Leserkommentare [19017]

[17.07.2018, 14:12:08]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Zervixkarzinom-Screening: HPV-Test nur wenig besser als Dünnschichtzytologie 
Die Kernaussage:
"Ergebnisse der Studie HPV FOCAL
Nach 48 Monaten gab es in der HPV-Test-Gruppe signifikant weniger CIN3+-Läsionen: Der Anteil lag bei 2,3 pro 1000 Frauen, mit Dünnschichtzytologie bei 5,5 pro 1000.
Das ist eine signifikante Risikoreduktion um 3,2 Fälle und 58 Prozent"
ist m. E. irreführend.

Denn nach 48 Monaten lag die Risikoreduktion in absoluten Zahlen ausgedrückt nur bei 3,2 Promille. Das ist nicht besonders überzeugend.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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[17.07.2018, 12:03:42]
Cornelia Dölling 
Dr.med.Petro Rarei schrieb uns folgenden Leserkommentar... 
Der Kommentar von Dr. Jörg Köster (der als Gastbeitrag auch in der Ärzte Zeitung (Ausgabe vom 16.7.2018, Seite 3) erschien, Anmerk. d. Redaktion) spricht mir voll aus dem Herzen! Der Ärztemangel ist primär auf Bürokratisierung und Unattraktivität der hausärztlichen Medizin zurückzuführen. Der Hausarzt degeneriert zunehmend zum Lückenbüßer und Ausputzer einer verfehlten Gesundheitspolitik.
Das Wirtschaftlichkeitsgebot gemäß § 12 Abs. 1, SGB V (Leistungen müssen ausreichend,zweckmäßig und wirtschaftlich sein) ist längst zu einer Vollkasko-Medizin verkommen, nach dem Motto: alles in Anspruch nehmen, was möglich ist!.. Da interessiert sich kaum ein Patient dafür, wieviel Zeit er beim Arzt in Anspruch nimmt. Die "Arztzeit" gibt es ja "umsonst" und ist in unserer Zeit der vielen Ich-AGs daher nichts wert.
Am Montag und Dienstag sind die Praxen oft mit Patienten gefüllt, die unter dem "Gelbscheinsyndrom" leiden und sich lediglich wegen Bagatellen für 3 Tage bis 1 Woche krankschreiben lassen wollen. Wäre es da nicht sinnvoll nach dem Norwegischen Modell zu verfahren, das eine AU bis zu 1 Woche ohne ärztliche Untersuchung möglich macht!? Die Arbeitsfehlzeiten und Arztkontakte sind dort deutlich geringer! Atteste und Bescheinigungen sind nur durch eine ordentliche Gebühr im Zaum zu halten.- Gegen die allzu häufigen Arzt-Patienten Kontakte mit weltmeisterlichen 18 Konsultationen pro Jahr hilft nur eine Kontaktgebühr, wie in Frankreich längst üblich, natürlich mit sozial verträglicher Obergrenze.
Eine "Entrümpelung" von rein präventiven Maßnahmen in die private Vorsorge täte ihr Übriges! Warum muss die GKV für Checks, Hautkrebsscreening, Krebsvorsorge und diverse DMP bezahlen, wo es in einer freien Gesellschaft jedem Individuum überlassen bleiben sollte, wieviel ihm seine Gesundheit wert ist. Das ersparte Geld durch die freiwillige Leistungseinschränkung könnte der Versicherte für andere Dinge verwenden...

Dr.med.Petro Rarei, Arzt f. Innere Medizin und Hausarzt zum Beitrag »
[17.07.2018, 08:00:53]
Dr. Rainer Michael Stiebing 
Inzidentalome 
...nicht zu vergessen: die Juristen, die mit dem Vorwurf, nicht nach dem Stand des Wissens gearbeitet zu haben, extrem schnell bei der Hand sind, sollte ein Befund nicht erhoben worden sein. Inzidentalome nach Aktenlage. zum Beitrag »
[17.07.2018, 07:57:25]
Dr.med. Henning Fischer 
eigene Erfahrungen mit der damaligen "Praxisgebühr" 

von 10 Euro:

schlagartiger Rückgang der Fallzahlen in der Notdienstzentrale um 70-80%,

eine Verschlechterung der Versorgung habe ich nicht beobachtet.

Nach Abschaffung der "Praxisgebühr" gingen die Patientenzahlen ebenso schlagartig wieder hoch.

Wer Freibier anbietet muß sich über Zulauf nicht wundern.

Tierarztpraxis am Samstag: 50 bis 150 Euro werden da ohne Murren bezahlt.


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[16.07.2018, 18:47:07]
Kurt Göpel 
Ambulanzgebühr? 
Ich halte es für eine durchaus sinnvolle Aktion, wie damals die Praxisgebühr, die uns Ärzten leider verwaltungstechnisch auf die Nerven ging. Wenn ich sehe, welche Patienten die Notfallambulanz aufsuchen, so könnten mind. 80 % eine Arztpraxis aufsuchen. zum Beitrag »
[16.07.2018, 15:35:09]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"Aut idem" wird mit "Geiz-ist-Geil"-Mentalität ad absurdum geführt! 
Wegen der hohen Rate von Nebenwirkungen (> 10% chron. Husteninduktion) durch ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzyme) sind alternativ die Sartane als AT1-Rezeptor-Antagonisten in der kardiologischen Hypertensiologie unverzichtbar.

