Leserkommentare [20776]

[14.10.2019, 14:53:50]
Dr.med. Jan Oude-Aost 
Nachteil mit Methode 
"Die sei durchaus ein gravierender struktureller Nachteil der Schulmedizin im Vergleich mit der Homöopathie."

Der Vorteil, den die Homöopathie hat, liegt nicht in ihrer "Struktur" begründet, sondern in den Bedingungen, die zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und Lobbyvereinen wie dem DZVhÄ geschaffen werden. Auch medizinische Interventionen profitieren davon, mit ausreichend Zeit erklärt zu werden. Diese Zeit wird der Homöopathie unnötigerweise gewährt (die spezifische Wirksamkeit ist unabhängig von der, mit der homöopathischen "Anamnese" verwendeten Zeit) und von allen Mitgliedern gezahlt.
Über den unkritischen Geist und die gefährlichen medizinischen Ideen, die u. a. auf Kongressen des DZVhÄ verbreitet werden (Impfskepsis, Homöopathie bei AIDS, Tumorerkrankungen, Akutem Abdomen usw) ist an anderer Stelle ausführlich berichtet worden.  zum Beitrag »
[13.10.2019, 21:59:08]
Dr. Heinrich Hümmer 
"...gesunder Menschenverstand": wer entscheidet darüber, wer ihn hat? Sie etwa? 
1)"...daß man nichts beweisen kann, was nicht vorhanden ist"

Da hab ich schon mal zweifel, ob das "gesunder Menschenverstand" ist(und fühle mich damit in Gesellschaft mit allen Physikern

2)"...Es ist ja auch gar nicht nötig, die Unwirksamkeit der Homöopathie zu beweisen."
Wenn alle POSITIVEN Studien-Ergebnisse hartnäckig geleugnet werden (sog. SEE: Skeptiker-Evidenz-Einäugigkeit), dann hilft ja nur noch die Beweisumkehr.

3)"...Eine Kostenübernahme durch Krankenkassen sollte es nach meiner Meinung grundsätzlich nicht mehr geben, auch wenn die Kosten möglicherweise relativ gering sind."

Wenn Sie´s wirklich ernst und ehrlich meinen würden (und nicht nur notdürftig kaschiertes Homöopathie-Bashing betreiben wollen), dann würden Sie erst mal bei den Antdepressiva anfangen, die eine wesentlich schlechtere Evidenz als die Homöopathie aufweisen und ein wesentlich höheres Kosten-Einspar-Potenzial besitzen.

