Leserkommentare [17984]

[24.11.2017, 13:26:55]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
SPRINT - "Mehr Transparenz wagen"! 
Eine kleine Übersicht der mir vorliegenden Kongressberichte/Nachrichten:

"Plötzlich Hypertoniker – neue US-Leitlinie senkt Grenzwert auf 130/80 und macht jeden Zweiten zum Hochdruckkranken - Beim AHA-Kongress sorgt die neue Hypertonie-Guideline für Aufsehen: Der Grenzwert sinkt auf 130/80 mmHg – und macht die Hälfte der US-Bürger zu Hypertonikern.
Kongress-Berichterstattung, 14 Nov 2017

Alles auf Anfang: Warum die SPRINT-Studie das Blutdruck-Ziel doch nicht ändert - SPRINT ändert nichts an den bisherigen Blutdruck-Zielen, hieß es beim Kongress der Hochdruckliga. Die sensationellen Ergebnisse waren wohl ein Mess-Artefakt.
Kongress-Berichterstattung, 16 Dez 2016

SPRINT-Studie im Kreuzfeuer: Experte zweifelt Methodik an – und erteilt Senkung der Blutdruckziele eine klare Absage - Eine unübliche Blutdruckmessung lässt die SPRINT-Studie fragwürdig erscheinen. Die Blutdruckziele deshalb zu senken, sei fahrlässig, hieß es beim ESC.
Kongress-Berichterstattung, 30 Aug 2016

US-Empfehlungen lockern Blutdruckzielwerte für Ältere und setzen neue Altersgrenzen – Kritik von Deutscher Hochdruckliga - Den Blutdruckzielwert lockern, nur weil der Patient älter als 60 ist? Das ist laut einer Stellungnahme der Deutschen Hochdruckliga keine gute Idee.
Nachrichten, 1 Feb 2017

Die SPRINT-Studie setzt neue Blutdruck-Maßstäbe – aber tatsächlich auch für alle Hypertoniker? - Beim Kardiologen-Kongress diskutierten Experten, ob die SPRINT-Ergebnisse nun implizieren, dass für Hypertoniker ein Blutdruckziel von 120 mmHg gilt.
Nachrichten, 13 Apr 2016" (Zitat Ende).
https://search.medscape.com/search/de/?q=sprint%20%20blutdruckmessung

BP-Management beeinflusst Ergebnisse
Mit "Automated compared to manual office blood pressure and to home blood pressure in hypertensive patients" von Jan Filipovský et al.
http://www.tandfonline.com/doi/full/10.3109/08037051.2015.1134086
wurde bereits nachgewiesen, dass Messmethoden die Blutdruckwerte deutlich und hochsignifikant beeinflussen können. Die Ergebnisse der Blutdruckmessung bei Hypertonie-Patienten unter 3 verschiedenen Bedingungen wurden verglichen:
- automatische unbeobachtete Messung (wie in SPRINT),
- Messung durch medizinisches Personal,
- häusliche Messung.
Alle 3 führten zu unterschiedlichen durchschnittlichen Blutdruckwerten von 131,2/77,8 mmHg, 146,9/85,8 mmHg bzw. 137,7/79,4 mmHg.

Volatile SPRINT Mess-Methodik
Jetzt müssen die SPRINT-Forscher und ihre Adlaten auch noch ex-post zerknirscht zugeben, dass ihre hochgepriesene, angeblich objektive Messmethodik der systolischen/diastolischen, automatisierten Blutdruck-Messung nach Riva-Rocci mit elektronischer Registrierung der Korotkow-Geräusche in einem Extra-Raum so gar nicht so stattgefunden haben:
- Nur 43% waren in der Ruhe- u n d Messphase immer allein im Raum;
- 28% waren währen dieser Phasen immer unter Aufsicht und nie alleine;
- 22% waren nur in der Ruhephase allein im Raum
- 7% waren nur in der Messphase allein im Raum.

SPRINT disqualifiziert sich selbst
Eine lange Liste von Ausschlüssen disqualifiziert eine signifikante Aussagekraft der SPRINT-Studie und relativiert sie als relevante Datengrundlage für die US-Entscheidung niedrigerer Blutdruck-Grenzwerte:
„Lower blood pressure target greatly reduces cardiovascular complications and deaths in older adults: High blood pressure, or hypertension, is a leading risk factor for heart disease, stroke, kidney failure, and other health problems. An estimated 1 in 3 people in the United States has high blood pressure“, wird behauptet. In Wahrheit geschah das Gegenteil.

