Leserkommentare [20639]

[13.09.2019, 18:52:01]
Hauke Gerlof 
Ausnahmeindikation für Nebenwirkungskontrollen wäre angezeigt 
Zu dem Beitrag über die Einordnung der PrEP-Diagnostik erreichte uns folgender ergänzender Leserbrief vom Vorsitzenden der Akkreditierten Labore in der Medizin ALM e.V.:

Ein großes Lob an die Redaktion, dass Sie das aktuelle Thema aufgenommen hat und einen Beitrag dazu leistet, die noch immer zu spürende Verunsicherung der Ärzteschaft im Umgang mit der Laborreform vom April 2018 abzubauen.

Die wohl als Basis für den ebenfalls sehr zu begrüßenden Beschluss zur Etablierung der PrEP im EBM geltende Deutsch-Österreichische S2k-Leitlinie zur HIV-PrEP vom Mai 2018 (AWMFL: 055-008) wurde nicht ganz vollständig umgesetzt. Das betrifft beispielsweise die Empfehlungen zur HIV-Serologie nach Beendigung der PrEP sowie die Empfehlungen zur begleitenden Diagnostik von STI wie Lues und Gonorrhoe.

Ebenfalls nicht vollständig berücksichtigt sind die mit Laboruntersuchungen zu überprüfenden Nebenwirkungsprofile der eingesetzten Medikamente. Neben der im Artikel genannten Überprüfung der Nierenfunktion durch Bestimmung von Kreatinin wären bei klinischen Verdachtsmomenten sehr wohl Phosphat in Serum/Urin sowie der Urin-Teststreifen anzuwenden und zudem auch der Lipidstoffwechsel, die Blutglukose sowie das Blutbild.

Insbesondere die in der Fachinformation der empfohlenen Medikamente genannten Nebenwirkungskontrollen mit Laboruntersuchungen sollten im Rahmen einer neuen Ausnahmeindikation von der Anrechnung auf den Wirtschaftlichkeitsbonus ausgenommen werden. Das würde im Idealfall generell für alle Arzneimittel gelten, bei denen durch die Hersteller in den jeweiligen Fachinformationen Laboruntersuchungen vor, während oder nach der Gabe empfohlen werden. Diese als medizinisch notwendig anzusehenden Laboruntersuchungen sollten grundsätzlich extrabudgetär vergütet werden. Sie sind nicht seitens der Vertragsärzteschaft in der ohnehin sehr begrenzten MGV als stetig steigende Leistungsmenge zu verantworten. Entsprechende Vorschläge liegen dem GKV-SV sowie der KBV vor.
Dr. Michael Müller
1. Vorsitzender
ALM e.V. - Akkreditierte Labore in der Medizin

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[09.09.2019, 14:53:56]
Harald Hensel 
Tympanometrie 
Dass es seit Jahrzehnten schon Tympanometer gibt, die mit einem einfachen und schnellen Verfahren genau klären können, ob das Mittelohr flüssigkeitsgefüllt ist, hat die Welt anscheinend vergessen. Trotzdem kann auch ein solches System nicht erkennen, ob ein Erguss viraler oder bakterieller Genese ist.  zum Beitrag »
[09.09.2019, 13:13:20]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Was versteht die WHO schon vom Leben, von Gesund- und Kranheit? 
Ich kann es mir bildhaft vorstellen: Da sitzen die Funktionäre der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in nach Feng-Shui ausgerichteten Büroräumen in Einheits-Beton-Büro-Silos der Metropolen dieser Welt und sinnieren über Pathophysiologien von Krankheiten nach, mit deren vermeintlich kausal-paralogischen Verhaltensmodifikationen und Therapien sie mal wieder ungefragt Millionen von Menschen vor ihrem sicheren Tod retten könnten.

Ist diesen weltfremd im Elfenbeinturm einer überbordenden "Gesundheits"-Bürokratie agierenden, permanent publizierenden Geisteswesen einfach entgangen, dass Menschen auch heftig schwitzen müssen: Wenn sie durch körperlich anstrengende Arbeit im Handwerk, am Bau, in der Produktion anstrengunbedingt Mineralstoffe verlieren, die nur durch erhöhten Salzkonsum ausgeglichen werden können?

Die Studienlage zu Kochsalzaufnahme,Hypertonie, Hypertensive Herzkrankheit, Herzinsuffizienz ist keineswegs so eindeutig, wie uns die WHO mit Klapprechner und PowerPoint Präsentation weiß machen möchte.

