Leserkommentare [17584]

[28.07.2017, 11:17:33]
Josef Kirchner 
Legalize it! 
Die Wirksamkeit und Verträglichkeit der Cannabinoide ist seit Jahrhunderten bekannt. Seit Jahrzehnten ist auch bekannt, dass alle schulmedizinischen hochwirksamen Analgetika durchaus beachtliche Risiken und Nebenwirkungen haben. Es ist schließlich Aufgabe von uns als Ärzte, dafür zu sorgen, dass die Gesamtlebensqualität unserer Patienten möglichst gut wird. Alle Länder, die bisher den Schritt zur Legalisierung der Cannabinoide getan haben, scheinen ja keine nennenswerten Schäden für die Volksgesundheit zu sehen. Die Cannabinoide sollten wir in aller Ruhe und Gelassenheit erproben um dann eine Nutzenabwägung herzustellen. Auch Opium hat über die Jahrhunderte Einzug in die Schulmedizin gefunden. zum Beitrag »
[27.07.2017, 15:58:20]
Thomas Georg Schätzler 
Auch wenn die Ärzte Zeitung... 
nur ungern Kommentare veröffentlicht, die sich evtl. gegen andere Kommentatoren richten könnten, muss ich hier jedoch um journalistische Fairness bitten.

Denn Detlef Brendel ist nicht nur Autor von: "Die Zucker-Lüge", erschienen im Ludwig Verlag,
https://www.randomhouse.de/.../Detlef-Brendel/Ludwig/e489063.rhd
sondern auch studierter Kommunikationsforscher. Er arbeitet heute als Wirtschaftspublizist und leitet eine Presseagentur".

Von daher sind seine Statements als außerordentlich Medizin-, Nosologie-, Kausalitäts- und Versorgungsforschungs-fremd einzustufen. "Das Kartell der Ahnungslosen – Mediziner verbrüdern sich mit Foodwatch" ist populistische Irreführung und "bei der DDG sollte man wissen, dass Zucker nicht die Krankheit Zucker initiiert" schlicht und ergreifend Unfug.

Die wirtschaftspolitische Selbstdarstellung des "Meinungsunternehmens" Detlef Brendel ist ebenso selbst entlarvend:
"In der öffentlichen Wahrnehmung präsentiert sich das Kartellamt als Hüter des Wettbewerbs und Bewahrer der Verbraucherinteressen. Für die Unternehmen können die Millionenstrafen und der öffentliche Pranger, die im Verdachtsfalle drohen, das Ende der wirtschaftlichen Existenz bedeuten.
Detlef Brendel analysiert das inquisitorische Handeln einer Behörde, das eine funktionierende Wirtschaft in wichtigen Segmenten gefährdet. Mit drei Unternehmern, Alfred T. Ritter (Ritter Sport), Wolfgang Fritsch-Albert (Westfalen AG) und Friedrich Neukirch (Klosterfrau Healthcare Group), diskutiert er über die Praxis des Bundeskartellamts und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft." Zitiert nach
http://pressebuero-brendel.com/

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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[27.07.2017, 15:34:11]
Cordula Molz 
Die Lobby... 
Ohne Eingriffe wird die Lebensmittelindustrie niemals freiwillig Änderungen vornehmen. Es ist nicht anders als bei der Tabakindustrie.
Was allerdings als ungesund bezeichnet wird, ist noch zu diskutieren. Allerdings: in einem gebe ich meinem Vorrezensenten Recht:
Saubere Recherche lohnt. Dann bekommt man sehr schnell raus, dass sich Diabetes und Übergewicht mitnichten so einfach auf Genetik und die Bilanz von Ernährung und Bewegung zurückführen lässt, sondern sehr viel auf hormonelle Zusammenhänge, die nicht in einem kurzen Beitrag erläutert werden können. Diese Erkenntnisse sind nicht neu und mit etwas Recherche frei verfügbar nachzulesen. Aus ersthaften Quellen.
Die gesündeste Variante ist unter anderem die radikale Abkehr von industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln. Durchaus machbar. zum Beitrag »
[27.07.2017, 14:19:00]
Cordula Molz 
Die Lobby... 
Ohne Eingriffe wird die Lebensmittelindustrie niemals freiwillig Änderungen vornehmen. Es ist nicht anders als bei der Tabakindustrie.
Was allerdings als ungesund bezeichnet wird, ist noch zu diskutieren. Allerdings: in einem gebe ich meinem Vorrezensenten Recht:
Saubere Recherche lohnt. Dann bekommt man sehr schnell raus, dass sich Diabetes und Übergewicht mitnichten so einfach auf Genetik und die Bilanz von Ernährung und Bewegung zurückführen lässt, sondern sehr viel auf hormonelle Zusammenhänge, die nicht in einem kurzen Beitrag erläutert werden können. Diese Erkenntnisse sind nicht neu und mit etwas Recherche frei verfügbar nachzulesen. Aus ersthaften Quellen.
Die gesündeste Variante ist unter anderem die radikale Abkehr von industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln. Durchaus machbar. zum Beitrag »
[27.07.2017, 11:38:19]
Detlef Brendel 
Das Kartell der Ahnungslosen – Mediziner verbrüdern sich mit Foodwatch 

