Leserkommentare [18222]

[19.01.2018, 17:24:47]
Dr. Alfred Preisner 
Björn Steiger Stiftung wurde wegen Notrufsäulen gegründet 
Der Sohn von Björn Steiger erhielt nur deshalb keine schnelle Hilfe, weil damals keine Notrufsäulen auf der Autobahn waren, Handy gab es damals nicht. Das hat nichts mit der Einhaltung der Frist zu tun, weil die Rettungsleitstelle gar nicht verständigt werden konnte. Als Folge hat Björn Steiger seine Stiftung gegründet, die ursprünglich für die Installation von Notrufsäulen Geld gesammelt hat.

Das nun mit den Fristen zu verbinden ist schon ein seltsamer Gedankengang.

Überall Baustellen hier mit weiten Umleitungen, dazu dauert es oft mehr als 30 Minuten um einen Patienten überhaupt transportfähig zu versorgen, die Erstmassnahmen dauern auch.

Die Björn Steiger Stiftung vergisst ihre ursprüngliche Gründung ( Notrufsäulen, weil der Sohn des Gründers keine zur Verfügung hatte). Jetzt gibt es Mobilfunk und die Stiftung wäre überflüssig, also positioniert man sich ungefragt neu.

 zum Beitrag »
[19.01.2018, 11:13:15]
Dr. Karlheinz Bayer 
der Reformdruck behindert den Sachverstand 

Allen Unkenrufen zum Trotz: Baden-Württemberg schneidet gut ab im Vergleich zum Rest der Republik.
Die Björn-Steiger-Stiftung hat Landkarten veröffentlicht mit grünen, roten und grau-blauen Bereichen*).Grau-Blau heißt, es liegen nicht einmal Daten vor. Rot heißt, die Notfallrettung hat sich verschlechtert, und Grün, sie sei besser geworden. Betrachtet man diese Karte z.B. für 2016, ist Baden-Württemberg neben Thüringen das einzige überwiegend grüne Bundesland.
Bayern ist zu 80% rot. In Berlin und München liegen keine Daten vor, ebenso wie in NRW, Hessen oder Rheinland Pfalz.
Hannover, Hamburg, Kiel oder Leipzig sind rote Bereiche.

In Berlin gibt es eine eigene Hilfsfristklasse B, mit 15 tolerierten Minuten in Randbereichen mit geringer Bevölkerungsdichte, während die "Schutzklasse A" mit 8 Minuten nur für die dicht besiedelten Zentren gilt, wo Krankenhäuser und Notarztstandorte praktisch an jeder Straßenecke liegen.

Was also ist in unserem Flächenland so, daß man von einem "REFORMDRUCK" redet? Oder anders ausgedrückt, wer steckt hinter dieser Aktion, denn es ist eine Aktion? Cui bono? Abträglich ist es in jedem Fall für die Rettungssanitäter und Notärzte.

Lösungsansätze, wie man die Quadratur des Kreises doch schaffen könnte, gab es einige. So wird immer wieder der Hubschraubereinsatz hochgelobt. Die Hilfsfristen haben die Hubschrauber nicht verbessert. In der Regel sind die landgestützten Rettungsfahrzeuge Minuten vor dem Hubschrauber vor Ort. Außerdem können Hubschrauber nicht überall landen und nicht bei jedem Wetter und jeder Tages-und Nachzeit fliegen, weswegen typischerweise zunächst ein Transport mit dem Rettungswagen vom Unfall- oder Schadensort bis zum Hubschrauber erfolgt. Der einzige echte Vorteil des Hubschraubers liegtr darin, daß der Transport zur Klinik kürzer ausfällt als der Transport auf der Straße - aber darum geht es in dieser debatte nicht.
Es geht auch nicht um die Qualität des Notarztwesens und nicht um die Effizienz, sonder allein um die Einhaltung von kaum einhaltbaren Hilfsfristen.

