Leserkommentare [19322]

[25.09.2018, 13:32:17]
Dr. Volker Thielmann 
das wollen wir doch unseren Patienten antun? 
Ein gefundenes Fressen für alle Krankenversicherungen, besonderes für die privaten Anbieter! Haben diese jetzt doch die Möglichkeit ,fern ab aller Datensicherheitsbeteuerungen, an die Diagnosen heranzukommen!! Die Vivy App bietet zudem wohl ungehindert Zugriff auf Mikrofon, Kamera und Standort! Ein Datensicherheits-GAU
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschutzdebatte-um-neue-Gesundheits-App-Vivy-4169288.html
https://www.borncity.com/blog/2018/09/20/datenschutz-gau-finger-weg-von-der-gesundheits-app-vivy/

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[25.09.2018, 12:49:42]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Hausarzt-Primär- und -Steuerungssysteme in der Politik verankert'?  
Trotz eminenter Bedeutung der hausärztlichen Allgemeinmedizin und öffentlich beschworener Versorgungslücken in Stadt und Land gibt es immer noch Widerstände gegen Praktika, Famulaturen und klinisch-ambulante Aus- bzw. Weiterbildung zum Haus- und Familien-Mediziner. Letztere müssen verstärkt gefördert und gefordert werden.

Auch die wohlmeinenden Beteuerungen unserer i.d.R. praxisfernen "Gesundheits- und Krankheits"-Politiker ändern daran wenig.

Fingerspitzengefühl, emotionale, soziale und praktische Intelligenz in der hausärztlichen Praxis schafft eine Balance von Solidarität, Selbstverantwortung und Subsidiarität: Ohne sozial Schwache, Kranke, Alte, Junge, Kinder, Erwachsene, Reiche, Arme, Kluge und weniger Kluge auszugrenzen oder in Existenzangst bzw. würdeloses Sterben zu treiben.

Abgestufte Versorgungsebenen sind nötig:
1. Präformiertes medizinisches Laienwissen in Schule und Ausbildung
2. Lotsenfunktion/Koordination durch Hausärzte als "Primärarzt"
3. allgemeinärztlich-internistisch-pädiatrische Grundversorgung
4. fachärztliche, spezialmedizinische, ambulante Fachversorgung
5. ambulante bis stationäre Stufendiagnostik
6. Therapie/Versorgung Beschwerde-, Situations- und Krankheits-adaptiert vom Kreiskrankenhaus bis zur Uniklinik."

Nur ein Beispiel für die fortbestehende, kontraproduktive Missachtung der Hausarztmedizin im zersplitterten Föderalismus: Die Medizinische Fakultät der Universität Würzburg besteht seit der Ernennung des Neumünster-Kapitulars und Arztes Jonas Adelwerth zum Dekan am 4. Januar 1582. Doch erst seit 2018 gibt es dort neben verschiedenen Fachbereichen einen eigenständigen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »
[25.09.2018, 10:46:19]
Dr. Peter M. Schweikert-Wehner 
Dr. Schweikert-Wehner 
Liebe Redaktion: bitte unterscheiden zwischen "freiverkäuflich" und OTC bzw. NON-RX.
Der Klarheit geschuldet: Punkte übersetze ich in 1-6
Zumindest 1,2 und 4 sind pharmakologische Effekte: Wenn es keine Laborwerte Veränderungen gäbe, würden sie nicht wirken: also alles wunderbar (bei Zimt bin ich aber skeptisch).
Punkt 6 spielt bei "normalem" Blutbild keine Rolle. Sollten Plasmaspiegel von Arzneistoffen gemessen werden ist die CYP-Hemmung durch Naringin und Bergamottin hier doch ein brauchbares Ergebnis und keine Fälschung von Laborwerten zum Beitrag »
[25.09.2018, 10:42:19]
Siegfried Hauswirth 
Auch Alte, Kranke und Kinder müssen nach dem Stand der Technik geschützt werden! 
Sicherlich ist es sehr schwierig herauszufinden, welche Dosis zu welchen Wirkungen führt, insbesondere, wenn man große Personengruppen betrachtet. Allerdings hat jeder Mensch ein Recht auf saubere Luft, soweit dies nach dem Stand der Technik möglich ist, um Risiken für seine Gesundheit zu senken. Insbesondere sollen durch die Einhaltung der Grenzwerte auch Risikogruppen, wie Asthmatiker, Menschen mit geschwächtem Immunsystem, wie Alte, Kinder und Kranke hinreichend geschützt werden. Den Verweis auf Raucher oder Bergarbeiter finde ich wenig zielführend, im Gegenteil, es wird von eigentlichen Problem abgelenkt ! zum Beitrag »
[25.09.2018, 09:14:31]
Dr. Joseph Kuhn 
Lobbybeiträge in der Ärztezeitung 
Ich finde es befremdlich, wenn sich die Ärztezeitung mit Begriffen wie "Dieselhysterie" und "Verteufelung des Dieselmotors" in die Fahrverbotsdebatte einschaltet und dazu noch auf Argumente von Herrn Diehm aus dessen Artikel in der Automobilwoche vom 21.9.2018 zurückgreift.

