lebensjahr starten, da der Schutzeffekt bei HPV-Erstimpfung mit 21 Jahren oder später nicht mehr effektiv ist.

Die Autoren/-innen schreiben selbst nicht von "highly effective" sondern nur von "effective". Sie stellten 4.357 inzidente Fälle von zervikaler intraepithelialer Neoplasie (CIN)2+ den 21.773 Kontrollen gegenüber. Davon waren 1.849 CIN3+ Fälle gegenüber den 9.242 vergleichbaren Kontroll-Fällen ohne CIN beobachtet worden ["4357 incident CIN2+ cases and 21773 matched controls were included in the study. Of these, 1849 were incident CIN3+ cases with 9242 matched controls"]

Das jüngste Erstimpfungs-Alter war 14 Jahre. Der Impfschutz von einer oder mehreren HPV-Impfungen erwies ein signifikant reduziertes relatives Risiko (RR) für CIN 2+ von 0,82 und für CIN3+ von 0,77. Der stärkste Schutz wurde mit der 3-maligen Impfung und dem Beginn der Impfserie zwischen 14 und 17 Jahren mit einem relativen Risiko von 0,52 erreicht. Der Impfbeginn zwischen 18 und 20 Jahren erhöhte wiederum das relative Risiko auf 0,65. Für Frauen mit Erstimpfungsalter von 21 und mehr Jahren konnte das relative Risiko mit 0,94 nicht signifikant verringert werden.

"The youngest age at time of first vaccination was 14 years. One or more HPV vaccine doses conferred protection against CIN2+ (RR 0.82, 95% CI 0.73–0.93) and CIN3+ (0.77, 0.64–0.94). We found the strongest protection against CIN2+ in women who had received at least three vaccine doses and had received their first dose aged 14–17 years (0.52, 0.36–0.74) or aged 18–20 years (0.65, 0.49–0.88). No significant protection was found in women aged 21 years or older at time of first dose (0.94, 0.81–1.09). Inferences were similar for CIN3+, but with stronger effects for women who received at least three vaccine doses and had received their first dose aged 14–17 years (0.27, 0.13–0.56) or aged 18–20 years (0.59, 0.36–0.97)."

Am stärksten verringerte sich das relative Risiko bei CIN3+ auf 0,27 bzw. 0,59 je nach Erstimpfungs-Alter.

Doch Vorsicht! Die relative Risikoreduktion beträgt günstigstenfalls 73% weniger zervikale intraepitheliale Neoplasien (CIN) im CIN2+ oder CIN3+ Stadium. Dies bedeutet einer immer noch erhebliches Erkrankungsrisiko trotz optimaler und frühzeitiger quadrivalenter HPV-3-fach-Impfung.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[14.08.2018, 12:52:42]
Anette Gniffke 
Bitte zwischen vegan und vegetarisch unterscheiden! Das ist nicht dasselbe! 
Zwischen vegan und vegetarisch wird in dem Bericht nicht unterschieden. Vagane Produkteenthalten nur pflanzliche Ausgangsstoffe, vegetarische können auch Ei und Milcherzeugnisse oder Honig enthalten. zum Beitrag »
[14.08.2018, 12:33:02]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"Dash wäscht so weiß, weißer geht's nicht"? 

Auch die bundesweit freiwillige "Online-Befragung von Krankenhaus-Personal zur Influenza-Impfung" (OKaPII) des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist ein Musterbeispiel dafür, dass im Gesundheits- und Krankheitswesen, aber auch in der Versorgungsforschung eher umständlich geredet und lange diskutiert als gehandelt wird.
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2018/Ausgaben/32_18.pdf?__blob=publicationFile

Denn die Fakten sind in der Infektionsepidemiologie und Immunologie das, was zählt: Es wäre ein leichtes, bei den berufsgenossenschaftlich vorgeschriebenen betriebsärztlichen Untersuchungen aller Beschäftigten in "Gesundheitswesen und Wohlfahrtspflege" zusätzlich zur Hepatitis A+B Antikörper Bestimmung die Analyse der tatsächlichen Influenza-Immunitätslage durchzuführen.

Stattdessen befragt man online diejenigen im Gesundheitswesen, die gerade dazu Lust haben, und wundert sich über die z. T. skurrilen, esoterisch geprägten oder infektiologisch sinnfreien Antworten. Selbst die RKI-Autoren können einen "Selektionsbias nicht ausschließen, der zu einer Über- oder Unterschätzung der Impfquoten geführt haben könnte"…"da die Teilnahme an der Studie freiwillig war."

Bei Vielen, die seit Jahrzehnten in Klinik und Praxis rund um die Uhr arbeiten, sind echte Influenza-Infekte weitgehend unbekannt, ob nun, wie der Autor selbst, regelmäßig geimpft, sporadisch immunisiert oder nie geimpft wurde.

Wie Impfexperten/-innen immer wieder bestätigen müssen, beträgt der Schutzeffekt bei der Influenza-Impfung nur etwa 25% pro einmaliger Impfung. In der letzten Influenza-Saison 2017/2018 kam hinzu, dass aus Einspar-Gründen und auf Grund einer krassen Fehlentscheidung des G-BA nur der 3-fach-Influenza-Impfstoff zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) anwendbar war: Obwohl die WHO bereits seit 2013 den 4-fach-Impfstoff als gleichwertig bzw. überlegen gegenüber der billigeren 3-fach-Vakzine klassifiziert hat.

Alles in Allem sollte bei eine so bedeutsamen Frage wie der Einschätzung nosokomiale Influenza-Infektionspotenziale durch nicht geimpfte Mitarbeiter/-innen in Klinik und Praxis nicht hemdsärmelig mit subjektiven Befragungsdaten hantiert, sondern mit immunologischen Fakten argumentiert werden.

Sonst bleibt die Influenza-Infektiologie auf der Ebene von Meinungsmache und Propaganda stecken. Ganz so, wie die frühere Werbe-Aussage: "Damit ist bewiesen: Dash wäscht so weiß, weißer geht's nicht!"

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[14.08.2018, 07:59:27]
Carsten Windt 
Gutes Gefühl? ja! Gesünder? nein! auf jeden Fall aber die Lizenz zum Gelddrucken 
Wer unbedingt vegan leben will soll es tun aber nicht mit Produkten die im Aussehen und Geschmack Fleischprodukten gleichen. Um einen fleischähnlichen Geschmack zu erzeugen, muss der Lebensmittelchemiker ganz tief in die Trickkiste greifen. Salz und Fette sind dabei nur die Spitze des Eisbergs.
Eines ist aber sicher: Vegane Produkte sind das beste Diätmittel, zumindest für die Geldbörse zum Beitrag »
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