Leserkommentare [20797]

[18.10.2019, 10:40:48]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Bitte kein orthopädisches Abwarten bei ACS-Verdacht  
Im Kommentar des Fachorthopäden wird der einseitige akute Schulterschmerz während sportlicher Aktivität als Hinweis auf Herzinfarkt und/oder akutes Koronarsyndrom (ACS) erneut bagatellisiert.

Davor kann ich als langjährig erfahrener Haus- und Familienarzt nur warnen. Denn ich habe mehrere Einzelfälle erlebt, wo Orthopäden vor lauter Fachorientiertheit, wenn überhaupt, eine gezielte Anamnese, "gefolgt von klinischer und gfs. ergänzender bildgebender (Nativ-Röntgen, MRT, CT) Untersuchung" durchgeführt haben.

Auch geht der sehr umständliche Hinweis "Sollte die Therapie nicht erfolgreich sein, protrahiert oder untypisch verlaufen, ist die bisherige Arbeits-Diagnose zu revidieren und eine systematische Differenzial-Diagnostik zu initiieren. Diese ist dann nicht nur zu berücksichtigen oder zu empfehlen, sie ist zwingend" dahingehend fehl, dass es sich bei orthopädischer Fehldeutung eines Akuten Myokardinfarktes oder akuten ACS um eine Notfallsituation mit sofortigem klinischem Interventionsbedarf handelt.

Von daher ist abwartendes Verhalten und Hoffen auf therapeutische Effekte orthopädischer Interventionen bei jeder Art von ACS-Verdacht obsolet.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[18.10.2019, 09:58:39]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Hier gehen Vorsorge- und Früherkennungs-Untersuchungen wieder munter durcheinander! 
Der Begriff "Screening" ist ebenso anglophil wie verwirrend: Entweder handelt es sich um Früherkennung einer präexistenten oder präformierten Erkrankung oder um den Ausschluss einer Erkrankung im Sinne von Vorsorge, indem man einer Erkrankung tatsächlich zuvor kommt und zugleich über Risikofaktoren aufklären kann.

Eine inzident seltene Erkrankung wie Hodenkrebs mittels Screening möglichst früh erkennen zu wollen, macht keinen Sinn: 1000e von Männern müssten informiert, motiviert und zur Untersuchung aufgefordert werden bzw. auch tatsächlich kommen, um einen einzigen Fall zu detektieren. Hinzu kommen mögliche falsch positive Befunde.

Aufklärung, Information zur Selbstuntersuchung und Beobachtung sind da hilfreicher. Dann können konkrete Hodenveränderungen gezielt untersucht und abgeklärt werden.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[17.10.2019, 10:03:06]
Dr. Detlef Bunk 
Unhaltbare Zustände für Patienten 
Unfassbar, wie sich europäische Pharmafirmen und -händler aus Profitgier von ausländischen Herstellern abhängig und auch erpressbar machen und die Krankenkassen das hinnehmen.
Dr. Detlef Bunk, Dipl.Psych. zum Beitrag »
[17.10.2019, 09:59:51]
Dr. Detlef Bunk 
Unfassbar 
Unfassbar, wie sich Europa aus Profitgier von ausländischen Hersteller abhängig und auch erpressbar macht.
Dr. Detlef Bunk, Dipl.Psych. zum Beitrag »
[17.10.2019, 08:35:07]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"Viel Lärm um Nichts" 
Die angeblich "medizinisch relevante[n] Stoffwechselparameter wie die Konzentration von Calcium, Kalium und stickstoffhaltigen Ammonium-Ionen" in der Haut (!) und nicht im Blut/Serum interessieren mich herzlich wenig.

Ich will bei meinen Patientinnen und Patienten routinemäßig ein BB und Diff-BB machen, HbA1c bestimmen, KREA, K, NA, GPT, GGT, TSH, TG, LDL- und HDL-Cholesterin als Basislabor-Werte messen. Dafür muss ich nach wie vor Venen punktieren.

Die Pressemitteilung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) geht an der medizinischen und laborchemischen Realität völlig vorbei.

Und wofür die Bestimmung von stickstoffhaltigen Ammonium-Ionen in der Haut und Unterhaut sinnvoll sein soll, erklärt die hier unkritisch nacherzählte EMPA Pressemitteilung auch nicht.

