Leserkommentare [19672]

[11.12.2018, 14:18:40]
Anna Maria Bracher 
Im Ernst! Darauf hat die Welt gewartet. 
Ich kann Herrn Dr. Siebel nur zustimmen.
Ein paar ergänzende Anmerkungen:
Gewichtszunahme der Vergleichsgruppe um Weihnachten rum in vier Monaten 370g, pro Jahr ein Kilo - heißt besonders hohe Zunahme zur Weihnachtszeit (das geben die Zahlen her)?
Zweitens: Gewichtsabnahme der Interventionsgruppe 130g.
Ich kenne natürlich nicht die Wiegebedingungen, aber da muß man schon sehr genau unter sehr eng definierten Bedingungen wiegen und es muß die Frage erlaubt sein, ob soviel Disziplin auch der monatlichen Wiegeaktion geschuldet ist. Ist angedacht, dass um Weihnachten rum alle Leute mehrmals zum Wiegen einladen werden sollen?
Ich nehme an, dass die Formulierung "6000 Kalorien konsumiert - dreimal mehr als die empfohlene Tageszufuhr" nur ein Übersetzungsfehler ist, denn 1500 (Kilo-)!kalorien wäre doch ein bisschen wenig als empfohlene Tageszufuhr für Erwachsene. Möglicherweise ist dreimal so viel (nämlich 3x2000) gemeint?
Ich denke, die Entscheidungsträger im Gesundheitswesen haben viele wichtige Aufgaben, ob die praktische Umsetzung obiger Studie dazu gehört??? zum Beitrag »
[11.12.2018, 13:52:57]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Das kann man so nicht stehen lassen! 
Wer gar nicht als GKV-"Vertragsärztin", sondern als reine "Privatärztin“ niedergelassen ist, die kann nicht "in ihrer Kritik den Hausärzteverband hinter sich" haben. Denn der Deutsche Hausärzteverband (HÄV) vertritt mit seiner "Hausarzt-zentrierten Versorgung" (HzV) dezidiert nur vertragsärztlich in der GKV tätige Haus- und Familien-Ärztinnen und -Ärzte.

Allerdings teile ich die Ansicht, dass am Point-of-Care (PoC) der quantitative CRP-Test in der Praxis kostendeckend möglich sein muss. Der nach dem Kliniker-zentrierten Vorgehen im „Antibiotic Stewardship – rationaler Einsatz von Antibiotika in der Praxis“ geforderte Procalcitonin-Test erfordert ein O-III-Präsenzlabor, ist für niedergelassene Vertragsärzte nicht praktikabel und rechnet sich schlussendlich nur für die Laborärzte.

Die Position: "Bei der Pharmakotherapie stehen bei Linke pflanzliche Arzneien ganz oben auf der Liste – nach dem Motto „Phytos first“. Dabei setzt die Hausärztin ausschließlich auf evidenzbasierte Phytotherapeutika mit in Placebo-kontrollierten Studien belegter Wirksamkeit, wie Sinupret® oder Bronchipret®. Diese Präparate werden zudem auch in Leitlinien empfohlen (AWMF Registernummer 020 – 003 und 053 – 012)" ist so nicht haltbar.