Risikofaktoren wurden ausgeblendet
SPRINT ließ eine Fülle wesentlich entscheidender Faktoren, einschließlich Typ-2-Diabetes, einfach weg. Für die SPRINT-Studie hatte man zum Beispiel explizit Rollstuhlfahrer, Pflegeheim-, Grad 3-Hypertonie-, therapieresistente Hypertonie-, Schlaganfall- und Diabetespatienten bzw. sogar Orthostase-Syndrome ausgeschlossen. Die Liste der Ausschluss-Positionen umfasst insgesamt 20 Einzelpunkte: Angefangen mit fehlender Adhärenz/Compliance, Zustand nach ACS, Myokardinfarkt und PCI angefangen, bis zu Zystennieren, Glomerulonephritis, Herzinsuffizienz mit linksventrikulärer Ejektionsfraktion kleiner 35 %, zu dickem oder zu dünnem Armumfang, Krebsdiagnose und –therapie innerhalb der letzten 2 Jahre, Alkoholabusus, Umzugsplänen, unbeabsichtigtem Gewichtsverlust von mehr als 10 %. Um nur einige Items zu nennen...

Viel zu kurze Studiendauer
Der mittlere SPRINT-Follow-up betrug nur 3,3 Jahre. Danach wurde die Studie unverständlicherweise abgebrochen, obwohl eine medikamentöse Blutdrucksenkung typischerweise eine lebenslange Intervention bedeutet bzw. der in SPRINT detektierte Morbiditäts- und Mortalitätsunterschied auch mit dem unterschiedlichen Interventionsniveau der Blutdruckkontrolle [„Intensive versus Standard Blood-Pressure Control“] erklärt werden könnte.

Signifikant unterschiedliche Behandlungs-Regime
Doch die SPRINT-Studie hielt sich außer mit Allgemeinplätzen gar nicht lange damit auf zu differenzieren, mit welchen Antihypertensiva im Detail denn nun die Intensivbehandlungs-Gruppe therapiert wurde, bzw. welche Medikamente im Standard-Therapie-Arm denn vornehmlich weggelassen wurden. ["All major classes of antihypertensive agents were included in the formulary and were provided at no cost to the participants. SPRINT investigators could also prescribe other antihypertensive medications (not provided by the study)"].

SPRINT-Hype-irreführend
Die mit falschen Vorschusslorbeeren "gehypte" SPRINT-Studie arbeitete mit unkritisch-naivem Empirisismus. Bluthochdruck-Patienten sollte ein neuer systolischer RR-Zielwert von 120 mm Hg statt bisher 140 mm Hg vorgeben werden. Aber ist "SPRINT-STUDIE - Niedrigere Blutdruckziele auch im hohen Alter sinnvoll" nicht eher eine wissenschaftliche Irreführung ("scientific misconduct")?

"Holzklasse"
Extrem viele Ausschlusskriterien existierten, welche insbesondere die reale Welt unserer ä l t e r e n hypertensiologisch betreuten Patienten gar nicht abbilden kann. Es gab eine "Holzklasse" von Patienten, die gemäß US-Leitlinien primär nur mit Saluretika mehr recht als schlecht und mit Blutdrucksenkung bis 140/80 mm Hg austherapiert wurden ["Chlorthalidone was encouraged as the primary thiazide-type diuretic"].

"Luxusklasse"
Es gab eine "Luxusklasse", welche um das Ziel der Blutdrucksenkung bis 120/80 zu erreichen, zusätzlich mit Schleifendiuretika, Betablockern ["loop diuretics (for participants with advanced chronic kidney disease), and beta-adrenergic blockers (for those with coronary artery disease)"] und mit Amlodipin ["amlodipine as the preferred calcium-channel blocker"] behandelt wurde.

SPRINT-follow-up zu kurz
Der mittlere SPRINT-Follow-up betrug nur 3,3 Jahre. Danach wurde die Studie unverständlicherweise abgebrochen, obwohl eine medikamentöse Blutdrucksenkung typischerweise eine lebenslange Intervention bedeutet bzw. der in SPRINT detektierte Morbiditäts- und Mortalitätsunterschied auch mit dem unterschiedlichen Interventionsniveau der Blutdruckkontrolle [„Intensive versus Standard Blood-Pressure Control“] erklärt werden konnte.

