Leserkommentare [19308]

[23.09.2018, 15:48:33]
Dr. Yasir Diek 
TI: 
Von vielen Kollegen höre ich vom Chaos in den Praxen seit Einführung der TI., deshalb würde ich vorerst einen finanziellen Verlust von 1% und mehr hinnehmen, damit ich mich auf die richtige Arbeit in meiner Praxis konzentrieren kann.  zum Beitrag »
[23.09.2018, 13:05:26]
Halina Burzynski 
Patienten „Tsunami „ 
Der Übeltäter ist „Die brummende Wirtschaft„selbst!
.Teilkrankschreibung ist Unsinn.
Der Patient ist entweder Gesund oder Krank.Ein „bisschen schwanger „gibt es nicht.
Es gibt schon Hamburger Model und das funktioniert gut.Nicht mal so fähiger Gesundheitsminister kann „Tsunami“ nicht stoppen, ohne Die Arbeitsbedingungen bei den Menschen zu verbessern.IN BERLIN WARTEN DIE PATIENTEN WOCHENENLANG auf einen Termin beim Psychiater.Mfg.H.Burzynski zum Beitrag »
[22.09.2018, 11:28:55]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Wir werden an der Nase herumgeführt!  
Versuchen Sie mal, im Internet die Höhe der vertragsärztlichen bzw. vertragspsychotherapeutischen Gesamtvergütung herauszufinden?
Sämtliche Vertragspartner oder Aufsichtsbehörden bis zum Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium hüllen sich in Schweigen bzw. drucksen nur herum.

Die Grundlagen
"Fokus: Vergü­tung ärzt­li­cher Leis­tungen
Die jähr­li­chen Hono­rar­ver­hand­lungen für Ärzte verlaufen in mehreren Stufen. Zunächst wird auf Bundes­ebene der Preis und die Menge verhan­delt. Auf Landes­ebene werden anschlie­ßend regio­nale Beson­der­heiten berück­sich­tigt.
Die Grundlagen der Weiterentwicklung der Honorare von niedergelassenen Ärzten verhandeln auf Bundesebene der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Dabei sollen laut Gesetz Vorgaben zur Anpassung des sog. Orientierungswertes (Preiskomponente) und Empfehlungen zur morbiditätsbedingte Veränderungsrate (Mengenkomponente) beschlossen werden. Die morbiditätsbedingte Veränderungsrate setzt sich aus den diagnosebedingten und demografischen Veränderungsraten zusammen und wird regional nach Gewichtung ermittelt."
https://www.gkv-spitzenverband.de/presse/themen/verguetung_aerztlicher_leistungen/s_thema_aerzteverguetung.jsp

Der GKV-Spitzenverband hat jetzt die Höhe der Gesamtvergütung durch ein zusätzliches Detail verraten, indem er unter
"Fokus: Vergütung ärztlicher Leistungen..." einen Rückschluss erlaubte:
"Hono­rar­ver­hand­lungen für 2019
Am 21. August 2018 hat der Erweiterte Bewertungsausschuss über die Weiterentwicklung der Vergütung niedergelassener Ärzte im Jahr 2019 entschieden. In der Gesamtsumme steigt die Vergütung der Ärzte und Psychotherapeuten im Jahr 2019 voraussichtlich um 1,23 Mrd. Euro bzw. 3,1 Prozent. Diese Summe gliedert sich wie folgt auf:

Der Orientierungswert („Preis“) steigt im kommenden Jahr um 1,58 %, was insgesamt 550 Millionen Euro entspricht.
Die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung steigt aufgrund der Morbiditätsveränderung um 80 Millionen Euro.
Für extrabudgetäre Leistungen, wie beispielsweise Vorsorgeuntersuchungen, wird mit einem Plus in Höhe von 400 Millionen Euro gerechnet.
Aufgrund der weiterhin steigenden Versichertenzahl erhöht sich die von den Krankenkassen zu leistende Vergütung voraussichtlich um weitere 200 Millionen Euro." (Zitat Ende)
Quelle:
https://www.gkv-spitzenverband.de/presse/themen/verguetung_aerztlicher_leistungen/s_thema_aerzteverguetung.jsp

Aus der Höhe der Vergütungssteigerung und deren Prozentangabe errechnet sich eine Gesamtvergütung unserer vertrags-ärztlichen bzw. vertrags-psychotherapeutischen Leistungen in Höhe von knapp 39,7 Milliarden Euro als Gesamtheit unserer Praxisumsätze (exakt 39.677.419.355,00 €).