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DEGIM) und HÄV können die nicht Evidenz-basierten Leitlinien AWMF Registernummer 020 – 003 und 053 – 012 ausdrücklich nicht unterstützen!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Vgl. auch den ÄZ-Artikel und meinen Kommentar
https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/erkaeltungskrankheiten/article/976298/leitlinie-schnupfen-erfolgreich-bekaempft.html?sh=1&h=159676598#comment
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[11.12.2018, 12:52:09]
Dr. Stefan Graf 
Ach was? 
Ich kann mich Herrn Dr. Siebel nur voll und ganz anschließen. Diese 10 ultimativen Tipps werden gepredigt, seit es die Gewichtsproblematik gibt. Und sie gelten unabhängig von Weihnachten oder Ostern das ganz Jahr über. Und 370Gramm Zu- bzw. 130Gramm Gewichtsabnahme liegen im Bereich der tagesaktuellen Schwankungen. Eine Studie für das "Weihnachtsloch" zum Beitrag »
[11.12.2018, 12:26:20]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Tier-Rechte erhöhen, verringert Menschen-Rechte!  
Ein klassischer moralisch-ethischer Zielkonflikt und selbst erlebt: Taucht bei angemessener Geschwindigkeit im Dunkel eines frühen Dezemberabends ein stattlicher Hirsch am Walchensee in Bayern direkt vor meinem Fahrzeug auf, darf ich dann, um dieses Tier zu schonen, in die Gegenfahrbahn hineinfahren, und damit eine Mutter, die mit ihren 2 Kinder zum Abendbrot nach Hause fährt, tödlich verletzen?

Um mich selbst aus purem Eigennutz vor einem für mich und das Tier u. U. tödlichen Aufprall zu retten? Ich habe mich instinktiv für eine Vollbremsung in meiner Spur mit ABS-Unterstützung bei feuchter Fahrbahn entschieden, und der Hirsch verschwand in seinem Waldgebiet.

Würde ich heute oder in naher Zukunft in einem selbstfahrenden Tesla sitzen, könnte die Computer-Steuerung überhaupt erkennen und unterscheiden, ob ein tierisches Hindernis oder eine menschliche Fahradfahrerin meinen Weg kreuzt? Müsste da nicht erst ein gesamtgesellschaftlicher Diskurs unter moralisch-ethischen, utilitaristischen oder pragmatisch-hedonistischen Aspekten als Entscheidungs-Software-Entwicklung bei derartigen Grenzfragen stattfinden?

Meine persönliche Entscheidung: Menschenschutz geht vor Tierschutz, Jung geht vor Alt, und "Frauen und Kinder zuerst"! Es ist m. E. absurd, beim Ausweichen vor "Pferd, Hund, Katze, Maus" sich selbst, die eigene Familie und unbeteiligte Dritte mit riskanten Fahrmanövern auch nur gefährden zu wollen.

Fanatisch-fundamentalistisch orientierter Tierschutz blendet unsere rechtlich-juristisch konsentierten  Sicherheits-Bedürfnisse aus. Pharmazeutika-, Kosmetika-, Bekleidungs-, Essen-/Trinken-/Nahrungs-/Genuss- und Hilfsmittel- bzw. medizinisch-prozedurale und -interventionelle Sicherheitsbedürfnisse lassen sich ohne  prioritäre begrenzte und geregelte Tierversuche nicht befriedigen.

Und selbstverständlich sind im Sinne des humanistischen Kant'schen "kategorischen Imperativs" auch seine "Kritik der reinen Vernunft", die "Kritik der praktischen Vernunft" und die "Kritik der Urteilskraft" zu berücksichtigen. 

Wer will, dass Krankheiten geheilt, gelindert oder palliativ beherrscht werden, dass Krankheitsbewältigung, Lebensqualität, sozio-ökonomische Teilhabefähigkeit und Grundrechte auf Leben, Entfaltung der Persönlichkeit, Teilhabe am gesamtgesellschaftlichen Fortschritt bzw. bio-psycho-sozial-ökologische Unversehrtheit erhalten bleiben, muss in begründeten Fällen den Vorrang der Menschen-Rechte vor den Tier-Rechten erklären. Ohne Tierversuche als angemessene Risiko-Menschen-Lebensversicherungen geht es m. E. nicht!

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[11.12.2018, 11:44:25]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"Counterweight-Plus" in Deutschland kontraproduktiv? 
"Filling the intervention gap: service evaluation of an intensive nonsurgical weight management programme for severe and complex obesity" von L. McCombie et al.
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/jhn.12611
ist durchaus beeindruckend.