Keine Differenzierung
Die SPRINT-Studie hielt sich aber gar nicht lange damit auf zu differenzieren, mit welchen Antihypertensiva im Detail denn nun die Intensivbehandlungs-Gruppe therapiert wurde, bzw. welche Medikamente im Standard-Therapie-Arm denn vornehmlich weggelassen wurden. ["All major classes of antihypertensive agents were included in the formulary and were provided at no cost to the participants. SPRINT investigators could also prescribe other antihypertensive medications (not provided by the study). The protocol encouraged, but did not mandate, the use of drug classes with the strongest evidence for reduction in cardiovascular outcomes, including thiazide-type diuretics (encouraged as the first-line agent), loop diuretics (for participants with advanced chronic kidney disease), and beta-adrenergic blockers (for those with coronary artery disease). Chlorthalidone was encouraged as the primary thiazide-type diuretic, and amlodipine as the preferred calcium-channel blocker"].

Zusammenfassung
Zusammengefasst besteht meiner Meinung nach der hochgradige Verdacht, dass es sich bei der im Intensiv-Behandlungsarm forcierten SPRINT-Blutdrucksenkung um reine Surrogat-Ergebnisse handelt. Die RR-Messungen waren nur Surrogat-Parameter, die vordergründig belegen sollten, dass die Blutdrucksenkung bis 120/80 mm Hg das eigentliche Ziel gewesen sei. In Wahrheit bestand das Intensiv-Blutdruckmanagement aus Kombinationen von Anthypertensiva (Polypharmazie) mit vasoaktiven, perfusionssteigernden, Kardio-, Nephro- und Schlaganfall-protektiven Substanzen. Und nur deshalb profitierte die "Luxusklasse" bei größerem Medikamenten-Einsatz, niedrigeren RR-Werten und besserer Morbidität bzw. Mortalität.

Die SPRINT-Autoren sollten wirklich: "Mehr Transparenz wagen"! Dann würde ebenso offensichtlich wie öffentlich, dass die Studienergebnisse nun wirklich nicht z m kompletten Umschreiben der US-Leitlinien taugen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[23.11.2017, 14:00:54]
Dr. Dr. Stefan Graf 
Falscher Adressat 
Sehr geehrter Herr Dr. Linnenbaum,
bei allem Respekt vor Ihrer ärztlicher Erfahrung. In meinem Empfinden geht Ihre Kritik an den falschen Andressaten. Die Autorin Frau Kathmann gibt hier mit aller gebotenen Neutralität, mit Expertenzitaten und Verweis auf evidenzbasierte Studien, Inhalte des diesjährigen DGOU-Kongresses im Oktober in Berlin wieder. Da ich selbst diesen Kongress besucht habe, kann ich die von Frau Kathmann genannten Inhalte vollumfänglich bestätigen und in ihrem Text keine einseitige Berichterstattung erkennen. Ebensowenig kann ich Ihr Empfinden, lieber Herr Dr. Linnenbaum, einer "Abqualifizierung konservativer Maßnahmen" teilen. Nach aktueller Studienlage und den auf dem Kongress referierten Expertenvorträgen sind Gewichtreduktion und Muskelaufbau wirksame konservative Maßnahmen. Es wird im Text auch keine "einseitige Kräftigung der Kniestrecker" empfohlen, sondern von einer "BASISmaßnahme" gesprochen, die natürlich im Rahmen eines insgesamt stabilisierenden, auch fasziale Strukturen einschließenden Muskelaufbau- und Stabilisierungstrainings erfolgen sollte. Wenn die aktuelle Studienlage keine überzeugenden Wirkungen medikamentöser Therapien hergibt, bedeutet es ja nicht, dass Sie, lieber Herr Dr. Linnenbaum, nicht durchaus positive Erfahrungen bei manchen Patienten damit gemacht haben. Aber die Autorin kann nur das berichten, was datenbasiert publiziert wird. Und zu guter Letzt kann ich eine Proklamierung operativer Maßnahmen in Frau Kathmanns Beitrag überhaupt nicht ausmachen. Der allmeneine Tenor auf dem Kongress war: "OP als ultima ratio, wenn alle konservativen Optionen ausgeschöpft sind". Ich möchte abschließend noch betonen, dass ich selbst die Autorin nicht persönlich kenne und keinerlei Beziehungen zu chirugischen oder pharmazeutischen Einrichtungen habe und keine pekuniären oder sonstigen Vorteile aus diesem Kommentar beziehe.
Ich bitte Sie, meine Auführungen keinesfalls als persönliche Kritik zu werten, sondern einzig als sachbezogenen Diskussionsbeitrag.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Stefan Graf - Molekularbiologe Berlin zum Beitrag »
[23.11.2017, 13:21:40]
Dr. Richard Barabasch 
Die KV ist eben K E I N Dienstleister der Vertragsärrzteschaft 
Diese Problematik, die hier nochmal aufgequirlt wurde ist seit Jahren bekannt ! "Man" versucht sich von Länder-KV zu Länder-KV inoffiziell darum herum zu mogeln IMMER AUF KOSTEN DER / DES EINZELNEN VERTRAGSARZTES / IN , die/der im Abrechnungsdickicht UND in einem Mienenfeld agiert. JEDWEDER NUR-Telefonkontakt im Notfalldienst ist laut bundesweit gültiger und verpflichtender EBM-Regelung ein justitziabler potentieller Fall von "raffgieriger" Falschabrechnung. Das muss sich jede Person, die beim reinen Telefonkontakt eine "Notfallziffer" abrechnet wissen und sich darüber im Klaren sein,
leider,
R.B. zum Beitrag »
[23.11.2017, 11:34:16]
Dr. Heiner Pasch 
Ergämzung zum telefonischen Kontakt im Notfalldienst 
Die Einschätzung des Autors bzgl. der Abrechenbarkeit der GOP`s 01214 bis 01218 ist m. E. korrekt, aber die richtige Begründung fehlt. Diese findet sich in der Präambel zum Abschnitt 1.2, Nr. 2: „Bei der ersten Inanspruchnahme im Notfall oder im organisierten Not(-fall)dienst ist die Gebührenordnungsposition 01205, 01207, 01210 oder 01212 entsprechend der in der Leistungslegende vorgegebenen Zeiten im Behandlungsfall zu berechnen. Für jede weitere Inanspruchnahme im Notfall oder im organisierten Not(-fall)dienst im Behandlungsfall ist die Gebührenordnungsposition 01 214, 01 216 bzw. 01 218 zu berechnen.“
Allein hier ist im EBM ein weiterer und kein anderer Kontakt gefordert.
Allein aus den Leistungslegenden der GOP`s 01214 bis 01218 und der Allgemeinen Bestimmung 4.3.1 ist der Ausschluss nicht zu entnehmen:
Die Leistungslegenden der GOP`s 01214 bis 01218 beinhalten obligat einen "Weiteren persönlichen oder anderen Arzt-Patienten-Kontakt gemäß 4.3.1 der Allgemeinen Bestimmungen im organisierten Not(-fall)dienst..."
In den Allgemeinen Bestimmungen 4.3.1 wird der andere Kontakt wie folgt definiert: "Andere Arzt-Patienten-Kontakte setzen mindestens einen telefonischen Kontakt und/oder einen Kontakt im Rahmen einer Videosprechstunde..."
In beiden Formulierungen ist die Möglichkeit eines telefonischen Kontaktes (durch die Verknüpfung "oder" bzw. "und/oder") als eine von mehreren Möglichkeiten angegeben. Somit wäre die Abrechenbarkeit gegeben, wenn nicht die Präambel zum Abschnitt 1.2 wär!
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[23.11.2017, 11:06:09]
Christoph Specht 
Was die dpa nicht wusste...... 
Im obigen dpa-Artikel heißt es: "Doch was der Organisator nicht wusste: Die Kapseln enthielten auch eine psychoaktive Substanz."