Warum Herr Diehm den Feinstaub in den Mittelpunkt seiner Kommentare stellt, erschließt sich ohnehin nicht. Seit einigen Jahren haben Dieselfahrzeuge Partikelfilter, so dass bei den neueren Fahrzeugen die Feinstaubemissionen nicht mehr das vorrangige Problem sind. Dafür sind ausgerechnet beim Feinstaub, anders als bei den Stickoxiden, die Gesundheitsrisiken völlig unstrittig. Und dass ausgerechnet ein Arzt die Gesundheitsrisiken des Rauchens zur Relativierung der Risiken von Dieselemissionen benutzt, will ich erst gar nicht kommentieren. zum Beitrag »
[25.09.2018, 07:41:38]
Gerhard Leinz 
Primat Therapie ! 
Der Psychotherapeutenmangel unterhält die beschriebenen Probleme. Psychotherapeutenmangel führt zu Fachkräftemangel. Das kann man am Beispiel der Studenten am besten deutlich machen. Darüber hinaus: ist es nicht unterlassene Hilfeleistung oder eine mittelbare Körperverletzung wenn Krankenkassen zunehmend die "Ersatzvornahme" ach dem SGB V § 13 (Kostenerstattung für außervertragliche Psychotherapie) blockieren? Führt das im Einzelfall nicht sogar zu Schadenersatzansprüche Betroffener gegen ihre (Psychotherapie ablehnende) Krankenkasse. Bedeutet dies nicht auch einen relevanten Schaden für alle (Ausfall von Beitragszahlungen durch Fachkräftemangel) Gesundheitsarbeiter, speziell für die Ärzte?? zum Beitrag »
[24.09.2018, 14:39:17]
Siegfried Hauswirth 
Dumme Patienten, Herr Hege ? 
Nicht die Ärzte, sondern Sie halten Patienten für dumm, wenn Sie behaupten, den Patienten sei es in der Regel ziemlich egal, ob eine Therapie nun "wissenschaftlich allgemein anerkannt" sei und ihr Kriterium sei, ob sie ihnen helfe. Wenn der Patient wüsste, dass in den meisten Studien ein Medikament nicht besser als ein Placebo wirkt, würde er ein anderes wählen, bei dem die Wirkung wissenschaftlich bestätigt wurde. Leider lässt man ihn aber im Unklaren! Um auf Ihren Vergleich mit dem Auto zurückzukommen: Es fährt, weil hier chemische und physikalische Prozesse ablaufen, die man sich zu Nutze macht. Wenn es nicht mehr fährt, geben Sie es zu einem Fachmann, der die Ursache prüft und den Mangel behebt und nicht zu jemanden, der in den Tank Benzin mit z.B. Benzol D30 hineinschüttet nach dem Motto "bei meinem Auto hat es immer geholfen". zum Beitrag »
[24.09.2018, 14:15:12]
Siegfried Hauswirth 
Behandlungsvielfalt 
Homöopathie ist keine Behandlung, weil sie wirkungslos ist. Als trägt sie auch nicht zur Behandlungsvielfalt bei. Es geht eher um Verdienstvielfalt, insbesondere, weil die Gewinnspanne für Zuckerkügelchen ohne Wirkstoffe enorm sein dürfte. zum Beitrag »
[24.09.2018, 13:32:21]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Das "Zubrot" reicht nicht mal für tägliche Butterbrote 
Das "kleine, aber feine Zubrot" von bundesdurchschnittlich angeblich 0,6 Prozent Praxisumsatz-Plus komme zu den knapp bemessenen 1,58 Prozent Plus beim Orientierungswert hinzu, so heißt es. Aber stimmt das auch?

Der Praxisumsatz wird aber auch von den n i c h t Orientierungswert-gebundenen Sonderleistungen geprägt, welche eben nicht angehoben wurden. Wenn dann noch die Regelleistungsvolumina (RLV) bei Haus- und Fachärzten unverändert bleiben bzw. ein lange erwarteter, neuer Facharzt-EBM seitens der KBV nochmals aufgeschoben wird, sind die Ergebnisse zwischen KBV und Spitzenverband Bund der GKV-Kassen keine "win-win" sondern eher "loose-loose" Situationen.

Die Gesamtvergütung unserer vertrags-ärztlichen bzw. vertrags-psychotherapeutischen Umsatzleistungen liegt bei knapp 40 Milliarden Euro. Da sind asymmetrisch verteilte 70 bis 80 Millionen Euro mehr bei ca. 140.000 Praxisinhabern eigentlich nur "peanuts". 536 € pro Jahr sind 1,47 € Umsatz pro Kalendertag: Davon kann man keine zusätzlichen Butterbrote für alle Mitarbeiter und Praxisinhaber schmieren.

Im Übrigen: Wenn der Orientierungswert im kommenden Jahr um 1,58 % steigt, was insgesamt 550 Millionen Euro entspricht, wie können dann ein Zubrot von 0,6 % laut KBV regional zu verteilende 70 bis 80 Millionen Euro bedeuten. 75 Millionen entsprechen nicht 0,6 Prozent, sondern lediglich 0,22 Prozent zusätzlich.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[24.09.2018, 13:18:35]
Dr. Christoph Luyken 
Nomenklaturproblem - "Yoghurt" sollte eine geschützte Bezeichnung werden! 
Ich empfehle oft Yoghurt - zur gesunden Ernährung aber auch gezielt zur Unterstützung der Darmflora z.B. nach Antibiotikagabe. Erst vor kurzem bin ich darauf gestoßen, daß die Patienten mich offenbar teilweise mißverstanden haben. Ich wäre nie darauf gekommen, daß viele Menschen unter "Joghurt" diese süßen Desserts verstehen!
Mein Vorschlag: Es sollte, am besten EU-weit, per Verordnung geregelt werden, daß die Bezeichnung "Yoghurt" nur für reine Milchprodukte reserviert ist, die aus Milch unter Verwendung bestimmter Bakterienkulturen hergestellt wurden, ohne Zusätze, insbesondere ohne Zucker! Die Süßspeisen sollen dann anders benannt werden, zB "Süßdessert mit Joghurt".
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