Aber es fehlt eine Kontrollgruppe z. B. mit bariatrischer Chirurgie und/oder mit SGLT-2-Hemmer- bzw. GLP-1 Rezeptor-Agonisten- Therapie.

Im Einzelfall eines 74-jährigen Patienten mit 20-jähriger Typ-2-Diabetes-Dauer und 146 kg Ausgangsgewicht wird berichtet: „Mit Hilfe eines Ernährungsberaters esse ich wieder normal und habe bereits neun Monate das reduzierte Gewicht von 92 kg gehalten“. Das bedeutet eine Gewichtsreduktion von 39 % vom Ausgangsgewicht dank multimodaler, interdisziplinärer Intervention, Begleitung, Assessment und Kooperation.

In Deutschland fern jeglicher Versorgungsrealität, da weder Krankenversicherungen, GKV-Kassen- und KV/KBV-Bürokratien noch eine beständig krankheitsverleugnende "Gesundheits"-Politik Verantwortung für Stoffwechsel-Patienten zeigen oder Richtlinienkompetenzen beweisen wollen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[11.12.2018, 10:29:53]
Dr. Stephan Voß 
Falsche Überschrift 
Korrekt hätten Sie schreiben soll: Wie man OHNE Plätzchen und Gans den Kilos trotzt. Denn die sagenhaften "Tipps" der "Wissenschaftlerinnen" verbieten genau dies: das Fett (Plätzchen und Gans), den Zucker (Plätzchen).  zum Beitrag »
[11.12.2018, 09:35:43]
Dr. Christian Siebel 
völlig neue Erkenntnisse 
...man muß also auf die Kalorienzufuhr achten und sich ausreichend bewegen...?
Wer hätte das gedacht, das war so bislang ja nirgends zu lesen! zum Beitrag »
[10.12.2018, 15:14:06]
Dr. Wolfgang Albrecht 
Voraussetzung wäre dann auch ein Ausbau von DSL und Glasfaser auf dem Land.
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[10.12.2018, 14:33:30]
Rolf Kauke 
"Der Sinn erschliesst sich nicht?" 
...nur damit ich es richtig verstehe: Die Telematik-Infrastruktur, ein ganz wesentlicher Baustein der zukünftigen Gesundheitsversorgung, wird seit, Moment, 15 Jahren vorbereitet. Und da wird tatsächlich ärztlicherseits argumentiert, dass sich den Ärzten "der Sinn nicht erschließe"? Mit Verlaub: Möchten Sie den Fortschritt solange behindern, bis per Dekret alles zwangsweise kommt (wir sind da jetzt nur in einer Art Vorstufe...)? Diese Haltung ist ein Armutszeugnis. Schade, ich dachte wir wären in D inzwischen wenigstens in den Grundhaltungen etwas weiter. Aber da hatte ich einige Ärzte wohl nicht auf dem Schirm. Als ewiger Optimist hoffe ich mal, dass das nur eine kleine Minderheit ist. zum Beitrag »
[10.12.2018, 12:53:44]
Dr. Christoph Luyken 
nicht in die richtige Richtung 
Die Quote für die Einserabiturienten auszuweiten, ist m.E. der falsche Weg, genau der, von dem wir doch eigentlich wegkommen wollen.
Vorerfahrungen zu berücksichtigen ist sehr gut, die Beschränkung auf Rettungssanitäter jedoch sinnlos, denn die Notfallmedizin ist nur eine von vielen anderen Fachrichtungen!
Empathie ist sicherlich die Qualität, auf die es am meisten ankommt - in den meisten Fachrichtungen.
Natürlich spielen auch andere Kriterien eine Rolle. Man wird also mit einem Mix verschiedener Auswahlkriterien leben müssen, solange die Anzahl der Studienplätze so krass unter dem Bedarf liegt. Allerdings ist die Wartezeit immer noch besser als irgendwelche fragwürdige Kriterien.  zum Beitrag »
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