Dr. Karlheinz Bayer, Landarzt und Leitender Notarzt im Ortenaukreis


*) https://www.steiger-stiftung.de/run?gclid=EAIaIQobChMI4P--4MDj2AIV7rvtCh3COQZXEAAYASAAEgKUCvD_BwE zum Beitrag »
[19.01.2018, 11:09:47]
Dr. Doria Zierer 
Pflegekraft-Mangel in der ambulanten Pflege 
Mehr als 2 Millionen Patienten der Pflegeversicherung werden ambulant zu Hause von ihren Angehörigen versorgt. Die Angehörigen erhalten genau so viel Pflegegeld wie die 800.000 Pflegebedürftigen, die in Pflegeeinrichtungen von Kapitalgesellschaften versorgt werden, also weniger als die Hälfte pro Pflegebedürftigem. Hier ist das Ausbeutungspotential des Staates bzw der Pflegekassen besonders groß, da es keine Lobby für die Pflegenden gibt. Die einzige Möglichkeit ist die Bundestagswahl, 2 Millionen pflegebedürftige Wählerstimmen + 4 Millionen Angehörige sind 6 Millionen Wählerstimmen – Protestwähler. Ein Ergebnis dieser Protest-Wahl hat sich in der Bundestagswahl-2017 abgebildet. Weiter so, liebe Politiker, die Opposition freut sich. zum Beitrag »
[19.01.2018, 10:57:34]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Generation "Ahnungslosigkeit" auch bei den Gesundheitsforschern selbst? 
Im "Stada Gesundheitsreport" 2017 ist belegbar, dass es mit der "Health Literacy" der Gesundheitsforscher selbst in punkto Krankheitswissen nicht weit her sein kann.

Ich zitiere:

- "Geschlechtskrankheiten: Das Wissensdefizit in diesem Bereich ist alarmierend. 85 Prozent der Teilnehmer wissen nicht, dass ungeschützter Sex sowohl HIV, Syphilis als auch HPV übertragen kann. Lediglich 54 Prozent nutzen immer ein Kondom, wenn sie mit einem neuen Partner schlafen."
Dabei wurde von den Interviewern eine entscheidende Geschlechtskrankheit übersehen: Die Gonorrhoe (Tripper) ist die häufigste, sexuell übertragbare Krankheit.

- "Ärzte: 30 Prozent der Befragten wissen nicht, dass ein Gynäkologe hauptsächlich Frauen behandelt. 31 Prozent glauben fälschlicherweise, dass nur Männer zum Urologen gehen dürfen. Dass ein Orthopäde auch Organschäden behandelt, denken irrtümlicherweise 18 Prozent der Studien-Teilnehmer."
Orthopäden sind u.a. zuständig für Untersuchung, Diagnostik, Abklärung, Ursachen, Folgen und Therapien von osteoporotischen, rheumatischen und anderen osteologischen Systemkrankheiten mit begleitenden Organschäden.

- "Gesundheitssystem: Rund 25 Prozent der jungen Erwachsenen glauben noch an die Praxisgebühr. 35 Prozent der Befragten haben keine Ahnung, dass Hausärzte von den Krankenkassen pro Patient bezahlt werden. Darüber, dass sich Krankenkassen auch aus den Beiträgen ihrer Versicherten finanzieren, sind sich nur 62 Prozent der Teilnehmer im Klaren."
Haus- und Fachärzte werden als Vertrags-Ärztinnen und -Ärzte der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nur und ausschließlich von den Kassenärztlichen Vereinigungen in einem überwiegend an Pauschalen orientierten System bezahlt und eben nicht direkt durch die Krankenkassen.

