Leserkommentare [20808]

[21.10.2019, 14:41:40]
Dr. Christoph Schay 
Apps senken keinen Blutdruck 
Der Herr Minister sollte sich nicht zu fein sein, sich um die Lieferengpässe bei notwendigen Medikamente zu kümmern, eine APP senkt weder Blutdruck noch hilft es bei Depressionen, um nur einige Indikation zu nennen, bei denen Patienten durch fehlende Wirkstoffe zu Schaden kommen können. Aber das ist ja nicht so hip wie die Digitalisierung, die für das Publikum in Szene gesetzt wird. zum Beitrag »
[21.10.2019, 10:19:49]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Konservative Diabetologie und Kardiologie 
Das kann man durchaus mit der KHK vergleichen:
Die Verhinderung der Koronaren Herzkrankheit über Blutdruck-, Gewichts- und Lipidkontrolle bzw. Förderung bio-psycho-sozialer Aktivität und Sport werden ebenfalls nicht annähernd kostendeckend honoriert.

Für die Durchführung von Koronar-Interventionen von der PCI-Stentung mit BMS und DES bis zur Bypass-OP ist jedoch offenkundig genug Geld da.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[21.10.2019, 10:17:40]
Dr. Christoph Schay 
Videosprechstunde 
kann von Trend für die Videosprechstunde trotz, der EBM Massnahmen der KBV, wirklich die Rede sein, wenn ein Anbieter, bei dem ich die Konditionen eingeholt habe, mir ein Paket von 2513,28 € für ein Jahr unterbreitet?
Ich meine, trotz der neuen Abrechnungsmöglichkeiten und der auf 500€ / Quartal begrenzten Förderung der GKV, kein besonders gutes Geschäft für Primärärzte, deren Patienten nachweislich den direkten, persönlichen Kontakt bevorzugen.  zum Beitrag »
[21.10.2019, 10:07:36]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Sehr geehrter Kollege Heinrich Hümmer... 
leider sind zumeist Sie es, der sich auf völlig unseriöse Sekundär- und Tertiärliteratur bzw. Pseudo-Zusammenfassungen auf "wordpress.com" beruft, was man beim besten Willen in der Debatte um die Homöopathie nicht ernst nehmen kann.

Dr. Norbert Aust hat als promovierter Maschinenbauer auf
http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/
und mit seinem Buch "In Sachen Homöopathie - Eine Beweisaufnahme" wenigstens Primärliteratur verfasst, über die sich sicherlich streiten lässt. Ihre Behauptung: "Der Skeptiker Dr. Aust veröffentlicht ebenfalls über Wordpress.com" haben Sie im Übrigen gar nicht belegen wollen oder können.