Was uns die KBV dann mit Ihren 70 bis 80 Millionen Euro mehr als ein Plus von 0,6 Prozent, das für den steigenden Behandlungsbedarf in die Versorgung als zusätzlicher Praxisumsatz für ca. 140.000 Vertrags-Ärzte und -Psychotherapeuten einfließen soll, sagen will, bleibt ihr Geheimnis. Ein Verhandlungserfolg ist das keinesfalls, denn die Kosten (EDV-IT-eGK-Konnektor-Anbindung, Lohn-, Sachkosten etc.) laufen uns davon.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »
[21.09.2018, 17:58:20]
Dr. Wolfram Benoist 
RLV im Saarland 
Bei uns im Saarland muss man sich einfach nur das in den letzten 5 Jahren zugeteilte Regelleistungsvolumen anschauen und dann weiß man, dass man sich den obigen Artikel und die Veränderungsraten "schenken" kann. Das RLV ist bis auf die letzte Stelle vor dem Komma gleich geblieben. zum Beitrag »
[21.09.2018, 14:15:59]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Bedaure, Kollege Ulrich Weigelt, ... 
da muss ich Ihnen energisch widersprechen!

Digitalisierung bedeutet, dass wir nicht mehr m i t unseren Patientinnen kommunizieren und interagieren, sondern nur noch relevante Daten, komplexe Befunde und notwendige Bürokratie-Inhalte ü b e r sie dokumentieren und kommunizieren.

Wenn Sie nur einen kurzen, letzten Satz: "Die Intuition, die fünf Sinne und der Händedruck lassen sich nicht digitalisieren" für unsere eigentlichen professionellen ärztlichen Tätigkeiten übrig haben, ist mir das zu wenig.

Zur Intuition gehört Erfahrungen, Umsicht, Empathie und eine nicht nur im psychoanalytischen Sinne "freischwebende Aufmerksamkeit".

Die fünf Sinne sind sicherlich:
- Hören, die auditive Wahrnehmung mit den Ohren (Gehör)
- Riechen, die olfaktorische Wahrnehmung mit der Nase (Geruch)
- Schmecken, die gustatorische Wahrnehmung mit der Zunge (Geschmack)
- Sehen, die visuelle Wahrnehmung mit den Augen („Gesichtsempfindung“)
- Tasten, die taktile Wahrnehmung mit der Haut (Gefühl).

Hinzutreten aber auch nicht nur beim Patienten
- Temperatursinn, Thermorezeption
- Schmerzempfindung, Nozizeption
- Vestibulärer Sinn, Gleichgewichtssinn
- Körperempfindung (oder Tiefensensibilität), Propriozeption
Nach: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sinn_(Wahrnehmung)

Auf einen möglicherweise "kühlen" Händedruck kann getrost verzichten werden. Ein aufmunterndes Lächeln, eine positive Grundhaltung, ein Hilfsangebot,  das Versprechen, auch weiterhin da zu sein, oder auch, einen Hausbesuch, eine Sterbebegleitung anzubieten, diese Versprechen sind gerade in einer digitalisierten, durchökonomisierten Welt durch nichts zu ersetzen.

Wir Haus- und Familienärztinnen und -ärzte sollten uns durch diese allgegenwärtige Digitalisierungs-Welle nicht weiter deformiert lassen.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[21.09.2018, 10:41:02]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"Vieles richtig gemacht", d'accord... 
aber musste man dann ein unverständliches und nirgendwo erklärtes Akronym KiGGS wählen?

