Leserkommentare [19415]

[21.10.2018, 01:13:41]
Ulrike Messerschmied 
Hurra: Es ist ein Schulungskoffer! 
Wie peinlich verzweifelt muss der Pflegebeauftragte der Bundesregierung inzwischen schon sein?! Man fragt sich, was wohl aus seinem im Juni dieses Jahres veröffentlichten 5-Punkte-Plan zur Verbesserung der Sitaution der Pflegekräfte geworden ist. Von einem ,,Instrumentenköfferchen'' war darin jedenfalls nicht die Rede.  zum Beitrag »
[20.10.2018, 14:36:51]
Dr. Hartwig Raeder 
Richtigstellungen 
Diesmal hat Kollege Schätzler mich überhaupt nicht verstanden.

ad 1) Jede Lungenkrankheit verkleinert das Lungenzeitvolumen und damit das identische Herzzeitvolumen. Das wäre eine Herzinsuffizienz auch ohne jede Herzkrankheit.

ad 2) Jede Lungenkrankheit verkleinert die Ventilation (Belüftung) und damit nach Euler-Liljestrand auch die Perfusion (Durchblutung). Die Lungendurchblutung ist das Lungenzeitvolumen. Oder genauer: Herzzeitvolumen plus Links-rechts-Shuntvolumen gleich Lungenzeitvolumen plus Rechts-links-Shuntvolumen. So gibt es die Herzinsuffizienz auch bei Herzgesundheit. Denn die Herzinsuffizienz ist definiert als zu kleines HZV.

ad 3) Jede Herzinsuffizienz verkleinert das Herzzeitvolumen und damit sowohl die renale Perfusion als auch die glomeruläre Filtration. Diese GFR-Senkung ist die Niereninsuffizienz. Eine Nierenkrankheit wird für die Definition nicht gefordert. Noch banaler: Auch die gesündesten Nieren können nur das ankommende Plasma filtrieren.

ad 4) Auch das haben Sie nicht verstanden. Eine disease oder Krankheit kann als Organschwäche ohne histologische Organkrankheit verstanden werden. Dann muss disease mit Insuffizienz übersetzt werden. Das wird so gut wie nie beherzigt. So kommt es zum "medizinischen Versagen" der Nephrologen und Kardiologen. Niemals ist das Stadium der Niereninsuffizienz kleiner als das Stadium der Herzinsuffizienz. zum Beitrag »
[20.10.2018, 14:18:09]
Dr. Horst Grünwoldt 
Tierverhalten 
Tierliche Verhaltensstörungen dürften immer erst dann entstehen, wenn sie entweder ihrer Freiheit beraubt wurden (z.B. Einsperren von Wildfängen in Gehegen), oder menschliches Fehlverhalten die anderen Wesen erst abartig reagieren läßt.
Die Prävention dürfte also alleine darin bestehen, Menschenskinder von kleinauf mit Tieren verschiedener Art vertraut zu machen, und ihnen deren normale Bedürfnisse und das demgemäße Verhalten zu erklären.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[20.10.2018, 14:08:10]
Dr. Horst Grünwoldt 
Der Gerstensaft 
Jeder, der nach der Arbeit oder dem Sport ein Bier genossen hat, oder dies auf einer anstrengenden Reise getan hat, wird als Erwachsener feststellen: Es ist das wunderbarste Erfrischungsgetränk in der Welt!
Der geringe, natürliche Alkoholgehalt in der 5%igen wässrigen Lösung wird sowieso in der Leber rasch zu schnell verfügbarer Energie umgewandelt, ohne das gesunde Organ zu schädigen.
Was geschieht eigentlich mit den wertvollen Inhaltsstoffen nach der "Entalkoholisierung"? Ist die überhaupt ohne Erhitzungsverfahren und damit Denaturierung des ältesten biotechnologischen Produktes möglich?
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[20.10.2018, 12:55:45]
Dr. Hartwig Raeder 
Erwiderung 
Alles, was Kollege Schätzler schreibt, ist richtig. Dass Nonnenbruch Faschist war, ändert nichts an der Richtigkeit seiner bahnbrechenden Erkenntnis. Die Niereninsuffizienz ohne Nierenkrankheit heißt nach Nonnenbruch extrarenales Syndrom. Ich nenne die vier Formen kurz Extrarenalsyndrome. Bei jedem Menschen ist der Quotient GFR/HZV eine Konstante. Liegt dieser Quotient im Normbereich, liegt keine Nierenkrankheit vor. Hier ist das Berliner Zentrum nicht erforderlich. zum Beitrag »
[20.10.2018, 08:05:27]
Dr. Karlheinz Bayer 
ist das eine Phantomdiskussion? 
in beinahe 40 Jahren Tätigkeit als Arzt habe ich genau dreimal eine Anfrage gehabt, man möge ein Tattoo entfernen. Gesehen habe ich Tausende von Tattoos, und ich selbst bin auch tätowiert. Es ist zwar ein ewiges Geschrei darum, daß Tattoos ungesund seien, daß ganze Legionen von Menschen wüpnschen, nie an die (Tattoo)nadel geraten zu sein, aber das Tätowieren hat bedeutend zugenommen, nicht nur im Rotlichtmilieu und bei den Hells Angels.
Und ob letztere sich für eine Laserung wirklich zum Hautarzt begeben würden?
Wenn ich das Tattoo auf dem Kiez gekriegt habe, werde ich sicher auch dort nachfragen, ob man es ändern, verschönern oder entfernen lassen kann. zum Beitrag »
[19.10.2018, 14:52:18]
Dirk Bürger 
Sind doch Selbstzahlerleistungen oder gilt § 52 SGB V nicht mehr? 
Sofern sich der Behandlungsbedarf aus einer nicht indizierten ästhetischen Operation, einer Tätowierung oder einem Piercing ergibt, hat die Krankenkasse nach § 52 Abs. 2 des Fünften Sozialgesetzbuchs (SGB V) den Versicherten in angemessener Höhe an den Kosten zu beteiligen. Hat sich also das Risiko einer Komplikation in Form einer Infektion oder Entzündung nach einem Piercing realisiert, muss der Arzt der gesetzlichen Krankenkasse dies melden – § 294a Abs. 2 SGB V sieht dies ausdrücklich vor.
Also keine Kassenleistung, sondern Selbstzahler und die sind doch üblicherweise hoch willkommen, oder? zum Beitrag »
[19.10.2018, 11:35:31]
Dr.med. Henning Fischer 
"Entbudgetierung der Grund- und Versichertenpauschalen hätte eine geringe Steuerungswirkung " 