https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/10/12/studienlage-zur-evidenz-der-homoopathie/
https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/10/10/38/
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[12.10.2019, 15:18:37]
Rene Hermanns 
Notfallsanitäter  
Worüber regen sich denn die Herrschaften der Berufsverbände auf? Ist es was neues das heilkundliche Maßnahmen durch uns NotSan durchgeführt werden? Es wird so dargestellt als wenn dies eine Ausnahme ist. In vielen Gebieten, gerade im ländlichen Bereichen ist es gang und gebe. Es ist ja jetzt nicht so als wenn wir etwas machen und wollen wovon wir keine Ahnung haben?! Die meisten ÄlRd haben die Maßnahmen die durch nichtärztliches Personal durchgeführt schon seit Jahren in SAAs festgelegt und die Mitarbeiter werden entsprehend ihrer Qualifikation (Rs,RA,NotSan)Zertifiziert. Vlt. sollte man anstatt ständig gegeneinander zu schießen sich lieber wieder darauf konzentrieren worauf es ankommt. Nämlich das der Patient die bestmögliche Behandlung bekommt. Miteinander statt gegeneinander. Niemand will den Notarzt ersetzen.  zum Beitrag »
[12.10.2019, 15:06:24]
Rene Hermanns 
Retten ohne StGB 
Es wird gerade in den Medien immer so getan als wenn es was ganz neues ist das heilkundliche Maßnahmen durch Notfallsanitäter durchgeführt werden. Wie viele meiner Kollegen und auch Notärzte bestätigen werden ist es doch mittlerweile Tagesgeschäft. Vielerorts haben ÄlRd schon durch SAA die Vorraussetzungen geschaffen das wir im Notfall im Rahmen unserer Kompetenz Hilfe leisten können. Nur ist das Dilemma dabei halt das wir keine Rechtssicherheit haben. Und das Problem wird ja nun hoffentlich beseitigt. Es geht sich nicht darum Notärzte ersetzen zu wollen. Aber ich kann doch erwarten das ich bei der Durchführung meiner Arbeit so wie man es von mir verlangt vernünftig abgesichert bin. Überall im europäischen Umland leisten Paramedics schon seit Jahrzehnten gute Arbeit, nur hier bei uns wird wieder so getan als wenn dadurch irgendjemand zu schaden kommt. Und ein Studium alleine oder ein Titel bedeutet nichts. Es gibt in jedem Berufsstand gute und schlechte Mitarbeiter. zum Beitrag »
[12.10.2019, 11:20:46]
Uwe Werner 
Rechtssicherheit  
Absolut richtig, jeder Notarzt kennt das,ist doch lange schon gelebte Praxis, Notfallmedizin ist Teamarbeit wie in der Klinik auch.Rechtsicherheit um mehr geht es ja nicht ..... es ist ja nicht nur der Stau , Schnee, Landrettung, einfach nur Regen und das Arzt freie Intervall ist schnell im kritischen Zeitfenster.... NFS lernen mittlerweile 3 Jahre ! Notfallmedizin ... auf der ganzen Welt funktioniert es,warum nicht in unserem Land.... absolut richtige Entscheidung. zum Beitrag »
[11.10.2019, 18:56:20]
Dr. Manfred Krüger 
Hömöopathie ist pseudowissentlich kaschierter Humbug und sonst nichts 
Der Australische Report ist nichts anderes als die Widerlegung der viel zitierten Aussage der Homöopathie-Kritiker, dass die Unwirksamkeit der Homöopathie wissenschaftlich belegt sei. Der Report gibt wichtige wissenschaftliche Belege, dass eher das Gegenteil der Fall ist“, resümiert Dr. Michaela Geiger, Erste Vorsitzende des DZVhÄ angesichts der Veröffentlichung.
Es ist ja auch gar nicht nötig, die Unwirksamkeit der Homöopathie zu beweisen.
Es wäre absolut ausreichend, die Wirksamkeit zu beweisen.
Wenn das gelingen würde, brauchte man keinen Beweis für die Unwirksamkeit. Allerdings sagt einem ja schon der gesunde Menschenverstand, daß man nichts beweisen kann, was nicht vorhanden ist.
Wer an diesen Hokuspokus glaubt, soll sich weiter von Ärzten, die diese Verfahren aus vermutlich rein pekuniären Gründen anbieten, abzocken lassen. Eine Kostenübernahme durch Krankenkassen sollte es nach meiner Meinung grundsätzlich nicht mehr geben, auch wenn die Kosten möglicherweise relativ gering sind. zum Beitrag »
[11.10.2019, 11:37:58]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Man(n) glaubt es nicht: Krankheitsprovozierende Übungen im Netz!  
Nur einige von vielen Beispielen auf

https://www.cosmopolitan.de/beckenbodengymnastik-mit-diesen-5-uebungen-trainierst-du-deine-beckenbodenmuskulatur-82893.html
"Fünf Beckenboden-Übungen, die dich stärken
Beckenboden-Übung 1: Pee Stop
Wir fangen gaaaaanz langsam an: Das nächste Mal, wenn du pinkeln musst, hältst du auf der Toilette kurz auf, zählst bis drei, und lässt dann wieder laufen...."

"Einsteiger-Übung 2: Halten Sie den Urinstrahl auf der Toilette kurz an. Danach den Urin weiterlaufen lassen. Dabei hilft es, die Pobacken zusammenzukneifen. Achtung: diese Übung nur verwenden, um erstmalig ein Gefühl für Ihre Beckenbodenmuskulatur zu entwickeln. Ein häufiges und mehrmaliges Unterbrechen des Harnstrahls kann einen verspannten (hypertonen) Beckenboden und eine Reizblase nach sich ziehen, so die Beckenboden-Expertin Landmesser." https://www.special-harninkontinenz.de/beckenbodentraining/

Beckenbodentraining - Alles Wichtige und Übungen für ...
https://sanubi.de/content/beckenbodentraining
"Eine einfache Methode um die Beckenbodenmuskulatur zu identifizieren ist es, beim Wasserlassen den Strahl zu unterbrechen. Denn hierfür sind die Beckenbodenmuskeln, genauer gesagt der PC-Muskel, verantwortlich."

