Leserkommentare [19119]

[15.08.2018, 09:25:01]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Der Sinnspruch "Es gibt keine dumme Fragen, nur dumme Antworten"... 
muss offensichtlich revidiert werden! Denn für die FDP gibt es ganz offensichtlich zumindest überflüssige Fragen.

Vgl. dazu auch:
"Dumme Fragen, dumme Antworten - YouTube
https://www.youtube.com/watch?v=OFg4NWFcnNk
6. Juli 2010 ... In diesem Video werden exemplarisch die Fragen der Bundestagsfraktion an die Experten der sog. Internet-Kommission aufgezeigt"

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[14.08.2018, 15:40:19]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Trotz optimaler und frühzeitiger quadrivalenter HPV-3-fach-Impfung bleibt ein HPV-Erkrankungsrisiko! 
Die Interpretation dieser Studie bewegt sich noch immer auf relativ unsicherem Terrain:
"Interpretation - Catch-up quadrivalent HPV vaccination with three doses was effective against CIN2+ and CIN3+ in girls and women aged 14–20 years at time of first vaccine dose but not for women aged 21 years and older at first dose."

Die HPV-Erstimpfung sollte grundsätzlich besser spätestens ab dem 14. Lebensjahr starten, da der Schutzeffekt bei HPV-Erstimpfung mit 21 Jahren oder später nicht mehr effektiv ist.

Die Autoren/-innen schreiben selbst nicht von "highly effective" sondern nur von "effective". Sie stellten 4.357 inzidente Fälle von zervikaler intraepithelialer Neoplasie (CIN)2+ den 21.773 Kontrollen gegenüber. Davon waren 1.849 CIN3+ Fälle gegenüber den 9.242 vergleichbaren Kontroll-Fällen ohne CIN beobachtet worden ["4357 incident CIN2+ cases and 21773 matched controls were included in the study. Of these, 1849 were incident CIN3+ cases with 9242 matched controls"]

Das jüngste Erstimpfungs-Alter war 14 Jahre. Der Impfschutz von einer oder mehreren HPV-Impfungen erwies ein signifikant reduziertes relatives Risiko (RR) für CIN 2+ von 0,82 und für CIN3+ von 0,77. Der stärkste Schutz wurde mit der 3-maligen Impfung und dem Beginn der Impfserie zwischen 14 und 17 Jahren mit einem relativen Risiko von 0,52 erreicht. Der Impfbeginn zwischen 18 und 20 Jahren erhöhte wiederum das relative Risiko auf 0,65. Für Frauen mit Erstimpfungsalter von 21 und mehr Jahren konnte das relative Risiko mit 0,94 nicht signifikant verringert werden.

"The youngest age at time of first vaccination was 14 years. One or more HPV vaccine doses conferred protection against CIN2+ (RR 0.82, 95% CI 0.73–0.93) and CIN3+ (0.77, 0.64–0.94). We found the strongest protection against CIN2+ in women who had received at least three vaccine doses and had received their first dose aged 14–17 years (0.52, 0.36–0.74) or aged 18–20 years (0.65, 0.49–0.88). No significant protection was found in women aged 21 years or older at time of first dose (0.94, 0.81–1.09). Inferences were similar for CIN3+, but with stronger effects for women who received at least three vaccine doses and had received their first dose aged 14–17 years (0.27, 0.13–0.56) or aged 18–20 years (0.59, 0.36–0.97)."

Am stärksten verringerte sich das relative Risiko bei CIN3+ auf 0,27 bzw. 0,59 je nach Erstimpfungs-Alter.

Doch Vorsicht! Die relative Risikoreduktion beträgt günstigstenfalls 73% weniger zervikale intraepitheliale Neoplasien (CIN) im CIN2+ oder CIN3+ Stadium. Dies bedeutet einer immer noch erhebliches Erkrankungsrisiko trotz optimaler und frühzeitiger quadrivalenter HPV-3-fach-Impfung.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[14.08.2018, 12:52:42]
Anette Gniffke 
Bitte zwischen vegan und vegetarisch unterscheiden! Das ist nicht dasselbe! 
Zwischen vegan und vegetarisch wird in dem Bericht nicht unterschieden. Vagane Produkteenthalten nur pflanzliche Ausgangsstoffe, vegetarische können auch Ei und Milcherzeugnisse oder Honig enthalten. zum Beitrag »
[14.08.2018, 12:33:02]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"Dash wäscht so weiß, weißer geht's nicht"? 

