Leserkommentare [19657]

[07.12.2018, 23:04:34]
Dipl.-Med Peter Sturm 
schon lange bekannt 
Der zervikale Schwindel, hervorgerufen durch Funktionsstörungen 0C1 und C2/3, ist seit Jahrzehnten bekannt, wird nur leider von mehreren wichtigen HNO-Ordinarien hartnäckig negiert. Zur Diagnostik und Therapie benötigt man allerdings nur eine saubere Anamnese und geschickte Hände. Die gesamte apparative im obigen Artikel beschriebene Diagnostik ist völlig überflüssig.
Neben der Chirotherapie empfiehlt sich eine Lidocaininjektion in den M.rectus capitis lateralis. Oft sind die Patienten nach 3-5 Injektionen auch ohne Chirotherapie beschwerdefrei. Antivertignosa sind selbstredend überflüssig.  zum Beitrag »
[07.12.2018, 19:22:01]
Dr.med. Henning Fischer 
leider falsch Herr Günterberg: was Ärzten "zusteht" entscheiden Politik und Kassen 

d.h. mehr als 62% Honorar(laut KVWL)steht uns nicht zu!

Da können die K(B)V-Männer noch so viel hampeln.
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[07.12.2018, 15:42:25]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"Beim Barte des Propheten" - kein Bürokratie-Abbau mit der KBV! 
Medizin-rechtlich können Wiedereingliederungspläne nach Muster 20 schon immer grundsätzlich nur ärztliche Empfehlungen „nach aktueller Betrachtung“ beinhalteten.

Alles andere würde Vertragsärztinnen und Vertragsärzten die vorausschauende Weisheit als Gabe von Propheten zubilligen, die sie aus juristischen und logischen Gründen gar nicht haben können.

Der Wiedereingliederungsplan sieht eine stufen- und stundenweise Wiedereingliederung in das Arbeitsleben nach dem "Hamburger Modell" vor.

Dazu schreibt selbst die Deutsche Rentenversicherung (DRV) unter
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/3_Infos_fuer_Experten/01_sozialmedizin_forschung/01_sozialmedizin/08_sozmed_glossar/Functions/Glossar.html

"Stufenweise Wiedereingliederung hat zum Ziel, arbeitsunfähige Versicherte, die ihre bisherige Tätigkeit nur teilweise verrichten können, „stufenweise“ an die volle Arbeitsbelastung heranzuführen (§ 28 SGB IX - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen). Die Wiedereingliederung erfolgt in Absprache zwischen Arbeitnehmer, Arbeitgeber, behandelndem Arzt, Arzt der Rehabilitationseinrichtung, dem Betriebsarzt und dem Leistungsträger.

Die Anregung der Maßnahme kann über jeden der oben genannten Teilnehmer erfolgen. Der Wiedereingliederungsplan, d. h. die Festsetzung der Belastungsstufen, der Zeitablauf sowie der Ausschluss bestimmter Tätigkeiten wird vom behandelnden Arzt nach den individuellen gesundheitlichen Bedürfnissen des Arbeitnehmers und den Gegebenheiten des Arbeitsplatzes erstellt und während der Maßnahme bedarfsgerecht angepasst. Üblicherweise erfolgt der Einstieg mit 50 % der vollen Belastung, die Maßnahme erfolgt meistens über einen Zeitraum von 6 Wochen bis zu 6 Monaten.

Während der stufenweisen Wiedereingliederung besteht weiter Arbeitsunfähigkeit. Leistungsträger ist überwiegend die Krankenkasse [!]. Die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung können Leistungen zur stufenweisen Wiedereingliederung von Versicherten in unmittelbarem Anschluss an eine von ihnen erbrachte Leistung zur medizinischen Rehabilitation [als in der Praxis sehr seltener Sonderfall] erbringen. Dabei wird die Notwendigkeit zur stufenweisen Wiedereingliederung in der Rehabilitationseinrichtung festgestellt und das Verfahren dort eingeleitet. Zur wirtschaftlichen Absicherung des Versicherten wird Übergangsgeld gezahlt (§ 51 Abs. 5 SGB IX)."