oh, oh, Herr Minister, mehr Geld hat keine Steuerungswirkung?
Aber weniger schon (OT KVWL: die Krankenkassen bezahlen 63% der erbrachten Leistungen): es hält den Nachwuchs (u.a.) von der Niederlassung ab!

"... dass wir Mehrleistung zusätzlich vergüten ..."
wir wären ja froh, wenn wir unsere derzeitigen Leistungen statt mit 63% zu 100% vergütet bekämen
WIE JEDE ANDERE BERUFSGRUPPE AUCH

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[19.10.2018, 11:28:36]
Roswitha Poppel 
Was machen die Senioren, die nicht mehr arbeiten und sich an keiner Hochschule einschreiben ? 
Sie bringen die Enkel in den Kindergarten,zur Schule und holen sie ab, bringen sie zum Kinderarzt ,zum Sport, zur Musikschule, kochen für sie, spielen mit ihnen, pflegen, unterstützen und versorgen demenzkranke, in ihrer Mobilität eingeschränkte, an Parkinson usw. erkrankte Ehepartner, Eltern, Schwiegereltern, Tante, Onkel, Nachbarn, arbeiten ehrenamtlich in Vereinen, halten diese am Leben, besuchen Bewohner im Seniorenheim, die sonst niemand besucht und vieles, vieles mehr. Das machen Senioren, wenn sie nicht mehr arbeiten und sich weitestgehend in einem gesundheitlich guten Zustand befinden. Alles gratis. Diesen Beitrag werden sie in diesem Umfang nicht mehr leisten können, wenn das Renteneintrittsalter immer höher gesetzt wird. Das gilt es auch zu bedenken. zum Beitrag »
[19.10.2018, 10:30:14]
Kurt-Michael Walter 
Aktionismus bei der Umsetzung des TSVG? 

>> "Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wird wegen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) von Ärzten heftig kritisiert. Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" bezieht er Stellung und betont: Es wird mit Falschinformationen Stimmung gemacht. Das sagt zumindest der BGM Jens Spahn." <<

Nun ist es sicher nicht schlecht, dass der Bundesgesundheitsminister sich für die gesetzlichen versicherten Patienten mittels eines TSVG stark gemacht hat, allerdings bekommt man langsam den Eindruck, dass bei Herrn Spahn und ganz besonders bei seinen Staatssekretären im Bundesgesundheitsministerium ein gewisser Aktionismus vorherrscht. Nichts gegen Aktionspläne, Gesetze und Richtlinien, diese müssen aber auch umgesetzt werden - und zwar nicht nur auf dem Papier in Berlin sondern in der Realität in den einzelnen Bundesländern. Und ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Akteure vor Ort mit dem aktuellen Tempo in Berlin mithalten können.
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