Aber da hätte man ja einen fragen müssen, der sich damit auskennt.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Zitate aus:
https://www.stada.de/presse-public-relations/pressemitteilungen/detailansicht/news/detail/News/stada-gesundheitsreport-2017-jungen-erwachsenen-fehlt-es-an-gesundheitsbildung.html zum Beitrag »
[19.01.2018, 10:32:44]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Kleine Anmerkungen zum Impf-Bild in der Ärzte Zeitung 
1. Nein, eine Restluft muss nicht aus der Spritze herausgedrückt werden.
2. Produktionstechnisch bedingt; Spritzeninhalt entleert sich über die Kanüle.
3. Sterile Schutzkappe bleibt bis unmittelbar vor Injektion auf der Kanüle.
4. Einmalkanülen müssen im Gegensatz zu früher nicht visuell überprüft werden.
5. Eher die Mindesthaltbarkeit als den Impfstoff selbst visuell kontrollieren.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
 zum Beitrag »
[19.01.2018, 09:47:04]
Dr. Jürgen Schmidt 
Die juristische Debatte muss eigentlch eine honorarpolitische sein. 
Um in einem Rechtsstaat die Beachtung des Rechts durchzusetzen, bedarf es eines kollektiven und einheitlichen Rechtsempfindens der Bürger, das auf juristische Spitzfindigkeiten verzichtet.
Anderenfalls kommt es zu schwer verständlichen formalistischen Sachverhalten und Urteilen. In der richterlichen Spruchpraxis zu streitigen Angelegenheiten ist es üblich und geboten, dass der Richter sich mit dem „Lebenssachverhalt“ vertraut macht, den die anspruchserhebende Partei vorträgt.
Ob ein Arzt diesem Anspruch durch die Vorlage einiger Schriftstücke und Anwesenheitsnachweise genügt, könnte nach dem allgemeinen Rechtsempfinden eine formaljuristische Auslegung sein, die – sagen wir es schonend – in einem Spannungsverhältnis zur Wirklichkeit steht. Wirklichkeitsfremd wäre jedoch die Auflage, Reinigungsarbeiten einfacher Laborgeräte zu überwachen, ebenso wie Wartungsarbeiten an Analyseautomaten, wenn gleich aus verschiedenen Gründen.

Auf die Erfüllung einfachster Ansprüche an das Personal dürfte sich der delegierende Arzt verlassen können, wenn er Gelegenheit hat und nimmt, die Zuverlässigkeit zu beurteilen. Dies wird das Mitglied einer Laborgemeinschaft in der Regel nicht können. An der Einstellung, der Prüfung der Qualifikation nimmt er nicht teil und kann sich bei den Stipvisiten in den Laborräumen allenfalls einen oberflächlichen Eindruck verschaffen. Es muss nicht erörtert werden, dass der Arzt keine Möglichkeit hat, in den Wartungsprozess eines Laborautomaten einzugreifen. In diesem Bereich wird keine persönliche ärztliche Kontrolle ausgeübt, auch nicht durch die Beurteilung der Ergebnisse und der Qualitätssicherungsmaßnahmen. Nachholende Plausibilitätskontrollen etwa unterscheiden sich nicht nach Leistungen, die „persönlich“ erbracht oder fremdbezogen wurden.

In das Tableau zu beurteilender Schritte in der Laboranalytik, das den Lebenssachverhalt abbildet, fließen unterschiedlichste Abschnitte ein, die sich bereits der Übersicht, geschweige denn einer differenzierten juristischen Beurteilung weitgehend entziehen. Die ergangene höchstrichterliche Beurteilung wird möglicherweise (!) durch die GOÄ Reform geändert. Dann aber hat sich die getroffene Regelung erneut an einem kollektiven und einheitlichen Rechtsempfinden zu messen.

Zum Vergleich möchte ich in das private Baurecht verführen. Ob ein Mangel dem ausführenden Gewerk oder dem überwachungspflichtigen Architekten anzurechnen ist, stellt eine häufige Frage dar, bei der die Zuordnung der Verantwortung die entscheidende Rolle spielt. Hier wird in der Spruchpraxis der Gerichte u.a. zwischen Planungsfehlern, Überwachungsfehlern, verschärften Überwachungspflichten unterschieden und solchen, bei denen weder eine persönliche Überwachung noch Anwesenheitspflicht gefordert wird und sich der grundsätzlich überwachungspflichtige Architekt auf die Zuverlässigkeit des Gewerkes verlassen darf. In diesem Rechtsbereich erfolgt die Prüfung des Lebenssachverhaltes nach differenzierten Grundsätzen, die in einer umfangreichen Rechtssprechung beispielhaft und überprüfbar beurteilt und allgemein als bewährt anerkannt und auch für Laien und deren Rechtsempfinden verständlich sind.