"Viel Lärm um Nichts"! zum Beitrag »
[17.10.2019, 07:36:56]
Marko Frankowsky 
Rechnungen bleiben liegen 
Die Krankenkassen würden gut daran tun, in den eigenen Häusern eingehende Rechnungen wie die von Anerkannten Entlastungsanbietern, zügig zu bearbeiten und zu begleichen. Oft vergehen Wochen und Monate bis die Krankenkassen Rechnungen bezahlen. Dies geht zulasten der Pflegebedürftigen weil oftmals die Anbieter, wenn teilweise Monatelang Rechnungen nicht beglichen werden, keine Leistungen mehr für die betreffenden Pflegebedürftigen erbringen können. Das wäre ein sehr einfacher praktischer Schritt seitens der Krankenkassen um die Situation in der Versorgung der Pflegebedürftigen zu verbessern. So schön Ausarbeitungen von diverser Studien auch sein mögen. zum Beitrag »
[17.10.2019, 07:06:35]
Uwe Werner 
Rechtssicherheit ist das Thema... 
Rechsicherheit ist das Thema für die Notfallsanitäterin und den Notfallsanitäter, da hier mal wieder ein schlecht gemachtes Gesetz nachgebessert werden muss. Es geht doch nicht um Substitution von ärzt. Tätigkeiten wie von den Chirurg. Fachgesellschaften behauptet, wenn es so wäre zu recht angemahnt ,...sondern um Rechtssicherheit... im Notfall ohne Arzt muss der NFS alles tun was er in seiner mittlerweile 3! jährige Ausbildung gelernt hat, auch invasive Maßnahmen um den Pat. zu Stabilisieren hier besteht Rechtsicherheit, es geht doch viel mehr um den Rest : BZ 35 Pat noch wach , Schmerzen bei Fraktur usw. Einsätze zu dem im Jahre 2019 nicht der RTH anfliegen sollte um Glucose zu spritzen. Es obliegt den Ärzten wie der Teampartner NFS ausgebildet wird und den ÄLRD wie SOP usw. gestaltet und kontrolliert werden für den NA und NFS. Der Bundesrat Entwurt ist eigentlich gut und praktikabel, in Bayern wird das seit Jahrzehnten gelebt und hat sich bewehrt, nur das es im Notfallsanitätergesetzt nicht optimal artikuliert wurde.  zum Beitrag »
[17.10.2019, 06:50:23]
Dr. Stefan Graf 
"Die Fleischesser" gibt es nicht 
"Die Fleischesser" als scheinbar homogene Kohorte Vegetariener und Veganern gegenüberzustellen, kann keine aussgagekräftigen Studienergebnisse liefern. Der täglich große Fleisch- und Wurstmengen vertilgende "Fleisch-ist-mein-Gemüse-Typ" hat mit einem sich vernünftig ernährnden Allesesser, der eine pflanzlich dominierte omnivore Ernährung ohne Fleischverzihct praktiziert (mediterran, flexitarisch), viel weniger gemein als letzterer mit einem Ovo-Lakto-Vegetarier bzw. Pescetarier. Auch der Unterschied zwischen Vegetarisch und vegan ist ein gewaltiger. Die gängige Praxis, vegan+vegetarisch "dem Fleischverzehrer" gegenüberzustellen, täuscht in beiden Gruppen EInheitlichkeit vor, die völlig an den breiten Spektren der realen Ernährungsweisen vorbei geht und daher rein stsatistische Werte ohne Aussagekraft liefern muss. zum Beitrag »
[16.10.2019, 16:00:00]
Dr. Walther Kirschner 
Schulterschmerzen bei internistischer Ursache? 
Bei der Symptomatik cardialer Infarkte wird in der Literatur auch auf einseitige Schulterschmerzen verwiesen. Hingegen ist bei Klärung von Schulterschmerzen nicht primär an internistische Ursachen zu denken, sondern an die systematische orthopädische Untersuchungsabfolge. Dabei ist zunächst die gezielte Anamnese bedeutsam, gefolgt von klinischer und gfs. ergänzender bildgebender (Nativ-Röntgen, MRT, CT) Untersuchung.

Dabei ist in der überwiegenden Anzahl der Fälle eine schnelle und sichere fachorthopädische Beurteilung und Diagnose möglich. Hieraus ergibt sich eine direkte Therapie-Indikation mit der Möglichkeit eines schnellen Therapiebeginns.

Eher in wenigen Fällen zeigen sich untypische oder unklare Befunde, die weiterer Abklärung, d.h. einer gezielten Differenzialdiagnostik bedürfen. Diese erfordert oft interdisziplinäre Vorgehensweisen, auf die zwecks Diagnosefindung nicht verzichtet werden kann. Hierbei wird zwischen primären und sekundären Effekten, zwischen pathogenetisch/symptomatischen und ätiologischen Faktoren zu unterscheiden sein.

Die benannten Schulterschmerzen bei 20 % der Diabetiker sollten differenziert betrachtet werden, wobei Zahlen und Statistiken in der Literatur einer näheren Prüfung (incl. Meta-Analysen) zu unterziehen sind, da einzelne Studien oder unzureichende Zahlen für weitreichende Interpretationen eher prekär sind.

Grundlegend ist die Diagnose-Findung, um eine gezielte rationale Therapie zu beginnen. Sollte die Therapie nicht erfolgreich sein, protrahiert oder untypisch verlaufen, ist die bisherige Arbeits-Diagnose zu revidieren und eine systematische Differenzial-Diagnostik zu initiieren. Diese ist dann nicht nur zu berücksichtigen oder zu empfehlen, sie ist zwingend.

Dr. Walther Kirschner
FA O. et al.  zum Beitrag »
[16.10.2019, 15:25:52]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Sehr geehrter Kollege Heinrich Hümmer... 
Wer sich ausgerechnet auf "wordpress.com" beruft und auch noch zitiert, den kann man beim besten Willen in einer seriösen Debatte um die Homöopathie nicht ernst nehmen.

Und wer dann noch nicht weiß, was Evidenzgrad C bedeutet, sollte nicht zu herabsetzenden Verbalinjurien greifen, wie "Fachmann für alles" oder "Herr Professor für alles".

Im übrigen, nennen Sie mir doch einen ernsthaften Physiker, der tatsächlich bestreitet "daß man nichts beweisen kann, was nicht vorhanden ist."

Ein Dialog mit Ihnen scheint zum Scheitern verurteilt.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
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