Leserkommentare [18929]

[21.06.2018, 11:42:04]
Dr. Hans-Werner Bertelsen 
Verantwortungslosigkeit par excellance 
Verehrter Herr Kollege Huber,
was daran falsch sei wollen Sie wissen? Nun denn. Sie leiten die Patientinnen und Patienten in die Scharlatanerie. Das hat fatale Folgen und kann tödlich enden. Ich habe es selbst erlebt, wie eine 40-jährige Frau, alleinerziehende Mutter von zwei Kindern, Opfer dieser Gläubigkeit wurde. Es fängt immer mit Zuckerkugeln an. Stets wird dann "ein Gang weiter hoch geschaltet". Das tragische Ende des Liedes war: Injektion von Frischzellen, um eine "Immunantwort" zu provuzieren. Bei einer Asthmatikerin wohlgemerkt. Aber lesen Sie selber nach: http://scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2012/02/08/insider-bericht/

Dieser Irrsinn muss endlich gestoppt werden.

Wenn Prof. Klein und Dr. Kruse meinen, Patienten mit Hilfe von Gefälligkeitstherapien gewinnen zu können, so stellt sich für mich die Frage, welche ethische Kompass in München zur Anwendung kommt. Es muss ein vorsintflutliches Modell sein.  zum Beitrag »
[21.06.2018, 10:58:22]
Dr. Klaus W. Felgner 
noch mehr Arbeit 
Wo bleibt dann bei >50h-Wochenarbeitszeit die Zeit,um die obligatorischen Pflichtfortbildungen zu erbringen?? Die werden nämlich abends und sehr oft an Samstagen erbracht.
Warum berücksichtigt das keine Politik und Krankenkasse??

Unter diesen Kautelen wird das Land keine freudigen Ärzte generieren! zum Beitrag »
[21.06.2018, 10:13:45]
Dr. Ellis E. Huber 
Verantwortung 
Was ist denn falsch an einem "verantwortungsvollen Umgang mit der Homöopathie und anderen komplementärmedizinischen Therapien?" Wenn wir einen verantwortungsvollen Umgang mit den vom Münsteraner Kreis propagierten Verfahren der Medizin hätten, wären manche Patienten besser dran und manche Probleme weniger hätten wir auch. Wissenschaft, die nicht mehr neugierig forscht und Erklärungen für die Verhältnisse sucht, verkrustet zur dogmatischen Glaubensgemeinschaft. Der Münsteraner Kreis hat mit der heiligen Inquisition mehr gemeinsam als mit einer offenen Wissenschaftlichkeit.  zum Beitrag »
[20.06.2018, 19:36:26]
Dr. Joseph Kuhn 
Homöopathische Beschäftigung mit der wissenschaftlichen Belastbarkeit 
Herr Ell, nur weil man Homöopathie an der LMU praktiziert, heißt das nicht, dass man dort auch der Frage nachgeht, ob sie wissenschaftlich belastbar ist. Das macht die LMU nämlich gerade nicht. Die Cartens-Stiftung gibt Geld, fertig. Der Frage muss man auch nicht mehr nachgehen, dazu gibt es genug Literatur, das Thema ist durch. Nix drin, nix dran. zum Beitrag »
[20.06.2018, 19:14:19]
Roswitha Poppel 
Nachdenklichkeit 
Selbstverständlich haben Sie recht, lieber Herr Dr. Kerl. Ein bisschen ist natürlich zuwenig. Aber ich wollte den Münsteraner Kreis nicht überfodern....Übrigens: Nachdenklichkeit ist auch hin und wieder in den Wissenschaften nicht zu unterschätzen.
Der nachdenkliche Beitrag von Herrn Ell ist sehr interessant. Sollte man darüber nachdenken und sich näher damit befassen, bevor man voreilig ein Urteil fällt. zum Beitrag »
[20.06.2018, 12:39:27]
Dr. Ulrich Bickel 
Knieprothesen immer häufiger bei jüngeren Patienten 
Letztendlich ist auch der Leidensdruck der Patienten ausschlaggebend! Patientin Mitte 40, nur mäßiges Übergewicht, Z.n. 6x ASK Knie, Gonarthrose Grad IV, konservativ austherapiert. Von der Endoklinik Hamburg wurde eine OP abgelehnt, da die Patientin noch zu jung wäre. Die Patientin sagte daraufhin: Ich lebe jetzt! Was in 15 Jahren ist, weiß ich nicht. Mein Leidensdruck ist so hoch, daß ich die Endoprothese unbedingt will! zum Beitrag »
[20.06.2018, 12:02:55]
Dr. Joachim Kerl 
Positiver Aktivitätspreis für Münsteraner Kreis  
Der Münsteraner Kreis möge weiter auf diesen ideologisch verbrämten Unsinn der Homöopathie aufmerksam machen-möglichst öffentlichkeitswirksam.Gerade weltoffen und ein bisschen mehr als nachdenklich,liebe Frau
Poppel,geht von wissenschaftlichen Handeln und Denken aus... zum Beitrag »
[20.06.2018, 11:35:35]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Populärwissenschaftliche Irrtümer? 
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum zu glauben, erfolgreiche Krankheits-Screening-Programme würden als Früherkennungsmaßnahmen unmittelbar auf die krankheitsbezogene und allgemeine Morbidität bzw. Mortalität durchschlagen können:
1. werden damit verbundene, häufige Komorbiditäten (z.B. NPL, Diabetes, KHK, Herzinsuffizienz, COPD) ausgeblendet,
2. besonders seltene inzidente bzw. prävalente Erkrankungen können dabei rein statistisch die Gesamt-Morbidität und -Mortalität gar nicht signifikant beeinflussen und
3. Fortschritte in der Therapie bzw. im Interventionsniveau (z.B. minimal-invasiv, Katheter-gestützt, operativ) werden damit ignoriert.