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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[10.10.2019, 18:23:03]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Studie lachhaft - Krankenkassen haben strukturelle Milliarden-Überschüsse! 
1. Das ist keine Bertelsmann- sondern eine IGES-Prognose.

2. Offenkundig beherrscht man die Grundrechenarten nicht mehr.

3. Ein Anstiegs von 14,6 auf 16,9 bis 18,7 Prozent innerhalb von 21 Jahren bis 2040 bedeutet eine Steigerung um 0,12 bis 0,20 Prozent pro Jahr.

4. Wenn das eine desaströse Entwicklung sein soll, dürften im selben Zeitraum die Lohnsummen und die Beitragsbemessungsgrenzen nicht ansteigen.

5. Die Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hatten Ende 2018 zwei Milliarden Euro und Ende 2017 drei Milliarden Überschuss.

6. Ende 2018 betrugen die Rücklagen der GKV-Kassen insgesamt 21 Milliarden Euro.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM  zum Beitrag »
[10.10.2019, 17:32:19]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Danke an Denis Nößler für den klugen Kommentar zu den GKV-Finanzen!  
Es ist m.E. Alarmismus pur, wenn die Bertelsmann-Stiftung in einer Studie den GKV-Beitragssatz im Jahr 2040 zwischen 16,9 und 18,7 Prozent verortet.

Offensichtlich ist den Studienexperten vom IGES in Berlin, die nicht mal ihre eigene Abkürzung offiziell erklären können oder wollen, entgangen, dass derzeit der Beitragssatz bei 14,6 Prozent liegt. Für 2018 hatte das Bundesgesundheitsministerium für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einen Überschuss von zwei Milliarden Euro gemeldet, 2017 waren es drei Milliarden gewesen. Ende 2018 betrugen die Rücklagen der GKV-Kassen insgesamt 21 Milliarden Euro.

Eine Dramatik des Anstiegs von 14,6 auf 16,9 bis 18,7 Prozent innerhalb von 21 Jahren bis 2040 darlegen zu wollen, ist einfach nur schwachsinnig! Denn es bedeutet eine kaum messbare jährliche Steigerung um 0,12 bis 0,20 Prozent und würde voraussetzen, dass im selben Zeitraum die Lohnsummen und die Beitragsbemessungsgrenzen nicht mehr ansteigen bzw. die GKV-Finanzreserven nicht angetastet werden würden.

Da kann ich der Bertelmann-Stiftung und ihrem Berliner IGES-Institut nur empfehlen, sich mal auf die Grundrechenarten zu besinnen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[10.10.2019, 15:55:45]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Erneut senden ARTE/ARD "Fake News" über Cholesterin! 
Warum der deutsch-französische Sender "ARTE" diese und nächste Woche eine in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit bereits seit 2016 heftig kritisierte Sendung "Cholesterin - der große Bluff" gleich zweimal ausstrahlt, ist und bleibt ein völlig unseriöses Unterfangen.

Die ARD schreibt zur Ausstrahlung des Beitrags am "16.10.2019 10:00 Uhr
| Cholesterin, der große Bluff | Dokumentarfilm Frankreich 2016 | arte |
Die Theorie, dass zahlreiche Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf einen hohen Cholesterinspiegel zurückzuführen sind, ist im Laufe der letzten 50 Jahre zu einem regelrechten Dogma geworden. Nur wenige forschten in eine andere Richtung und stießen dabei schnell auf große Widerstände seitens der Pharma- und Lebensmittelindustrie. Mittlerweile mehren sich allerdings medizinische Studien, die der vorherrschenden Lehrmeinung widersprechen. Der Film nimmt diese Entwicklung und ihre Hintergründe genauer unter die Lupe.

In den 50er Jahren häuften sich in den USA Herzinfarkte, Tausende erlagen der neuen Volkskrankheit. Vor diesem Hintergrund veröffentlichte Ancel Keys, Physiologe an der Universität von Minnesota, 1953 eine Grafik, die einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Konsum gesättigter Fettsäuren und der Anzahl von Todesfällen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigte. Die Ursache war schnell gefunden: Cholesterin..." (Zitat Ende)
https://programm.ard.de/TV/arte/cholesterin--der-gro-e-bluff/eid_287242170041353

In manipulativer Absicht wird ein Wissenschaftler mit seiner Ansicht vor 66 (!) Jahren vorgeführt, der angeblich unser Wissen um Cholesterin angestoßen hätte. Als Kronzeuge wird ein weltweit isolierter, wissenschaftlich total umstrittener französischer Arzt und Forscher Dr. Michel de Lorgeril vom Centre national de la recherche scientifique (CNRS)der Université Joseph-Fourier in Grenoble als Kardiologe angeführt. Dieser spekuliert über die angeblich völlig fehlenden Beteiligungen von Cholesterin bei der Entstehung von Herz- und Hirn-Infarkten.

