Leserkommentare [19299]

[20.09.2018, 10:37:41]
Anne C. Leber 
Leserzuschrift von Sigrun Stoellger 
Sie vermuten in Ihrem Artikel, dass das Klima in Arztpraxen offenbar dazu beitrage, dass es weniger AU Zeiten gäbe. Das finde ich sehr sportlich. Niedergelassene Ärzte sind selbstständig und wenn sie nicht arbeiten, verdienen sie auch kein Geld. In Mehrfachpraxen kann das noch aufgefangen werden von Kollegen, aber eben nicht in Einzelpraxen. Ebenso beim Personal, meist nicht gut besetzt und schlecht bezahlt, bleibt die Arbeit an den wenigen verbleibenden Kollegen hängen und da überlegt man sich doppelt, ob man hier eine AU anfordert.
Pflege und Krankenhausjobs sind sicherlich anstrengend. Keine Frage. Es gibt aber noch andere Faktoren, die da hinein spielen. Es ist etwas anderes, wenn eine enge persönliche Bindung und ein kleiner Personalpool besteht oder ein Schichtdienst mit wechselnden Kollegen. Da macht man sich eher weniger Gedanken, wer die Arbeit dann erledigt.
Gibt es auch Untersuchungen zu verbeamteten Staatsdienern und angestellten? Z.B. Lehrer?
Sigrun Stoellger
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[20.09.2018, 01:28:39]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Die Würfel in der Primärprävention sind gefallen - "aleae iactae sunt"! 
In der Sekundärprävention bleibt ASS 100 Bestandteil therapeutischer Strategien.

Aber nach 3 großen Studien wie ASPREE, ASCEND und ARRIVE, erstere mit einer Studienpopulation von 19.114 gesunden ab 70-Jährigen verschiedener Ethnien der USA und Australien bzw. ab 65-Jährigen Afroamerikanern und Hispanics aus den USA mit gescheiterter Primärprävention von ASS 100 müsste es doch langsam mal gut sein. ["METHODS - From 2010 through 2014, we enrolled community-dwelling men and women in Australia and the United States who were 70 years of age or older (or ≥65 years of age among blacks and Hispanics in the United States) and did not have cardiovascular disease, dementia, or disability. Participants were randomly assigned to receive 100 mg of enteric-coated aspirin or placebo."]

Eine Primär-Prävention mit Acetylsalicylsäure (ASS) nützt selbst beim älteren Typ-2-Diabetiker nichts. Aber auch unsere Patienten mit anderen Risikofaktoren wie Hypertonie, Dyslipidämie, Rauchen, Saufen, Fehlernährung, Übergewicht oder Askese profitieren nach ASPREE, ASCEND und ARRIVE nicht primär von ASS 100 (weltweit gibt es eine Bandbreite von 50 bis 300 mg).

Wie schon gesagt: "Es verhält sich wie bei Airbag, ABS und Anschnallpflicht: Nach 50-jährigem, unfallfreien Fahren haben diese drei Primärpräventions-Systeme keinerlei Wirkung zeigen können.

Bei einem Crash sind wir jedoch froh, dass wir sie eingebaut haben, denn dann greift die Akutprävention: ASS ist jedoch beim akuten Koronarsyndom (ACS) unwirksam, da sind andere interventionelle und medikamentöse Mechanismen wirksam.

Erst die Sekundärprävention nach Koronar-Ereignissen belegt die Wirksamkeit von ASS 100.

Die unwirksame Primärprävention mit ASS 100 ist vergleichbar mit dem Versuch, täglich den Airbag geringfügig auslösen zu wollen, um zu kontrollieren, ob er im Notfall auch funktionieren würde. Dafür ist im Ernstfall aber dann "die Luft raus"!" (Zitat Ende) https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/article/971832/tiefschlaege-ass.html

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Quelle: Effect of Aspirin on Cardiovascular Events and Bleeding in the Healthy Elderly" von John J. McNeil et al.
https://www.nejm.org/doi/10.1056/NEJMoa1805819