Alle von mir bisher geprüften Original-Publikationen konnten nicht zweifelsfrei belegen, dass die Homöopathie signifikant über Placebo-Effekte hinausgehende Wirksamkeiten haben könnte. Bitte ersparen Sie den aufgeklärten Leserinnen und Lesern der Ärzte Zeitung Ihre unreflektiert-tendenziöse Sekundär- und Tertiärliteratur.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[21.10.2019, 08:16:30]
Dr. Wolfgang Muche 
Sprechzeiten 
Leider wird man immer wieder hinter das Licht geführt.
Wunderbar, jeden Tag Sprechstunde gehalten, auch samstags, täglich 10 Hausbesuche gemacht.
Ergebnis: Bezahlung mit Punkten, die nicht vergütet worden.
Es wird bald kein Arzt mehr zur Verfügung stehen.
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[20.10.2019, 22:39:20]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Meine persönliche Nachbemerkung an den Bundesgesundheitsminister  
Persönliche Nachbemerkung:
Meine Praxis-EDV ist auf dem neuesten Stand. KVWL-Konnektor, elektronische Datenübertragung mit Safenet, permanenter Internet-Anschluss, elektronische Versichertenausweis-Prüfung etc. Meine Patienten-Dokumentation mit MedatiXX ist komplett speicher- und übertragungsfähig auf alle gängigen Speicher-Medien. Doch niemand will das haben, dass seine intimsten Gesundheits- und Krankheits-Daten auf irgendeinem Zentralspeicher oder einer "Cloud" abgespeichert werden und jeder x-beliebige Hacker darauf zugreifen könnte. M.E kommen Sie, Herr Minister, nicht darum herum zu erklären, warum nicht jeder Mensch in Deutschland seine eigenen Daten auf einem persönlichen, Passwort-gesicherten Datenträger seiner Wahl speichern kann. Die meisten vertragsärztlichen Praxen in Deutschland sind im EDV-Zeitalter mit Kosten von ca. 500 Euro mtl. aufgerüstet. Es sind Politik, Gesellschaft, Medien und eher versorgungsfremde Funktionäre bei Ärzten, Kassen und Verbänden, die immer wieder auf der Bremse stehen.  zum Beitrag »
[20.10.2019, 16:50:49]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Sehr geehrter Herr Bundesgesundheitsminister Jens Spahn! 
Wenn sie als Beispiel für Telemedizin die Situation benennen, „wenn der Arzt, der morgens um sechs in Lübeck sagt, ich habe gerade Zeit, bevor ich die Kinder zur Schule bringe, ein, zwei Stunden ärztliches Angebot zu machen, und jemand in München gerade morgens um sechs den Bedarf hat zum ärztlichen Gespräch“, belegt dies, dass Sie offensichtlich weder von Medizin noch von lebenspraktischen Dingen eine Ahnung haben.

Im Gegensatz zu Ihrem Telemedizin-fremden, irreführend-konfusen Beispiel geht es in der gesamten Humanmedizin nicht um Bagatell-Probleme, Befindlichkeitsstörungen oder Alltags-Verrichtungen, sondern um Krankheiten und bio-psycho-soziale Abweichungen, deren Ursachen, Detektionen, Ausschlüsse, Differenzialdiagnosen, (interventionelle) Therapien und Bewältigungs-Strategien. Außerdem um Palliation, Prävention mit Vorsorge und Früherkennung und Gespräch über real existierende Krankheitsentitäten.

Ihre inhaltlichen Fehleinschätzungen der Telemedizin beruhen auf persönlichen und professionellen Defiziten:
1. Ärztinnen und Ärzte aus Lübeck verstehen Münchener allein vom Dialekt her nicht. Und in Norddeutschland meint "ich habe ein schlimmes Bein" nicht, wie in Bayern üblich, nur den Fuß.
2. Wer seine Kinder spätestens ab 7:30 in die Schule bringen muss, hat ab 6:00 keine Zeit mehr für bis zu 2 stündige, telemedizinisch professionelle, vertrauliche Gesprächsführung, sondern muss Stullen schmieren, mit seinen Kindern kommunizieren und u.U. die Schulranzen kontrollieren.
3. Ihr ministerialer Morgen mag ab 6:00 anders aussehen, aber Sie haben ja auch offenkundig keine Kinder und können unbehelligt 2 Stunden professionelle Gespräche führen.
4. Ich persönlich frage mich, welch "ärztliches Angebot" Sie wohl morgens um 6:00 gemeint haben könnten? Etwa "Bedarf zum ärztlichen Gespräch" bei akuter Suizidalität, Depression, Demenz, allgemeinen Verdauungsstörungen, Hypertonie, Hautveränderungen im Genitalbereich, Allergien usw. von Lübeck nach München? Dann dürften aber die schulpflichtigen Kinder allein wegen der ärztlichen Schweigepflicht davon nichts mitbekommen.
5. Dass Ihr postuliertes "ärztliches Angebot" bei Appendizitis, Gallenkolik, akutem Koronarsyndrom, hypertensiver Krise, Herzinsuffizienz, Atemnotsyndrom, Kollaps und Kreislaufschwäche, Nephropathie, neurologischen und internistischen Systemkrankheiten nicht besonders gut ankommen würde, müsste Ihnen selbst als medizinischem Laien doch auch einleuchten.