Selbst eine Substitution von Kochsalz mit weniger Natriumchlorid (NaCl) und mehr Kaliumchlorid (KCl) als Mischung von 75% NaCl und 25% KCl erbrachte nach einigen Monaten bei rund 2.400 in eine Studie eingeschlossen Personen, dass der systolische Blutdruck um 1,23 mm Hg, gesenkt wurde. Bei Hypertonikern sank der systolische Blutdruck im Durchschnitt um
1,92 mm Hg.
https://esc365.escardio.org/vgn-ext-templating/Congress/ESC-CONGRESS-2019/Hot-Line-Session-3/202175-salt-substitution-and-community-wide-reductions-in-blood-pressure-and-hypertension-incidence

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z.Zt. Ramatuelle/F)  zum Beitrag »
[09.09.2019, 10:56:55]
Dr. Hans-Werner Bertelsen 
Bis dato keinerlei Einschränkungen im Bereich Werbung 
Ärzte und Uni-Kinderkliniken für ein Alkohol-Werbeverbot im Sport:

www.bcgh.de zum Beitrag »
[09.09.2019, 09:09:22]
Günther Binnewies 
CONTRA 
Die infektiologische Versorgung liegt in D immer noch im Argen – keine FÄ f. Infektiologie; dort angezeigte Indikationen unterliegen häufig noch dem Zufallsprinzip!
Speziell bei A.69.2 kommen die „tollsten“ Therapien zustande – auch Antibiotika – aber nicht immer Standard.
UND die Diagnostik oder auch fehlende DD !!!!
Da sollte strukturell dringend etwas geschehen.
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[09.09.2019, 08:31:47]
Dr. Peter Schimmelpfennig 
Der nächste Schritt 
ist dann der smarte Arztersatz. Testung zunächst auf dem Land (besser das, als gar nichts), später dann auch in den Städten. zum Beitrag »
[06.09.2019, 17:03:19]
Rudolf Hege 
Wenn die SPD das will, muss sie Pflegeheime bauen... 
ansonsten gilt: Was sich nicht lohnt, wird nicht gemacht. So einfach ist das.

Der Staat zieht sich aus immer mehr Bereichen als Investor zurück, will aber den Privaten vorschreiben, was sie zu tun haben. Wer hat denn massenweise Wohnungen verscherbelt und privatisiert Kliniken? Und warum? Weil der Betrieb Geld kostet, das man lieber anderweitig ausgibt. zum Beitrag »
[06.09.2019, 12:16:38]
Claus F. Dieterle 
Ärztliche Berufsordnung und Monetik? 
Im diesem Zusammenhang möchte ich die ärztliche Berufsordnung in Erinnerung rufen und die Goldene Regel aus der Bibel, nämlich in Matthäus 7,12: "Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt...". zum Beitrag »
[06.09.2019, 10:19:26]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Keine falschen/vorgetäuschten AUs unterschreiben!  
Wenn die bayerische Kollegin ihrer Krankentagegeldversicherung mehrfach vollständige Arbeitsunfähigkeit vorgetäuscht hat, müsste sie aber auch mehrfach von anderen Kollegen/-innen irrtümlich krank geschrieben worden sein.

"Tatsächlich hatte sie aber gearbeitet oder war auf Reisen. Dadurch bezog sie Krankentagegeld an 255 Tagen, insgesamt gut 65.000 Euro."

Unbeschadet zusätzlicher zivilrechtlicher Schadenersatzansprüche ist ein Strafurteil mit Bewährungsstrafe von 22 Monaten wegen Versicherungsbetrug als relativ hoch anzusehen. Deshalb widerrief die Regierung von Oberbayern die Approbation. Die Ärztin sei „unwürdig“, diesen Beruf weiter auszuüben.

Dabei sollte nicht vernachlässigt werden, dass die "Kollegin" auch ihre unbeteiligten, sie krankschreibenden Ärzte mit in ihre Betrügereien hineingezogen hat.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z.Zt. Ramatuelle/F)  zum Beitrag »
[06.09.2019, 09:22:37]
Dr. Hans Michael Walter 
Absolutwerte 
Hier fehlen die Absolutwerte in Euro. Wie sonst erklärt sich, dass die Kostensteigerung der AOK für Ärzte (+1,4%) durch Verwaltungskosteneinsparung (-1,6%) scheinbar ausgeglichen wird, während die Steigerung bei den Impfkosten um 1/6 als Kostentreiber dargestellt wird. Steigerungsraten allein anzugeben ohne die Basis zu nennen ist letztlich nur eine Un-Information. Zu welchem Zweck? zum Beitrag »
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