Bei Foodwatch dürften die Biokorken aus den Flaschen mit veganem Sekt geflogen sein. Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. (BVKJ) sowie die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) geben sich als Propagandisten eines offenen Briefes der Skandalisierungs-Truppe an die Bundeskanzlerin her. Wieder einmal werden paternalistische Eingriffe in die Ernährung und die Lebensmittelwirtschaft gefordert. Staatlich verordnete Rezepturen und Dirigismus von der Ampel über Werbeverbote bis zur Strafsteuer sollen eine Zwangsernährung generieren, die alle Menschen angeblich gesünder macht. Wissenschaftliche Belege für eine solche Ernährung gibt es nicht. Zwei doch eigentlich seriös anmutende Institutionen verbrüdern sich mit einem als NGO agierenden Unternehmen, das mit aggressiven Angriffen auf Wirtschaft und Politik das Einkommen seiner Akteure verdient.

Bei der DDG sollte man wissen, dass Zucker nicht die Krankheit Zucker initiiert. Diabetes mellitus hat komplexe Ursachen von der Genetik bis zu einem bewegungsarmen Lebensstil. Kein ernsthafter Ernährungsforscher würde einzelne Lebensmittel in gut und schlecht oder gesund und krank machend einteilen. Im Brief an die Kanzlerin sprechen die Foodwatch-Ideologen von ausgewogenen Lebensmitteln. Die unausgewogene Kartoffel käme also ebenso auf den Index wie das Brot oder der Quark. Nicht die einzelnen Lebensmittel, sondern die Ernährungsweisen insgesamt können und sollen ausgewogen sein. Und dann ist für ein gesundes Körpergewicht, wo immer das individuell liegen mag, die Balance des Lebensstils, also die Relation zwischen Ernährung und körperlicher Aktivität, entscheidend. Hier liegt das eigentliche Problem. Ein roter Ampelpunkt auf einer Müslipackung wird nichts bringen außer einer Verunsicherung der Verbraucher. Wer gemütlich mit der Playstation auf dem Sofa sitzt und diszipliniert Nahrung mit grünen Punkten in sich hineinschaufelt, wird sich beim Gang zur Waage wundern.

Dr. Thomas Fischbach, Präsident des BVKJ, biegt sich seine Argumente passend. Niveau und Ernsthaftigkeit bleiben dabei auf der Strecke. „Wenn ein Kind zu dick ist, bewegt es sich weniger.“ Hier werden Ursache und Wirkung vertauscht. Wenn ein Kind sich zu wenig bewegt, weil es nur noch virtuell unterwegs ist, wird es zu dick. So wäre es richtig und sinnvoll. Nach eigenem Bekunden sieht Fischbach in seiner Praxis bei den Kindern ständig durch Zucker-Konsum bedingte schwarze, faule Zähne. Welche Patienten hat der Mann? Nach der im August 2016 von der Bundeszahnärztekammer und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung publizierten Mundgesundheitsstudie sind 81,3 Prozent der 12-jährigen Kinder, die angeblich vor dem Zucker zu schützen sind, vollkommen kariesfrei. Während der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts hatten 12-jährige Kinder in Deutschland durchschnittlich sieben kariöse Zähne. Welche dramatischen Konsequenzen hatte seither der Zuckerverzehr? Heute sind es durchschnittlich 0,7 kariöse Zähne.

Und nicht zuletzt bei den immer wieder zitierten Empfehlungen der WHO zum Zucker-Verzehr sollte die Politik sensibel sein. Saubere Recherche lohnt. Für ihre im Jahr 2015 gegebene Empfehlung zum Zucker-Verzehr im Hinblick auf das angeblich gesunde Gewicht hat die WHO zwei japanische Karies-Studien aus dem Jahr 1946 als Begründung geliefert. Mit seriöser Wissenschaft hat das wenig zu tun.

Wer als Mediziner den offenen Brief an die Kanzlerin unterschreibt, dokumentiert damit wenig Verständnis für die Komplexität von Ernährung und Lebensstil, für die Bedeutung evidenzbasierter Studien und nicht zuletzt für notwendige Freiheiten in einer demokratischen Gesellschaft. Er macht sich dagegen zum Handlanger der Organisation Foodwatch, deren Interesse die Skandalisierung durch Kampagnen ist, die weder auf Fakten Rücksicht nehmen noch eine verantwortungsvolle Aufklärung der Verbraucher bei der Gestaltung ihres Lebensstils intendieren.

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[27.07.2017, 11:33:10]
Simone Hübner 
Anschließende Weiterbildung nach Studium unbedingt notwendig 
Herr Heiser, das ist doch genau der Grund, weshalb darauf gedrängt wird, dass demnächst ein Entwurf mit sozialrechtlichen Regelungen folgt. Die zweite Phase, nämlich die Weiterbildung mit Erwerb der Fachkunde, ist doch dann der entscheidende Teil des Ganzen.
Ihre letzen Kommentare, empfinde ich als sehr abwertend und wenig zielführend in der Diskussion.