So fällt Ihr "Telemedizin-Märchen" in sich wie ein Kartenhaus zusammen. Ambulante ärztliche Versorgung auf dem Land und in der Stadt funktioniert bis zur derzeit gar nicht möglichen, reinen Masernimpfung nur durch persönliche Inaugenscheinnahme, Anamnese-Erhebung, Untersuchung, Beratung, Differenzialdiagnose und -Therapie.

Telemedizin mit ihren Möglichkeiten und Grenzen muss erst von uns Ärztinnen und Ärzten ausgelotet und mit Leben gefüllt werden. Da brauchen wir weder populistische noch laienhafte Sprüche-Klopfer.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[19.10.2019, 13:24:08]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Absurdes Theater um nicht vorhandenen Masern-Impfschutz und Impfstoff 
Eine erste Lesung zur Masern-Impfpflicht abschließen zu wollen, ist in etwa so absurd, wie in erster Lesung permanent schönes Wetter in Deutschland zu fordern.

Warum klärt eigentlich niemand, einschließlich Gesundheits- und Ärzte-Funktionäre, Fachgesellschaften, Medien, GKV-Kassen und G-BA den Minister darüber auf, dass in Deutschland ein Masern-Impfstoff gar nicht existent ist? Es gibt laut RKI und MPI nur den Masern-Mumps-Röteln (MMR) Kombinations-Impfstoff.

Und wenn der Gesundheitsminister Jens Spahn, der ganz offensichtlich eher mit Krankheiten, deren Bekämpfung und Verhinderung zu tun haben sollte, im gleichen Atemzug auch noch Jugendliche vor Werbung für Schönheits-OPs schützen will, fragt man sich unwillkürlich, ob hier blinder Populismus über klarem Verstand steht?

Denn
1. ist Werbung für Schönheits-OPs bei Jugendlichen bereits berufsrechtlich verboten
und
2. sollte sich der Minister mehr um Verbote von Werbung für Zigaretten, Alkoholika und Flugreisen kümmern.

Das wäre effizienter für Gesundheit und Klimaschutz!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

P.S.: Jeder Arzt kann und darf auch heute schon Impfen. Die meisten von ihnen haben nur gar keine Lust dazu und überlassen diesen Arbeitsaufwand lieber uns Haus- und Familienärzten.
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[19.10.2019, 12:36:59]
Dr. Heinrich Hümmer 
Seriöse Quellen... 
Herr Dr. Schätzler:
1)Der Skeptiker Dr. Aust veröffentlicht ebenfalls über Wordpress.com, würden Sie ihn auch als unseriöse Quelle betrachten?

2)Dr. Aust auf
http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=5335&unapproved=40859&moderation-hash=3f13988d562cba7c75af0c908dc3c08c#comment-40859

"Außerdem sollten Sie meine Äußerungen und die des INH noch einmal genauer lesen: Unsere Aussage ist, dass es keine belastbare / zuverlässige / überzeugende Evidenz für eine Wirksamkeit über Placebo hinaus gibt. Also nicht „keine“ sondern „keine aussagekräftige“, was in der absoluten Anzahl ja einen Unterschied macht. So wie „kein Bier“ etwas anderes ist als „kein gutes Bier“.

3)https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/10/19/geschichte-und-hintergrunde-des-sog-hidden-first-report-der-australischen-gesundheitsbehorde-nhmrc-zur-evidenz-der-homoopathie/ zum Beitrag »
[18.10.2019, 13:21:06]
Wolf R. Dammrich 
Kurz gesagt... 
... sollen die Kosten der Strafverfolgungsbehörden auf die Krankenkassen umverteilt werden. Na toll! zum Beitrag »
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