Auch die bundesweit freiwillige "Online-Befragung von Krankenhaus-Personal zur Influenza-Impfung" (OKaPII) des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist ein Musterbeispiel dafür, dass im Gesundheits- und Krankheitswesen, aber auch in der Versorgungsforschung eher umständlich geredet und lange diskutiert als gehandelt wird.
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2018/Ausgaben/32_18.pdf?__blob=publicationFile

Denn die Fakten sind in der Infektionsepidemiologie und Immunologie das, was zählt: Es wäre ein leichtes, bei den berufsgenossenschaftlich vorgeschriebenen betriebsärztlichen Untersuchungen aller Beschäftigten in "Gesundheitswesen und Wohlfahrtspflege" zusätzlich zur Hepatitis A+B Antikörper Bestimmung die Analyse der tatsächlichen Influenza-Immunitätslage durchzuführen.

Stattdessen befragt man online diejenigen im Gesundheitswesen, die gerade dazu Lust haben, und wundert sich über die z. T. skurrilen, esoterisch geprägten oder infektiologisch sinnfreien Antworten. Selbst die RKI-Autoren können einen "Selektionsbias nicht ausschließen, der zu einer Über- oder Unterschätzung der Impfquoten geführt haben könnte"…"da die Teilnahme an der Studie freiwillig war."

Bei Vielen, die seit Jahrzehnten in Klinik und Praxis rund um die Uhr arbeiten, sind echte Influenza-Infekte weitgehend unbekannt, ob nun, wie der Autor selbst, regelmäßig geimpft, sporadisch immunisiert oder nie geimpft wurde.

Wie Impfexperten/-innen immer wieder bestätigen müssen, beträgt der Schutzeffekt bei der Influenza-Impfung nur etwa 25% pro einmaliger Impfung. In der letzten Influenza-Saison 2017/2018 kam hinzu, dass aus Einspar-Gründen und auf Grund einer krassen Fehlentscheidung des G-BA nur der 3-fach-Influenza-Impfstoff zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) anwendbar war: Obwohl die WHO bereits seit 2013 den 4-fach-Impfstoff als gleichwertig bzw. überlegen gegenüber der billigeren 3-fach-Vakzine klassifiziert hat.

Alles in Allem sollte bei eine so bedeutsamen Frage wie der Einschätzung nosokomiale Influenza-Infektionspotenziale durch nicht geimpfte Mitarbeiter/-innen in Klinik und Praxis nicht hemdsärmelig mit subjektiven Befragungsdaten hantiert, sondern mit immunologischen Fakten argumentiert werden.

Sonst bleibt die Influenza-Infektiologie auf der Ebene von Meinungsmache und Propaganda stecken. Ganz so, wie die frühere Werbe-Aussage: "Damit ist bewiesen: Dash wäscht so weiß, weißer geht's nicht!"