Primärprävention (z.B. aktive Lebensstiländerungen, Nikotinabstinenz, Alkohol- und Gewichtsreduktion, Aktiv-Sport und -Bewegung als Prävention von Bindegewebsschwäche, Vermeidung des metabolischen Syndroms) beleuchtet dabei ein völlig anderes Thema.

Der Fakten-Check: "Beim Bauchaortenaneurysma handelt es sich um eine durch pathologische Wandveränderungen hervorgerufene Verbreiterung aller Wandschichten der Aorta abdominalis auf einen Durchmesser > 3cm (normal 2cm).
Charakteristischerweise sind die Aneurysmen zwischen den beidseitig abgehenden Aa. renalis (infrarenal) und der A. mesenterica inferior lokalisiert und beziehen in 5% der Fälle die hier bestehenden Gefäßabgänge mit ein. In 20% der Fälle manifestiert sich eine Ausdehnung auf Beckenarterien...
Die Inzidenz liegt bei ca. 40/100000/Jahr, wobei insbesondere Männer (M: F: 5:1) über dem 65. Lebensjahr betroffen sind. Eine familiäre Häufung besteht in 20% der Fälle.
Hauptrisikofaktor ist die arterielle Hypertonie.
Mit Zunahme des Aortendurchmesser steigt auch das Rupturrisiko (pro Jahr):
Aortendurchmesser < 4cm: Rupturrisiko 0%.
Aortendurchmesser 5-6cm: Ruprisiko 3-15%,
Aortendurchmesser 7-8cm: Rupturrisiko 20-40% und
Aortendurchmesser > 8cm: Rupturrisiko 40-60%."
- gekürzt nach
http://www.medizin-wissen-online.de/index.php/chirurgie/108-gefaesschirurgie/134391-bauchaortenaneurysma-baa-abdominales-aortenaneurysma-aaa

Eine Übersichtsarbeit im Deutschen Ärzteblatt "Inzidenz, Therapie und Letalität abdominaler Aortenaneurysmen - Sekundärdatenanalyse der deutschen DRG-Statistik von 2005–2014" [Incidence, treatment and mortality in patients with abdominal aortic aneurysms—an analysis of hospital discharge data from 2005–2014] im Dtsch Arztebl Int 2017; 114(22-23): 391-8; DOI: 10.3238/arztebl.2017.0391 von A. Kühnl et al.
https://www.aerzteblatt.de/archiv/189076/Inzidenz-Therapie-und-Letalitaet-abdominaler-Aortenaneurysmen
beschreibt in ihren Schlussfolgerungen:
"Die Krankenhausinzidenz des AAA [abdominales Aortenaneurysma] nahm zwischen 2005 und 2014 zu, bei abnehmender Anzahl an rAAA [rupturiertes abdominales Aortenaneurysma]. Die Versorgung erfolgte zunehmend endovaskulär, sowohl bei nrAAA [nicht rupturiertes abdominales Aortenaneurysma] als auch bei rAAA. Die Krankenhausletalität nahm bei nrAAA und rAAA ab."

Im Gegensatz dazu bleibt die Interpretation in: "Benefits and harms of screening men for abdominal aortic aneurysm in Sweden: a registry-based cohort study" von Minna Johansson et al.
https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(18)31031-6/fulltext
mit: "Interpretation - AAA screening in Sweden did not contribute substantially to the large observed reductions in AAA mortality. The reductions were mostly caused by other factors, probably reduced smoking. The small benefit and substantially less favourable benefit-to-harm balance call the continued justification of the intervention into question" völlig unsinnig und substanzlos.

Der untaugliche Versuch, die Verringerung der abdominalen Aorten-Aneurysma-Mortalität "wahrscheinlich" mit reduziertem Rauchen zu verbinden, gehört in das Reich der Konfabulationen.

Es sind erstrangig die verbesserten Untersuchungs-, Diagnose- u n d interventionell differenzierten Therapie-Maßnahmen beim abdominalen Aortenaneurysma [AAA] weit vor den Früherkennungs-Programmen für die Senkung der krankheitsspezifischen Mortalität verantwortlich.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[20.06.2018, 08:46:42]
MD Christian Ell 
Der Widerspruch ist im Münsteraner Kreis 
Wird von den Kritikern der Homöopathie nicht die wissenschaftliche Belastbarkeit kritisiert? Und dann will sich eine Uniklinik damit beschäftigen - und es ist wieder nicht recht. Also was denn nun? Wenn man grundlos gegen die Homöopathie ist, dann bitte steht gefälligst auch dazu. Nicht irgendwelche Vorwände vorschieben und dann dagegen vorgehen, wenn man diese beseitigen will. "So sad!" würde jetzt das populistische Vorbild des Kreises von sich geben. zum Beitrag »
[20.06.2018, 08:18:17]
Dr. Joseph Kuhn 
Freunde der reinen und der unreinen Wissenschaft 
Die Formulierung "Freunde der reinen Wissenschaft" ist vermutlich sarkastisch gemeint. Wenn man genauer darüber nachdenkt, trifft sie aber den Kern der Dinge. Denn an der LMU München scheint es demgegenüber "Freunde der unreinen Wissenschaft" zu geben.  zum Beitrag »
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