P.S. Prof. Dr. med.Hermann Liebermeister studierte in Tübingen, Kiel, Paris und Düsseldorf Medizin und legte 1959 das medizinische Staatsexamen ab.  zum Beitrag »
[19.09.2018, 21:40:13]
Christoph Polanski 
Profitieren? Nichts Neues! 
Mit richtiger ketogener Ernährung und Bewegung (10.000 Schrite täglich) brauchen meine Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 nach 3 Monaten keine Medikamente mehr, auch wenn man sie mit Insulin behandelt wurden. Dabei bei fetten Bäuchen verliert man wöchentlich 1-1,5 kg am Gewicht. Auch Patienten mit Typ 1 Dibetes brauchen nach 1-2 Jahren kein Insulin mehr. Die restliche Insulinproduktion reicht völlig aus um BZ auf einem normalem Niveau zu halten.
Man würde dann keine Diabetologen und keine sinnlose diabetische Schulungen und Berechnungen der BE mehr brauchen. Alle müssten sich der Dokumentarfilm „The magic Pill“ auf Netflix anschauen. zum Beitrag »
[19.09.2018, 15:20:47]
Prof. Dr. Hermann Liebermeister 
Voreilige Verdammung von ASS? 
Mit zunehmendem Alter nimmt die Bedeutung von Risikofaktoren immer stärker ab. Man sollte sich also nur auf ziemlich eindeutige Befunde, bzw. hoch signifikante Ergebnisse stützen, wenn man Konsequenzen für Senioren ziehen will.
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[19.09.2018, 14:56:31]
Rudolf Hege 
Wissen und Glauben sauber trennen? 
Gerade die "alten Ärzte" trennten nicht in Materie und Geist. Avicenna war unter anderem auch Philosoph - und Alchemist. Paracelsus arbeitete u.a. mit Astrologie. Allen war eigen, dass sie das subjektive Element in der Heilkunst eben NICHT heraus haben wollten.
Die moderne Medizin versucht das - und schafft es, mit immer mehr Aufwand, immer weniger zu heilen (sondern "einzustellen").
Wenn die Homöopathen also mit "nichts" heilen, dann ist das doch bemerkenswert. Vielleicht sollte ein wenig mehr dieses "nichts" wieder in die Medizin einfließen?
Das wäre dann allerdings wieder Heilkunst - und mit Kunst hat es die Wissenschaft nicht so. Das wäre auch viel zu nahe am Menschen - und der ist bekanntlich unwissenschaftlich subjektiv. zum Beitrag »
[19.09.2018, 12:44:37]
Dr. Petra Urbach 
Probandenzahl unzureichend 
Wie war denn die Studie sonst aufgebaut? Alles völlig gesunde Personen ähnlichen Alters, die ASS bzw. Placebo einnahmen? Wurden Vorerkrankungen, erbliche Belastungen berücksichtigt?
Die Zahl der Probanden erscheint mir für diese Art der Untersuchung in statistischer Hinsicht völlig unzureichend.
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[19.09.2018, 09:06:28]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Kaffee/Tee/Kakao mit Zucker? 
Lieber Kollege Dr. med. Thomas Fischbach, Kinderarzt und Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, es ist löblich, dass Sie schwarzen Kaffee ohne Zucker trinken, weil Sie auf "Ihre Linie achten müssen".

Doch wenn viele Menschen Kaffee oder Tee in Maßen zuckern bzw. mit Milch versetzen oder Kakao trinken, führt das u.a. auch zu Milchzucker-Aufnahme. Sind wir alle damit etwa schlechte Vorbilder für Kinder?

Ich persönlich meine, Nein!
Auch wenn viele akademische gebildete Öko-Aktivisten und FoodWatch-Funktionäre mit überwiegend pädagogischen Biografien demnächst Kinder zum Verzicht auf Kakao-Trinken mit Zucker (sie nennen das „Zuckermilch“) nötigen wollen: Diese sollten doch bitte zur Kenntnis nehmen, wenn man/frau als Erwachsene jeden Abend einen Wein wegschlotzt, wird der Alkohol durch die Dehydrogenase der Leber direkt in Glucose umgewandelt.

Etwa 50 Prozent aller Kinder in der Primarstufe ohne Frühstück in die Schule geschickt werden. Die brauchen dringend in der 1. Pause Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett, wobei schnell verwertbare Kohlenhydrate wie Zucker in adäquaten Mengen durch Kakao in idealer Weise auch den Gehirn-Stoffwechsel erreichen, anregen und stabilisieren.

Mit einer Zuckersteuer adäquat schmackhaft zubereitete, gesunde Speisen künstlich zu verteuern und für niedrige Einkommensschichten unbezahlbar zu mache, ist m. E. unverantwortlich und diskriminierend. Deshalb lastet auf Lebensmitteln auch nur der halbe Mehrwertsteuer-Satz.

Apodiktisch: "Die Abgabe zuckerhaltiger Getränke in Kita und Schulen soll unterbunden werden" zu fordern, ohne die reale Ernährungssituation von Kindern zu analysieren, ist populistisch und fahrlässig zugleich.

"Eine Zuckersteuer" zu fordern, ist ebenfalls kontraproduktiv. Dafür würde eine "Lebensmittelampel" völlig ausreichen. Und Ernährungs-, Gesundheits- und Krankheits-Informationen dazu.