Diese Formulierung impliziert, bei der (mit Absicht) verabreichten Substanz, also dem sog. "2C-E" handele es sich NICHT um eine psychoaktive Substanz. Das ist falsch. "2C-E", im Langtext 2,5-Dimethoxy-4-ethylphenethylamin ist ein Phenylethylamin und psychoaktiv wirksam. Diese Wirkung war ja der Sinn seiner Gabe durch den oder die "Therapeuten".

Die zweite, angeblich unwissentlich verabreichte Substanz, nämlich "DragonFly" zählt zu den substituierten Phenethylaminen bzw. Amphetaminen. Es ist ebenfalls psychoaktiv.

Was nun ursächlich die beklagten Wirkungen ausgelöst hat, lässt sich nicht eindeutig klären, beide Substanzen einzeln oder die Kombination aus beiden kommen dafür infrage.


Die Klärung dieses Hintergrundes scheint mir wichtig, um das Verhalten und die Verantwortung des im Prozeß Angeklagten korrekt einzuordnen. zum Beitrag »
[23.11.2017, 09:15:02]
Gerhard Leinz 
Gute Pressepolitik 
Die Zahnärzte waren die ersten die gegen die Kostendämpfung im Gesundheitswesen "aufstanden". Dann haben Sie gemerkt, das es besser ist auf
Kostenbeteiligung der Pat. (beim Zahnersatz) zu setzen. Die gesetzlichen Krankenkassen geben trotzdem immerhin ca. 12 Milliarden für die Zahnmedizin aus, ca 40 M Milliarden für den "Anhang der Zähne", für die gesamte ambulante Kassenärztliche Medizin. Wie ist da die Verhältnismäßigkeit? Die eigentlich interessante Frag ist:
Was kommt dabei heraus? (betrieblicher Überschuss) Bei welcher durchschnittlichen Arbeitszeit? Diese Zahlen verschweigt die zahnärztliche Lobby. zum Beitrag »
[23.11.2017, 09:09:03]
Dr. Hartwig Raeder 
Klage vor dem Sozialgericht 
Auf Anraten der KVWL habe ich diesbezüglich die KVWL vor dem Sozialgericht Dortmund verklagt. Allein die von mir bezahlten Gerichtgebühren übertreffen meinen finanziellen Vorteil um ein Vielfaches. Hautsächlich liegt der finanzielle Vorteil im Falle meines Obsiegens bei der Beklagten und nicht beim Kläger. Allein das bist wohl fast einmalig. Die KV und ich wollen Rechtssicherheit. Nur deswegen meine Klage. Ich habe dort vier Beispiele angegeben.