"Mit der KiGGS-Basiserhebung – damals noch „Kinder- und Jugendgesundheitssurvey“ genannt – hat das Robert Koch-Institut [RKI] von Mai 2003 bis Mai 2006 umfassende Daten zur Gesundheit der in Deutschland lebenden Kinder und Jugendlichen bis 17 Jahre gesammelt", schreibt das RKI selbst: https://www.kiggs-studie.de/deutsch/studie/kiggs-basiserhebung.html
Aber auch in der englischen Fassung bleibt KiGGS unerklärt.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund


 zum Beitrag »
[21.09.2018, 10:31:26]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Schwarze Ernährungspädagogik mit dem Holzhammer? 
Danke an den Diabetes-Experten Prof. Dr. med. Stephan Martin für seine Devise: "Erst Denken, dann Handeln"!

In grandioser Selbstüberschätzung, illusionärer Verkennung und ideologischer Verblendung hat z. B. "foodwatch - die essensretter" gemeinsam mit anderen selbsternannten "Ernährungs- und Gesundheits-ExpertInnen" zum 17.8.2018 eine Kampagne gestartet:

"Die EU will aus gesundheitlichen Gründen keine gezuckerte Schulmilch mehr fördern. Doch einige Bundesländer hebeln das aus: Sie haben extra Ausnahmegenehmigungen geschaffen, um gezuckerte Schulmilch weiter fördern zu können! Dabei ist der Zuckerkonsum von Kindern sowieso schon zu hoch und eine Ursache von Übergewicht. Aktuell sind 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen übergewichtig. Es ist absurd, in dieser Situation mit Steuergeldern dafür zu sorgen, dass Schulkinder vormittags eine zusätzliche Zuckerration zu sich nehmen. Unser Protest zeigt bereits Wirkung: Hessen hat direkt zugesagt, die Subvention zu stoppen! Fordern sie jetzt Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen auf, diesem Beispiel zu folgen!"

1. Selbstüberschätzung, weil foodwatch und andere "Gesundheitsapostel" nicht die Richtlinien der Ernährungspolitik sozusagen im Handstreich alleine bestimmen können.

2. Illusionäre Verkennung, weil "gezuckerte Schulmilch" nichts anderes als der seit Jahrzehnten übliche Schul-Kakao ist, der ungezuckert gar nicht genießbar wäre. "Gezuckerte Schulmilch" oder "Zuckermilch" wurde an Schulen noch nie abgegeben!

3. Ideologische Verblendung, weil etwa 50 Prozent aller Kinder in der Primarstufe ohne Frühstück in die Schule geschickt werden. Die brauchen dringend ab der 1. Pause Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett, wobei schnell verwertbare Kohlenhydrate wie Zucker in adäquaten Mengen durch Kakao in idealer Weise auch den Gehirn-Stoffwechsel erreichen, anregen und stabilisieren. Apodiktisch: "Die Abgabe zuckerhaltiger Getränke in Kita und Schulen soll unterbunden werden" zu fordern, ohne die reale Ernährungssituation von Kindern zu analysieren, ist populistisch und fahrlässig zugleich.

Erfreulicherweise hat die Ärzte Zeitung bisher noch nicht über die irregeleiteten "foodwatch - die essensretter" Aktivitäten berichtet.

Nach der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KIGGS) des Robert Koch-Instituts (RKI) sind 15 Prozent der Kinder zwischen drei und 17 Jahren übergewichtig, 6,3 Prozent adipös... Als wesentliche Ursache gilt Fehlernährung. Nach dem KiGGS-Modul zur Ernährung trinken sechs- bis elfjährige Kinder doppelt so viele Süßgetränke und verzehren halb so wenig Obst und Gemüse wie vom Forschungsinstitut für Kinderernährung empfohlen. Bereits 2013 habe das RKI auf das "hohe Präventionspotenzial bezüglich des Konsums zuckerhaltiger Getränke insbesondere für Kinder und Jugendliche" hingewiesen.

Ohne dass die RKI-Autoren dies berücksichtigt hätten, geht aus der KIGGS-Studie des RKI aber auch hervor, dass immerhin 78,7 Prozent der Kinder zwischen drei und 17 Jahren normgewichtig sind. Ein nicht unerheblicher Teil davon ist jedoch mangel- und unterernährt. Und genau für diese bzw. die insgesamt 78,7 Prozent Normgewichtigen ist die Schulspeisung mit angemessen gezuckertem Schulkakao genau das Richtige.