Im Etat des Bundesgesundheitsministeriums stehen bei 81 Millionen Einwohnern insgesamt exakt nur 2,6 Cents pro Tag bzw. 9,50 € pro Einwohner und Jahr zur Verfügung.
https://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/finanzen_steuern/article/971694/bmg-haushalt-jens-spahn-versprechen-drei-gesetze.html#comment

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[19.09.2018, 08:56:00]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
ASS ist kein Airbag! 
Eine Primär-Prävention mit Acetylsalicylsäure (ASS) nützt selbst beim älteren Typ-2-Diabetiker nichts. Aber auch unsere Patienten mit anderen Risikofaktoren wie Hypertonie, Dyslipidämie, Rauchen, Saufen, Fehlernährung, Übergewicht oder Askese profitieren nach ASPREE, ASCEND und ARRIVE nicht primär von ASS 100 (Bandbreite zwischen 50 und 300 mg).

Es verhält sich wie bei Airbag, ABS und Anschnallpflicht: Nach 50-jährigem, unfallfreien Fahren hatten alle drei Primärpräventions-Systeme keinerlei Wirkung zeigen können.

Bei einem Crash sind wir jedoch froh, dass wir sie eingebaut haben, denn dann greift die Akutprävention: ASS ist jedoch beim akuten Koronarsyndom (ACS) unwirksam, da sind andere interventionelle und medikamentöse Mechanismen wirksam.

Erst die Sekundärprävention nach Koronar-Ereignissen belegt die Wirksamkeit von ASS 100.

Die unwirksame Primärprävention mit ASS 100 ist vergleichbar mit dem Versuch, täglich den Airbag geringfügig auslösen zu wollen, um zu kontrollieren, ob er im Notfall auch funktionieren würde. Dafür ist im Ernstfall aber dann "die Luft raus"!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[18.09.2018, 23:00:45]
Dr. Christian Weymayr 
Eher Karren aus dem Dreck ziehen 
Dank an Herrn Wallenfels für seinen pointierten Kommentar.
Hier einige Anmerkungen des Münsteraner Kreises:
Globuli sind für den Münsteraner Kreis nicht der „Anfang vom Untergang des medizinisches Abendlandes“. Das wäre dann doch zuviel der Ehre. Die Homöopathie bedroht die wissenschaftliche Medizin nicht. Die Zusatzbezeichnung Homöopathie verhindert jedoch, dass Patienten Wissen und Glauben sauber trennen können. Deshalb haben wir uns gegen die Zusatzbezeichnung ausgesprochen. Und apropos Abendland: Die großen Ärzten des mittelalterlichen Morgenlandes hätten die von der Homöopathie postulierten geistartigen Kräfte ebenfalls als Humbug angesehen.
Wir haben nicht versucht, die Mitglieder des Ärztetages „vor unseren Karren zu spannen“. Andersherum passt das Bild: Der Münsteraner Kreis ist der Esel, der den Medizinerkarren aus dem pseudowissenschaftliche Sumpf ziehen möchte.
Über die möglichen Konsequenzen der beiden Memorandem haben wir uns keine Illusionen gemacht. Dass wir die Überzeugten nicht erreichen können, war klar. Dennnoch hat die mediale Aufmerksamkeit, so hoffen wir, Manchen die Augen dafür geöffnet, was Homöopathie eigentlich ist – nämlich keine Naturheilkunde, sondern Mit-Nichts-Heilkunde.
Dass das Münsteraner Memorandum Homöopathie auf dem Ärztetag nicht diskutiert wurde, hat uns enttäuscht. Das allerdings nicht deswegen, weil unser Vorschlag nicht erörtert wurde, sondern weil die Delegierten des Ärztetages damit ein bedenkliches Verständnis von Wissenschaft an den Tag gelegt haben.
Es sei für Ärzte positiv, so die Schlussfolgerung Herrn Wallenfels’, dass Patienten dem KAM-Votum ihrer Ärzte vertrauen. Stimmt, für Ärzte ist das positiv. Für die medizinische Versorgung ist es das nicht.

Dr. Christian Weymayr, Prof. Dr. Bettina Schöne-Seifert, Juliane Boscheinen
für den Münsteraner Kreis zum Beitrag »
[18.09.2018, 11:47:21]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Warum auch der iFOBT "floppt"? 
Der quantitative immunologische Test als iFOBT = immunologischer fäkaler okkulter Bluttest, <iFOBT> "immunochemical fecal occult blood test [Am.] bzw. immunochemical faecal occult blood test [Br.], auf menschliches Blut im Stuhlgang (irreführend auch "FIT" = Fäkal Immunologischer Test bzw. "faecal immunochemical test" abgekürzt) zur Früherkennung von Darmkrebs ist erfreulicherweise GKV-Kassenleistung geworden.