Im Zusammenhang mit der Sendung "Cholesterin, der große Bluff" auf ARTE hat der französische Kollege als Kardiologe über die angeblich völlig fehlenden Beteiligungen von Cholesterin bei der Entstehung von Herz- und Hirn-Infarkten als Kronzeuge berichtet. Er reiht sich damit in den naiven Empirismus und vorwissenschaftlichen Naturalismus der Heilpraktiker-Szene ein. Mit ideologischem Eifer verfolgt de Lorgeril geradezu besessen seine Außenseiter-Positionen und legt eine Fülle pseudowissenschaftlicher Publikationen vor.

Er zerschlägt nach eigenen Angaben den Cholesterol-Mythos, geißelt die missbräuchliche Verschreibung von Cholesterinsenkern und setzt dagegen auf mediterrane Lebens- und Ernährungs-Interventionen, körperliche Ertüchtigung, Omega 3 Fettsäuren, Immunitäts-fördernde Ernährung und Diabetes-Prävention.

Sein Buch: "DITES À VOTRE MÉDECIN QUE LE CHOLESTÉROL EST INNOCENT, IL VOUS SOIGNERA SANS MÉDICAMENT": "Sagen Sie Ihrem Hausarzt, das Cholesterin ist unschuldig, er kümmert sich um Sie ohne Medikament" und weiter: "N'ayez pas peur du cholestérol!" - "haben Sie keine Angst vor Cholesterin!" Im Text lautet es dann: "Un médecin et chercheur français, de renommée internationale pour ses travaux sur les maladies cardiovasculaires, analyse la théorie du cholestérol et montre qu'elle ne repose pas sur des fondements scientifiques et médicaux solides." Er spricht der Cholesterin-Theorie ein solides wissenschaftliches und medizinisches Fundament ab.

"Les maladies cardiovasculaires accablent les sociétés occidentales depuis 50 ans; elles représentent aujourd’hui près de 35% des décès en France et beaucoup plus dans d’autres pays. Le cholestérol étant considéré comme le principal accusé, voilà près de 50 ans qu’on lui mène une guerre sans répit à tel point qu’aujourd’hui une terrible angoisse s’abat sur celui ou celle qui découvre qu’il a un taux de cholestérol élevé.
Or la théorie selon laquelle il vaut mieux avoir un cholestérol le plus bas possible pour éviter de mourir d’une maladie cardiovasculaire ne repose sur rien. Et Michel de Lorgeril le démontre de manière rigoureuse. «Abaisser son taux de cholestérol n’apporte aucune garantie de diminuer son risque de mourir d'une crise cardiaque ou d’avoir une meilleure espérance de vie», dit-il."

Als Quintessenz behauptet er: "Die Senkung des Cholesterin-Spiegels erbringt keine Garantie, das Sterberisiko bei einer kardialen Krise zu senken oder Hoffnung auf eine bessere Lebenserwartung zu bekommen."

Es folgen die üblichen Vorwürfe der langjährig angeblich unnötigen Anti-Cholesterin Medikamenten-Einnahmen, der Generierung von Pharmaindustrie-Profiten und der astronomischen Kosten für die Krankenversicherung: "Dans ces conditions, rien ne justifie que des millions de Français consomment à longueur d’année des médicaments anti-cholestérol. Car cette obsession du cholestérol conduit également à un problème économique: en même temps qu’elle génère des profits considérables pour l’industrie pharmaceutique, elle induit des coûts astronomiques pour l’Assurance maladie."

Gipfel der medizinisch-wissenschaftlichen Verschwörungstheorien von Dr. Michel de Lorgeril ist der Parallelvergleich zwischen infektiologischen Schutzimpfungen mit PCSK-9 Injektionen bei Patienten mit Hochrisiko-Faktoren auf seinem Blog http://michel.delorgeril.info
mit dem speziellen Thema
http://michel.delorgeril.info/cholesterol/vaccins-connections

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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