Zugleich rächen sich aber auch das Chaos und die Fehlinformationen, welche Politik, "Gesundheits"- und Krankheitswirtschaft bzw. Apothekenwesen mit "aut idem" und der lediglich propagandistisch behaupteten, völligen Austauschbarkeit von Generika angerichtet haben.

Denn es macht sehr wohl einen Unterschied, aus welchen Ländern, mit welchen Produktionsbedingungen und unter welchen Aufsichtsbehörden Generika-Grundstoffe und galenische Zubereitungen produziert und aufbereitet werden.

Von daher bedeutet es einen Riesenunterschied, ob Valsartan-Präparate wie die Originalpräparate, TAD/KRKA-Slowenien-Generika oder MYLAN/DURA-Generika aus europäischen Produktionsstätten stammen, oder aber kaum kontrollierbar in Asien und anderswo hergestellt werden.

Aus Betriebsbesichtigungen bei BAYER-Leverkusen, im Forschungszentrum Bayer-Wuppertal, bei Boehringer-Ingelheim, Microparts-Dortmund, Berlin-Chemie, KRKA-Ljubljana/Slowenien, Mundipharma-Limburg ... kenne ich die hohen Produktions- und Sicherheitsstandards der z.T. auch von der USA-Food and Drug Administation (FDA) abgenommenen Produktionslinien.

Zahlreiche Ausschlussregeln der aut-Idem Substitution bei Schilddrüsen-, Anti-Epilepsie- und weiteren Präparaten
Vgl. https://www.kvwl.de/arzt/verordnung/arzneimittel/info/invo/aut_idem_substitutionsausschlussliste_invo.pdf
belegen die Notwendigkeit der Verordnungshoheit beim behandelnden Arzt/Ärztin.

Hinzu tritt nun in einem konkreten Fall die Problematik von Beimengungen fragwürdiger oder z. T. potenziell schädlicher Substanzen in Medikamenten wie im Fall von Valsartan-Präparaten aus chinesischen Produktionslinien. Teure Umstellungsprozesse stellen potenzielle Einsparpotenziale in den Schatten.

Eine derartige "Geiz-ist-Geil" Medikamentenversorgungs-Politik der Bundesregierung von CDU/CSU/SPD ist m. E. nicht mehr akzeptabel.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[16.07.2018, 12:59:37]
Peter Heidingsfelder 
Bessere Bezahlung der Pflegekräfte 
Die von Herrn Spahn vorgeschlagene Lohnverbesserung wäre schön einmal ein guter Vorschlag. Ich habe über 40 Jahre in der Pflege als Examinierter Krankenpfleger, Intensivpfleger und Luftretter(Rettungsassistenten im Flugrettungsdienst) gearbeitet. Man könnte auch Pflegekräften, die so lange gearbeitet haben, die Rente aufbessern. zum Beitrag »
[16.07.2018, 11:29:48]
Dr. Alexander Türstig 
Man sieht wieder deutlich, 
mit vielen Gesetzen - wie diesem - die eigentlich den Menschen helfen sollen, erdrosseln wir uns und die Motivation unserer Nachkommen selbst :-( zum Beitrag »
[16.07.2018, 07:56:50]
Dr. Stefan Graf 
Missverständlich! 
Die provokante Überschrift passt überhaupt nicht zum Textinhalt, der alle Schwächen dieser Studien und Scores aufdeckt. Drei Beispiele:
"Herzinfarkt und Schlaganfallraten waren bei guter Adhärenz ebenfalls etwas reduziert, aber nicht signifikant." ...."Noch dürftiger waren die Resultate bei der Krebsrate: Hier zeigten sich für keine der Ernährungsweisen auch nur nennenswerte numerische Unterschiede."...."Dass die nordische Diät nichts nützt, lässt sich aus diesen Daten jedoch auch nicht ableiten."
Den Begriff "Diät" überhaupt mit gesunder Ernährung in Verbindung zu bringen, ist ohnehin mehr als fragwürdig.
Lieber Herr Peuser: Ich kann mich der Verwunderung von Frau Schwarz nur anschließen. Butter enthält kein tierisches Eiweiß? Diese Behauptung ist ebenso verwunderlich wie Ihre sonstigen quantitativen Berechnungen, die (mit Ausnahme der Butter) doch einen sehr veganistisch-missionarischen Touch offenbaren. Ich will Ihnen Ihre Ernährungsphilosophie bestimmt nicht ausreden, aber bitte verbreiten Sie sie nicht als "Panazee" für die Allgemeinheit. Wann setzt sich endlich die Erkenntnis durch, dass Ernährung eine hoch individuelle (von Lebensweise, Genetik, Alter...)abhängige Geschichte ist. Hier ist Eigeninitiative gefragt, zu eruieren, was mir und nur mir am besten bekommt. Wir müssen raus aus der bequemen Haltung, anderen (heutzutage sind das zunehmend "Gesundheits-Apps")die Verantwortung für mein Wohlbefinden und meine Ernährung zu übertragen. Gesundheit und Fitness sind kein zum Beitrag »
[13.07.2018, 19:04:33]
Dr. Joseph Kuhn 
Nachfrage 
Herr Kopp, könnten Sie für das "eindeutige Votum des Deutschen Ärztetags für die Zusatzbezeichnung Homöopathie" eine Quelle angeben? Und bitte auch konkret sagen, welche Kritiker zum Homöopathiekongress in Leipzig eingeladen waren. Danke. zum Beitrag »
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