1. Der Patient will von mir im Fahrdienst telephonisch bestätigt haben, dass er die von seinem Arzt verordneten Schmerzmittel einnehmen darf.
2. Das Altenheim möchte von mir telephonisch eine Erlaubnis für eine erhöhte Insulindosierung nach einem Kuchenexzess des Patienten an seinem Geburtstag.
3. Ich rufe den Patienten an und sage ihm, dass ich erst in einer Stunde bei ihm bin und dass er die Zeit bis dahin mit einer seiner Tabletten überbrücken soll.
4. Ich rufe den Patienten an, um ihm zu sagen, dass ich nicht kommen werde, weil er wegen eines akuten Herzinfarktes sofort die Telephonnummer 112 anrufen soll.

Der Grund für das Nichtbezahlen der telephonischen Beratung im Fahrdienst ohne vorherigen Kontakt mit dem Patienten beruht nicht auf einer Gesetzesänderung. Die telephonische Beratung war schon immer verboten, wurde aber bezahlt. In der Erwiderung schreibt die KV, es geben keine Gleichheit im Unrecht. Hintergrund der Nichtbezahlung ist wohl das Verbot der gewünschten Telemedizin. Man will eine Gesetzesänderung.
Interessierte bitte ich um Kontaktaufnahme mit mir. praxis-raeder at gmx zum Beitrag »
[23.11.2017, 07:53:44]
Dr. Franz J. Linnenbaum 
Mehr fällt dem Autor also nicht ein 
Kurz gesagt: Alle konservativ orthopädischen Maßnahmen für die Therapie der Arthrose werden abqualifiziert. nur Gewichtsreduction und Kräftigung der Kniestreckerb sind sinnvoll. Eine dauerhafte Gewichtsreduktion deutlcih übergewichtiger Patienten ist jedenfalls unwahrscheinlichlicher als ein Placeboeffekt ärztlicher Therapie. Und die Empfehlung, einseitig die Kniestrecker zu kräftigen und die anderen Kniestabilisatoren ausser Acht zu lassen zieut davon, dass man wenig Kenntnisse von der Materie hat und noch weniger Erfahrung. Es sieht schon so aus wie man sich gedacht hat: Auftragsarbeit des Klinikchefs an den Assistenzarzt, eine Publikation zu verfertigen, die letztendlich nachweist, dass ausschließlich operative Ersatzmassnahmen sinnvoll, richtig, evidenzbasierten usw. sind. Schade, es ist nicht hilfreich, dieses Lied immer wieder zu wiederholen. zum Beitrag »
[22.11.2017, 22:36:08]
Dipl.-Med Peter Sturm 
Ärztehonorar 
Das Leben in strukturschwachen Regionen ist offenbar deutlich weniger lukrativ als im Ballungsraum, Stichpunkte Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangebote, Kultur, Verkehrsanbindung. Wenn man die Überversorgung in den Ballungsräumen abbauen und die Ärzte motivieren will, sich in strukturschwachen Regionen niederzulassen, dann geht das nur über das Honorar. Das müßte man an die Einwohnerzahl des Praxissitzes koppeln, so daß der Kollege im 300-Seelen-Dorf für die gleiche Arbeit deutlich(!!!) mehr Geld erhält als der Kollege in der City. Gleichzeitig muß man dafür sorgen, daß Praxen im überversorgten Gebiet nicht nachbesetzt und die zahlreichen Klinikambulanzen auf ein vertretbares Maß reduziert werden. Anders wird es auf Dauer nicht funktionieren. zum Beitrag »
[22.11.2017, 16:35:13]
Dieter Döring 
Impfen trotz allergischer Reaktion – Das müssen Ärzte beachten 
Wenn das alles beachtet wird lohnt sich das Impfen nicht mehr. zum Beitrag »
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