S. H.
in Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin zum Beitrag »
[27.07.2017, 11:11:12]
Sigbert Scholz 
neues Gesetz ? 
@ Herr Heister....dem ist wirklich nichts mehr hinzuzufügen. Das entspricht auch ganz meinen Erfahrungen, zumal ich als Gutachter ganz oft die negativen Auswirkungen dieser "unärztlichen" Verfahrensweisen zu sehen bekomme. zum Beitrag »
[27.07.2017, 09:51:10]
Heiner Heister 
Dieses Gesetz darf so nicht kommen! 
Es handelt sich wesentlich um berufspolitische Vorstellungen aus der psychologischen Psychotherapeutenschaft, die im BMG platziert wurden.
Es sollen die Berufe des Psychologischen Psychotherapeuten und des Kinder- u. Jugendlichenpsychotherapeuten verschmolzen werden, ohne dass der Weg dorthin die Folgen wirklich zu Ende gedacht sind.
Der jetzt angedachte Studiengang würde, wenn er so realisiert würde, keine ausreichende Fachkunde vermitteln und dennoch zur Approbation führen.
Der Zuständigkeitsbereich des neuen nichtärztlichen Berufes würde auf den gesamten Bereich der Medizin ausgeweitet werden, inklusive der Medikamentenverordnung.
Es würde eine Parallelstruktur in den Händen dieses neuen nichtärztlichen Berufes entstehen, die sich neben und in Konkurrenz zu den bestehenden medizinischen Strukturen entwickeln würde.
Dieser neue Beruf kann nicht "Psychotherapeut" heißen, mangels Fachkunde, und nicht zuletzt, weil jeder psychotherapeutisch weitergebildete Arzt auch ein Psychotherapeut ist.
Es würde darauf hinauslaufen, dass die psychologische Psychotherapie, die bislang aus guten Gründen im Kontekt ärztlicher Gesamtverantwortung stand, ein kostenträchtiges und die Patientensicherheit gefährdendes Eigenleben entwickeln würde.
Wie im Übrigen die universitäre Ausbildungsstruktur aussehen soll, ist weitgehend ungewiss.
Es gibt die Dozenten nicht, die benötigt würden, es stehen die Strukturen und wirtschaftlichen Ressourcen nicht zur Verfügung.
Die Weiterentwicklung der psychotherapeutischen Ausbildung, getragen von ärztlichen, psychologischen und Kinder- u. Jugendlichenpsychotherapeuten könnte auch anders erfolgen, wie das vom BMG selbst in Auftrag gegebene Gutachten von Prof. Strauss 2009 gezeigt hat.
Was hier geschehen soll, ist der unevaluierte Versuch die Träumereien von Krankenhauspsychologen, führend Herr Munz, und ehemaligen Kostenerstattungspsychotherapeuten, führend Frau Lubisch, zu realisieren.
Dafür sollte das BMG sich eigentlich nicht hergeben.
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[26.07.2017, 16:43:35]
Rares Pintea 
Differenzierung notwendig 
Aus meiner Sicht werden in diesem Artikel Begriffe vermengt. Zuwanderung sollte nicht gleich mit Flüchtlingen gesetzt werden. Dass die Beiträge zu den Sozialkassen sich durch die hier lebenden EU-Ausländer an die der Einheimischen fast angeglichen haben war schon zirka ein Jahr vor der Flüchtlingskrise bekannt. Ursächlich ist hierfür war die massive Zuwanderung von osteuropäischen Akademiker (insbesondere Ärzte) nach Deutschland.

Es nicht sicher bekannt wie hoch der Grad von Beschäftigen und die Höhe und Kompatibilität der Ausbildung unter den Flüchtlingen ist. Ich persönlich glaube aber nicht dass wie in diesem Artikel suggeriert wird die Flüchtlingen die Rettung für die Sozialsysteme sind, eine kontrollierte bedarfsgesteuerte Zuwanderung von Fachkräften aber sehr wohl.  zum Beitrag »
[26.07.2017, 12:46:21]
Christian Knaup 
... und WER zahlt die Beiträge der Zuwanderer? 
... hat denn jemand auch einmal etwas weiter gedacht woher die Beiträge stammen, die eingezahlt werden?

Ich kann kaum glauben, dass dies aktuell und in naher Zukunft aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung der Zuwanderer erfolgt.

Wenig qualifizierte, oft körperlich belastende Berufe führen schnell in Arbeitsunfähigkeit oder sogar Frühverrentung. Posttraumatischen Belastungsstörungen und Depressionen sind auch bisweilen festzustellen.

Als Orthopäde bin ich täglich mit diesen Dingen konfrontiert. Mein Wissen ist nicht nur aus Tageszeitung, Onlinemedien und Fernsehbeiträgen.

Aber so lange die Wirtschaft kurzfristig Wachstum zeigt, können soziale Missstände ja ruhig außer Acht bleiben. Diesmal sind es die Kassen, die Mehreinnahmen und geringere Ausgaben erwarten.

Wie so oft intersssiert nur, dass Geld vorhanden ist; aber wo es herkommt, interessiert wenig.



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