Die künstlich hochgezüchtete Frage der persönlichen Leistungserbringung in der Laboranalytik hängt mit einer Überwertung der Technik und deren Honorierung zusammen. Der Arzt, der den Laborbefund einzuordnen und - davon abhängig - weitere diagnostische und therapeutische Maßnahmen zu treffen hat, also nicht nur die Bewertung der postanalytischen Phase, kommt entschieden zu kurz.
Letztlich ist also die auf das Teilproblem der persönlichen ärztlichen Leistungserbringung abgelenkte Problematik das Ergebnis einer falschen und ungerechten Honorarpolitik. Dies sollten jene bedenken, die über einen neue GOÄ verhandeln.
 zum Beitrag »
[19.01.2018, 09:24:01]
Kurt Göpel 
Pflegemangel 
Was Pflegemangel bedeutet, sieht man im folgenden Fall: Patientin zeigte nach Hüft-Op massive Hypotonie, die mit Flüssigkeitszufuhr zu bekämpfen versucht wurde. Ursache: Blutverlust intraoperativ,sicher, aber trotz Hypotonie wurde das Antihypertensivum weiter gegeben! Mangelnde Kommunikation infolge Personalmangels! zum Beitrag »
[19.01.2018, 09:23:52]
Dr. Erik Luyckx 
Kosten Softwarewartung 
Eine Orthopädenpraxis zahlt bereits jetzt monatlich locker über 500 Euro für Softwarewartungsverträge. Nur bei entsprechende Digitalisierungszuschläge der Krankenversicherung können diese Kosten geschultert werden. ( nicht berücksichtigd würden Schulungs- und Hardwarekosten sowie Technikerleistungen ! ) Praxisverwaltungsprogramm, lokale Betreuer, Archivprogramm, RöntgenRIS,Internetanschluß und demnächst auch die Wartung des "sicheren" Zugang. zum Beitrag »
[19.01.2018, 09:01:30]
Dr. Ulrich Stuber 
Nur im Südwesten??? 
Nur im Südwesten???
Mal genauer nachschauen anderswo!!!
Dr.Stuber zum Beitrag »
[18.01.2018, 19:12:37]
Dr. Doria Zierer 
Viel Unwissenheit über Hände-Desinfektionsmittel in Fachkreisen 
In der Regel werden diese „Medizinprodukte“, nämlich Hände-Desinfektionsmittel, von Kosmetikerinnen verkauft, mit rudimentären Kenntnissen über die chemischen Bestandteile, wichtigstes Verkaufsargument: riecht gut. Das ist nun völlig verblödet, weil die vorhandenen Duftstoffe, wie Benzylester, auf der Haut unter Sonneneinstrahlung allergene Radikale bilden, die zu Hautallergien führen können. Eine gründliche Hände-Waschung mit Seife nach dem Ausgang wäscht 99,9% der Bakterien, Pilze und Viren von der Haut der Hände, ein Zusatz von 0,5% Zitronensäure neutralisiert Noro-Viren, Empfehlungen des RKI zur Hände-Desinfektion, und alles ganz preisgünstig. Bei Personen im Haushalt, die gesundheitlich geschwächt sind, ist eine zusätzliche Händedesinfektion mit einem „wirksamen“ Hände-Desinfektionsmittel durchaus sinnvoll, auf der Basis von 80% Ethanol oder einem Gemisch aus Isopropanolen. Mit diesen Desinfektionsstoffen gibt es keine Allergien! Weitere Zusätze in dem Hände-Desinfektionsmittel, wie zB Duftstoffe, Quartäre Ammoniumbasen, Harnstoff, Glyzerin, Panthenol, oder andere langkettige Alkohole sind nicht nur sinnentleert, sondern untergräbt die bakterizide und viruzide Wirksamkeit des Hände-Desinfektionsmittel, und fördert Haut-Allergien und Atemwegserkrankungen (RKI-Empfehlung). Da diese Durft/ Zusatzstoffe – ohne geringste biozide Wirkung – als Rückstand auf der Hände-Haut verbleiben - können Mikroben im Rückstand überleben.
 zum Beitrag »
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10vor