Bei genauerem Nachdenken fällt damit die "foodwatch-essensretter"Kampagne gegen Schulkakao wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Oder sind das etwa die Strategen, die sich bei Starbucks immer den Latte Macchiato laktosefrei mit Sojamilch nebst glutenfreiem, Fairtrade-Schoko-Muffin aus Hirse und Buchweizen bestellen bzw. mit Erythrit oder Stevia süßen, damit die Fertig-Karamell-Sauce über der Sahnehaube noch intensiver schmeckt?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
 zum Beitrag »
[21.09.2018, 09:20:55]
Dipl.-Med Doris Reis 
Schönreden hilft nicht 
Sehr geehrter Herr Spahn,

Sie leben im Wolkenkuckusheim! Pflegekräfte haben hunderte Mehrarbeitsstunden bereits jetzt auf ihrem Konto mit geringer Aussicht diese reduzieren zu können. Sie sind ausgezehrt, gesundheitlich angeschlagen und nicht mehr fähig mehr zu leisten. An diesem "Schönreden" der Probleme von politischen Vertretern, die seit vielen Jahren eine dramatische Verschlechterung verkennen, wird deutlich, weswegen die Umfragewerte für die etablierten Parteien sinken. Probleme werden regelmäßig theoretisiert und mit unwirklichen Ideen verschönert. Politik löst keine Probleme mehr! Ihr "Wolkenkuckusheim" ist auf dem Weg zu platzen- und damit Platz zu geben für extreme Gruppierungen. Sie tragen die Verantwortung dafür!

Freundliche und hoffnungsvolle Grüße
D. Reis zum Beitrag »
[20.09.2018, 18:14:41]
Mustafa Ertürk 
Pflegekräfte 
Sehr geehrte Damen und Herren,
diese Mehrarbeit haben bis 2013 die freiberuflichen Pflegekräfte in den stationären Bereichen geleistet. Bis die Regierung diese pauschal als Scheinselbständig eingestuft hat und jetzt die Zeitarbeitslobby unsere Versicherungsbeiträge als gewinn verbuchen können. Wenn die Pflegeberufe anerkannt werden sollen, muss dieser Beruf zu den freien Berufen gehören wie alle anderen Gesundheitsberufe.
Der Pflegenotstand der Kliniken wird durch die Dienstleistung der Zeitarbeitsfirmen verschlimmert. Auf Kosten der Pflege werden andere Pflegefremde Stellen geschaffen und diese bezahlen wir Versicherte mit.
Seit 2013 boomt die Zeitarbeit in der Pflege.

Mit freundlichen Grüssen
Mustafa Ertürk
Moers,20.09.2018 zum Beitrag »
[20.09.2018, 10:37:41]
Anne C. Leber 
Leserzuschrift von Sigrun Stoellger 
Sie vermuten in Ihrem Artikel, dass das Klima in Arztpraxen offenbar dazu beitrage, dass es weniger AU Zeiten gäbe. Das finde ich sehr sportlich. Niedergelassene Ärzte sind selbstständig und wenn sie nicht arbeiten, verdienen sie auch kein Geld. In Mehrfachpraxen kann das noch aufgefangen werden von Kollegen, aber eben nicht in Einzelpraxen. Ebenso beim Personal, meist nicht gut besetzt und schlecht bezahlt, bleibt die Arbeit an den wenigen verbleibenden Kollegen hängen und da überlegt man sich doppelt, ob man hier eine AU anfordert.
Pflege und Krankenhausjobs sind sicherlich anstrengend. Keine Frage. Es gibt aber noch andere Faktoren, die da hinein spielen. Es ist etwas anderes, wenn eine enge persönliche Bindung und ein kleiner Personalpool besteht oder ein Schichtdienst mit wechselnden Kollegen. Da macht man sich eher weniger Gedanken, wer die Arbeit dann erledigt.
Gibt es auch Untersuchungen zu verbeamteten Staatsdienern und angestellten? Z.B. Lehrer?
Sigrun Stoellger
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