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[14.08.2018, 07:59:27]
Carsten Windt 
Gutes Gefühl? ja! Gesünder? nein! auf jeden Fall aber die Lizenz zum Gelddrucken 
Wer unbedingt vegan leben will soll es tun aber nicht mit Produkten die im Aussehen und Geschmack Fleischprodukten gleichen. Um einen fleischähnlichen Geschmack zu erzeugen, muss der Lebensmittelchemiker ganz tief in die Trickkiste greifen. Salz und Fette sind dabei nur die Spitze des Eisbergs.
Eines ist aber sicher: Vegane Produkte sind das beste Diätmittel, zumindest für die Geldbörse zum Beitrag »
[14.08.2018, 07:25:43]
Dr. Hartwig Raeder 
Formel HZV+LRSV=LZV+RLSV 
Die Summe aus Herzzeitvolumen und Links-rechts-Shunt-Volumen ist immer gleich der Summe aus Lungenzeitvolumen und Rechts-links-Shunt-Volumen. Jeder Shuntverschluss verbessert also immer Herz- und Niereninsuffizienz, also HZV und GFR. Ausnahme: Wenn das LRSV größer als das RLSV ist, dann muss vor jeder Intervention (mit dem Ziel RLSV=0) eine kardiologische Prognose über das LRSV gemacht werden. zum Beitrag »
[14.08.2018, 07:03:57]
Dr. Hartwig Raeder 
Niereninsuffizienz 
Gemeint ist hier nicht eine Nephropathie, sondern die Niereninsuffizienz. Die GFR vergrößert sich immer proportional zum Herzzeitvolumen. Wenn durch eine Suppendiät die orale Flüssigkeitsaufnahme erhöht wird, dann verbessern sich automatisch sofort das HZV und damit auch die GFR. Die Nieren werden dadurch aber nicht gesünder. Wenn sich aber durch diese Diät der Diabetes mellitus verbessert, dann wird so die altersbedingte Reduktion von HZV und GFR verlangsamt. zum Beitrag »
[12.08.2018, 20:54:40]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Warum ist die Supplementierung durch Fischöl-Kapseln eher kontraproduktiv?  
Fischölkapseln oder Nährlösungen mit Ethylester-Varianten von Omega-3-Fettsäuren [“Long-chain polyunsaturated omega-3 fatty acids] und speziell Ester der Docosahexaensäure (DHA) waren bisher nicht oder nur gering wirksam. Zusätzlich unterdrückten im Tierexperiment veresterte DHA auch noch den blutdrucksenkenden Effekt der nicht veresterten DHA. Die in Deutschland handelsübliche Fischölkapseln enthalten häufig galenisch veränderte Ethylester von O-3-FS: So z. B. Omacor®/Zodin® Kapsel mit je 840 mg veresterten O-3-FS. Für eine omega3-loges® Kapsel werden nur 504 mg O-3-FS, davon 420 mg als unveresterte Eicosapentaen- und Docosahexaensäure (DHA) angegeben. Aus diesen niedrig dosierten bzw. veresterten Wirksubstanzen u n d der damit verbundenen Weiterführung traditionell fischarmer, an gesättigten Fettsäuren reicher, Fleisch-, Fett- und Wurst-betonter Ernährung ergibt sich eine schlechte Studienlage für Fischölkapseln.

Mit der Nahrung aufgenommener Atlantischer Lachs enthält zu 1,8 %, Sardellen zu 1,7 %, pazifische Sardinen zu 1,4 %, atlantische Heringe zu 1,2 % und Makrelen zu 1 % langkettige, mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren [“n-3 LCPUFA = n-3 long chain polyunsaturated fatty acid”]: 300 g Lachs bringt etwa 5400 mg und 300 g Makrele 3000 mg n-3 LCPUFA. Leinöl (Linum usitatissimum) hat einen O-3-FS-Gehalt zwischen 56–71 % und Walnussöl 13 %.

Zur Schlaganfallprophylaxe und Fischöl gab es bei SpringerMedizinOnline und in der Ärzte Zeitung unter http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/schlaganfall/article/830450/schlaganfall-fetter-fisch-schuetzt-fischfett-nicht.html eine ausführliche Berichterstattung von Thomas Müller.

Zu einer angeblichen Metaanalyse aus der VR China, nach der Fischölkapseln bei höherer Brustkrebs-Inzidenzen als in den Vergleichsgruppen besser vor Mamma-Karzinomen schütze solle, habe ich einen bissigen Beitrag auf “Schätzlers Schafott” geschrieben: http://www.springermedizin.de/fish-and-metaanalysis-stink-after-three-days/4574186.html

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[10.08.2018, 18:49:00]
Dr. Bernd Rathmann 
Wachstum versus Service 
Schön für das Unternehmen, leider bleibt der Service zunehmend auf der Strecke. zum Beitrag »
[10.08.2018, 15:36:27]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Wie praktisch!  
AMAZON-Patientinnen und -Patienten, die zu kompliziert und zu schwer krank bzw. zu kritisch aufmüpfig, renitent oder mit der Behandlung unzufrieden sind, werden einfach in lange AMAZON-Kartons verpackt und irgendwohin weggeschickt.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z.Zt. Mauterndorf/A)  zum Beitrag »
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