Die Behauptungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV): "Änderungen erfolgen, weil der Rentenversicherung häufig die Angaben auf dem bisherigen Formular nicht ausreichten. Mit der Anpassung des Formulars würden diese Nachfragen der Rentenversicherung entfallen", ist hanebüchener, Medizin-Bildungs- und Versorgungs-ferner Unsinn.

Denn in weit über 95 Prozent sind nur und ausschließlich die Gesetzlichen Krankenkassen der GKV zuständig. REHA-Einrichtungen machen sich doch nicht die Mühe, komplizierte Wiedereingliederungspläne zu schreiben, wenn sie diese lästige Mehrarbeit problemlos den Haus- und Familien-Medizinern bzw. selten den Vertrags-Fachärzten aufbürden können.

Das war wieder nichts mit Bürokratie-Abbau, liebe KBV!

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z.Zt. St. Moritz/CH) zum Beitrag »
[07.12.2018, 10:36:33]
Dr. Carl Scherer 
Die sollen mal lieber endlich im HZV mitmachen  
Die Kasse hat sich bisher immer erfolgreich verweigert .
Genauso wie die Bahn BKK . zum Beitrag »
[07.12.2018, 09:18:55]
Dr. Jürgen Friedrich 
Andersherum 
Der Autor spricht am Ende von seelischen Kosten eines Überlebensvorteils, vielleicht sollte man eher von einem auf die lange Sicht erhöhten Infarktrisiko sprechen, bei dessen Eintritt dann kurzfristig die Folgerisiken gemindert sind… zum Beitrag »
[06.12.2018, 22:37:22]
Klaus Renoldner 
Triple Benefir Principle 
Ich kann nur immer wieder auf Triple Benefit Principle verweisen: Der Ausstieg aus fossiler Energie ist auch ein Lebensstilwandel, aber nicht zum Schlechten. Die Politik ist träge.Wir müssen handeln. Die Eröffnungsrede von UN Generalsekretär Guterres bei der COP24 deckt sich mit den Prämissen von Triple Benefit Principle. Ich habe vor 22 Jahren als Landarzt mit dem Umstieg begonnen und vor über 10 Jahren meinen persönlichen Energiewendepunkt erreicht. Siehe den Kurzfilm über Triple Benefit Principle auf
https://www.youtube.com/watch?v=yulyaGVc1tA
oder das Interview auf Deutsch auf
https://www.youtube.com/watch?v=AFrC_5skCOY zum Beitrag »
[06.12.2018, 14:01:40]
Dr. Rolf Lorbach 
Spannender Ansatz bei gesundheitlich eingeschränkten Mitarbeitern  
Grundsätzlich stimme ich Herrn Kollegen Künzel in seinem Resumee zu, dass es besser wäre Arbeitsplätze ergonomisch optimal zu gestalten.
Ich sehe allerdings in den hier vorgestellten Exoskeletten ein interessantes Hilfsmittel für Mitarbeiter mit chronischen Gesundheitsstörungen und Einschränkungen, die ansonsten nicht mehr am angestammten Arbeitsplatz eingesetzt werden könnten. In kleineren Unternehmen führt dies nicht selten zu krankheitsbedingten Kündigungen, in größeren zu einem oft nicht gleichwertigen Schonarbeitsplatz, z.B. die klassischen Pförtnerstellen.
Da unsere Belegschaften immer älter werden und länger arbeiten müssen, gibt es immer häufiger oben genannte Situationen mit dauerhaften körperlichen Einschränkungen. Wenn Exoskelette dazu führen, dass diese Mitarbeiter trotz der Einschränkungen weiter arbeiten können, sind sie meiner Meinung nach genauso sinnvoll wie der hydraulisch höhenverstellbare Tisch bei Bandscheiben-Patienten oder die spezielle ergonomische Maus bei RSI-Syndrom... zum Beitrag »
[06.12.2018, 12:26:07]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"WER FIT IST, IST AUCH KHK-FIT"! 
"Peak oxygen uptake and incident coronary heart disease in a healthy population: the HUNT Fitness Study" von Jon Magne Letnes et al. https://academic.oup.com/eurheartj/advance-article/doi/10.1093/eurheartj/ehy708/5193503
belegt mit dem Surrogat-Parameter "höchste Spitzen-Sauerstoff-Aufnahme" eigentlich nur: "WER FIT IST, IST AUCH KHK-FIT". Vornehmer ausgedrückt: "Conclusion - VO2peak was strongly and inversely associated with CHD across the whole fitness continuum in a low-risk population sample. Increasing VO2peak may have substantial benefits in reducing the burden of CHD." [CHD=KHK Koronare Herzkrankheit].