Doch damit fangen die Probleme an:
Ärztinnen und Ärzte, die den iFOBT als Früherkennungsuntersuchung auf kolorektales Karzinom veranlassen, rechnen ab April 2018 die Gebührenordnungsposition GOP 01737 (Bewertung 57 Punkte, Vergütung 6,00 €) ab. Die Leistung umfasst die Ausgabe, Rücknahme und Weiterleitung des Stuhlproben-Entnahmesystems sowie die Beratung des Patienten bei einer präventiven Untersuchung...Bei einer kurativen Untersuchungsindikation sind wie bisher Ausgabe, Rücknahme und Weiterleitung in das Labor mit der Versicherten- oder Grundpauschale abgegolten." So schreibt die KBV (Kassenärztliche Bundesvereinigung) zur Neueinführung der immunologischen Tests auf Blut im Stuhl (iFOBT) unter
http://www.kbv.de/html/1150_27552.ph
"Fürs Labor gedacht ist die Abrechnung des Tests nach EBM-Nr. 01738", stand dazu in der Ärzte Zeitung unter
http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/aerztliche_verguetung/article/932806/neu-1-april-ifobt-notfaelle-jetzt-neu-ebm.html

Was steckt dahinter?
Interessanterweise formuliert die KBV dazu: "Neue GOP für Laboruntersuchung"..."Für die Untersuchung der Stuhlprobe im Labor gibt es ab April zwei neue GOP: die GOP 01738 (Bewertung 75 Punkte, Vergütung 7,90 €) bei einer präventiven Untersuchung und die GOP 32457 (Bewertung 6,21 €) bei einer kurativen Untersuchungsindikation. In den Laborleistungen enthalten sind die Kosten für das Stuhlproben-Entnahmesystem."

Behandelnde Ärzte die "Dummen"?
Das heißt mit anderen Worten: Haus- oder fachärztliche Ausgabe, Rücknahme und Weiterleitung des Stuhlproben-Entnahmesystems sowie die anschließende Beratung des Patienten werden als GOP 01737 mit 57 Punkten und ganzen 6,00 € vergütet, während eine weitgehend vollautomatisierte, schlichte Laboruntersuchung als GOP 01738 mit 75 Punkten und 7,90 € bewertet wird?

Es geht noch schlimmer!
Im kurativen Bereich kommt es noch schlimmer: Das Labor erreicht mit der GOP 32457 als Praxisumsatz 6,21 €, wogegen Haus- und Fachärzte leer ausgehen. Ihre Zusatzarbeit mit Ausgabe, Rücknahme, Weiterleitung in das Labor und zusätzlicher Beratung des Patienten bei einem weiteren Termin verschwinden im Orkus der bereits durch Multimorbidität und Mehrfach-Inanspruchnahme erschöpften Versicherten- und Grundpauschale eines 3-Monats-Quartals.

KBV -"contradictio in adjecto"
Dann noch, sozusagen als "Sahnehäubchen", obendrauf! "Stuhltest jedes Jahr ab 50", schreibt die KBV, und weiter kontradiktorisch...
"Der Stuhltest ist Teil des Programms zur Früherkennung von Darmkrebs. Er kann bei Frauen und Männern im Alter zwischen 50 und 55 Jahren jedes Jahr durchgeführt werden. Ab 55 Jahren haben die Versicherten Anspruch auf bis zu zwei Früherkennungskoloskopien im Abstand von zehn Jahren oder alle zwei Jahre auf einen Test auf okkultes Blut im Stuhl. Ist der Stuhlbefund positiv, erfolgt zur weiteren Abklärung eine Darmspiegelung."

Patienten präventiv-diagnostisch ausgegrenzt?
Damit wird erneut klar, dass bei Patienten, die aus welchen Gründen auch immer keine zwei Präventiv-Koloskopien machen lassen wollen oder können, (zur Strafe?) die Untersuchungsfrequenz in der tumorbiologisch entscheidenden Lebensphase vom 55. bis 65. Lebensjahr wesentlich ausgedünnt wird. Das trifft im Übrigen auch für Hochrisikopatienten in der langen Latenzphase zwischen den beiden Präventivkoloskopien zu.

KBV und G-BA uneinsichtig!
Unbeirrt schreibt die KBV: "Studien haben gezeigt, dass mit immunologischen Tests nicht sichtbares Blut im Stuhl insbesondere mit einer höheren Sensitivität nachgewiesen werden kann. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte daher festgelegt, den Guajak-basierten Test abzulösen; die Krebsfrüherkennungs-Richtlinie wurde entsprechend geändert. Anspruch auf die Untersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs haben Versicherte ab einem Alter von 50 Jahren."

Darmkrebs-Primärprävention prioritäres Ziel!
Mit keinem Wort wird erwähnt, dass es in der überwältigenden Mehrzahl der Fälle n i c h t zur Krebsfrüherkennung, sondern zum primären Ausschluss von Krebserkrankungen und damit zur entlastenden Primärprävention von Darm-Tumorkrankheiten für unsere Patientinnen und Patienten kommt.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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