Das ist jedoch epidemiologisch längst selbst für KHK-Hochrisikopatienten empirisch belegt. Auch eine interventionelle/nicht-interventionelle Vergleichsstudie wie COURAGE hatte die Bedeutung von Fitness, Gewichtsreduktion und Lebensstil-Änderungen 2007 und 2015 belegt.

- Die COURAGE-Studie von 2007: "Optimal Medical Therapy with or without PCI for Stable Coronary Disease" von William E. Boden et al.
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa070829
N Engl J Med 2007; 356:1503-1516 April 12, 2007

- Die Nachfolge-Studie von 2015: "Effect of PCI on Long-Term Survival in Patients with Stable Ischemic Heart Disease" von Steven P. Sedlis et al. for the COURAGE Trial Investigators
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1505532
N Engl J Med 2015; 373:1937-1946November 12, 2015

Die Langzeit-Ergebnisse der COURAGE-Studie belegen, dass der konservative Ansatz mit flankierenden, Lebensstil-ändernden Maßnahmen eine ebenbürtige Option ist. Herzinfarkt-Morbidität und -Mortalität sinken ganz erheblich durch gleichzeitige prä-, post-interventionelle und/oder medikamentöse und/oder Lebensstiländerungen. Leider fehlt es bei vielen unserer Patienten/-innen an Courage, geforderte Lifestyle-Modifikationen umzusetzen.

"Sustained Physical Activity, Not Weight Loss, Associated With Improved Survival in Coronary Heart Disease" von Trine Moholdt et al. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0735109718300986?via%3Dihub
beschreibt mit einem Follow-up über 30 Jahre Morbiditäts- und Mortalitäts-Reduktion durch Sport-Aktivitäten ("physical activity" PA): "Sustained PA, however, was associated with substantial risk reduction."

Die hier von Peter Overbeck hervorragend dargestellte Studie ist in der Tat durch ein "selection bias" charakterisiert: zu viele fitte und zu wenig unfitte Probanden.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z.Zt. St. Moritz/CH)  zum Beitrag »
[06.12.2018, 10:42:18]
Dr. Klaus Günterberg 
Daher die Überschüsse: Ärzte bekommen nur 66 Prozent des ihnen zustehenden Honorars. 
Man erinnere sich: Da wollte man in 2005 den damals längst überholten EBM, die Gebührenordnung für die Vertragsärzte, anpassen. Die Ärzteschaft hat darum damals für einen neuen EBM den Wert ärztlicher Leistungen in mehrjähriger Arbeit nach betriebswirtschaftlichen Regeln von außen stehender neutraler Seite neu errechnen lassen, dafür weder Zeit noch Kosten gescheut. Betriebswirtschaftliche Berechnungsgrundlage war damals ein Maßstab von 5,11 Cent (10 Pfennig) pro Punkt. Auch strukturell ist der EBM der medizinischen Entwicklung angepasst worden. Der Gesetzgeber hat dann im Einvernehmen mit den Krankenkassen für diesen neuen EBM 2005 aber einfach einen Punktwert von 3,5 Cent verfügt.
Ärzte bekommen also seitdem nur 66 Prozent des ihnen zustehenden, des angemessenen Honorars. Die spätere Erhöhung des Punktwertes bei gleichzeitiger Absenkung der Punktzahl hat die Kürzung zwar vertuscht, hat an der gekürzten Vergütung aber nichts geändert.

Wenn also ein Monopolist, nichts anderes ist die Gesetzliche Krankenversicherung, seinen Vertragspartnern und wichtigsten Leistungserbringern dauerhaft nur 66 Prozent des ihnen zustehenden Geldes zahlt, dann sammeln sich bei ihm natürlich, wie wir jetzt sehen, enorme Überschüsse an.
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[06.12.2018, 09:40:52]
Dr.med. Elisabeth Grunwald 
Vielleicht wird das überflüssig 
wenn endlich mal die Widerspruchslösung sich durchsetzt.  zum Beitrag »
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