Leserkommentare [20782]

[15.10.2019, 12:22:41]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"The Effectiveness of Homeopathie..." - Ein Report, der offensichtlich nicht übersetzt oder verstanden wird! 
"The Effectiveness of Homeopathie: an overview review of secondary evidence" vom 20.8.2019 von Professor Anne Kelso AO Chief Executive Officer
https://edit.nhmrc.gov.au/sites/default/files/documents/attachments/Draft%20annotated%202012%20homeopathy%20report.pdf
schließt mit dem Satz: "Rather, it stated that "based on the assessment of the evidence of effectiveness of homeopathy, NHMCR (National Health and Medical Research Council] concludes that there are no health conditions for which there is reliable evidence that homeopathy is effective."

Damit werden alle Fantasien des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) ad absurdum geführt, die Homöopathie möge doch in geringen Anteilen zumindest etwas wirksam sein. Nein, der Report geht sogar so weit, dass er nicht nur von keinen Krankheits-, sondern allgemein von keinen Gesundheits-Bedingungen ["no health conditions"] spricht, unter denen es eine wertige Evidenz für die Effektivität der Homöopathie gebe.

Man beachte die Wortwahl: Effektivität bedeutet nicht Effizienz. Denn die Homöopathie kann durchaus mit ihren vielfältigen Placebo-Effekten und über die intensive Zuwendung, Empathie und Beziehungspflege wie auch in der allopathischen Medizin für die Patientinnen und Patienten effizient sein. Gefordert sind aber in der Evidenz-basierten Medizin (EbM) der Nachweis der Effektivität von diagnostischen oder therapeutischen Methoden und Maßnahmen.

Wegen der Fülle verschiedener Krankheitsentitäten und diagnostischer Unsicherheiten kann es nicht für Alles gesicherte Leitlinien, Empfehlungen, Consensus-Reports und EbM geben. Aber so lange sich die Vertreter der Homöopathie darauf berufen, dass für Ihre Profession Evidenz-basierte Kriterien nicht gelten, ist der wissenschaftliche Erfahrungsaustausch blockiert.

Verfechtern der Homöopathie sei dringend empfohlen, sich auf verlässliche Primärliteratur zu berufen. Unter der Sekundärliteratur-Quelle https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/10/12/studienlage-zur-evidenz-der-homoopathie/
findet sich z.B. der Fake-News Beitrag:
"Hochaktueller Bericht der australischen Gesundheitsbehörde NHMRC (der vergebliche Versuch, diesen ersten Bericht, der nicht die „erhofften Ergebnisse“ erbrachte unter Verschluß zu halten, ist möglicherweise einer der GRANDIOSESTEN VERSUCHE EINES WISSENSCHAFTSBETRUGES!):
„Es gibt ermutigende Beweise für die Wirksamkeit der Homöopathie bei:
• Fibromyalgie (Grad C)
• Mittelohrentzündung (Grad C)
• postoperativer Ileus (Zeit bis zum ersten Flatus) (Grad C)
• Infektion der oberen Atemwege (URTI) bei Erwachsenen (Grad C)
• Nebenwirkungen der Krebsbehandlung (Grad C)“ (Zitat Ende)

Empfehlungsgrad C bedeutet so gut wie gar keine Evidenz, und die Aussagen "unter Verschluß zu halten" und "möglicherweise einer der GRANDIOSESTEN VERSUCHE EINES WISSENSCHAFTSBETRUGES" entbehren jeglicher Grundlage.

Wer des Englischen einigermaßen mächtig ist entnimmt dem Bericht von Frau Pro. Kelso, dass keineswegs ein Bericht unter Verschluss gehalten wurde: Sondern der ursprünglich beauftragte Vertragspartner ("contractor") musste durch einen zweiten ersetzt werden. "The Effectiveness of Homeopathie..." kann auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und letzte Wahrheiten erheben, weil wissenschaftliche Erkenntnisse im Fluss sind bzw. fortlaufend verifiziert und/oder falsifizierte werden müssen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

P.S.: Professor Anne Kelso AO Chief Executive Officer bitte nicht verwechseln mit dem Chefarzt im Sacred Heart Hospital, Dr. Robert (Bob) Kelso aus der Fernseserie "SCRUBS - Die Anfänger" https://youtu.be/CgNfQpJl6Xg
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[15.10.2019, 12:17:34]
Dr. Hans-Werner Bertelsen 
Hebammen sind das Einfallstor 
Verehrter Prof. Loewenich! Herzlichen Dank für ihr Beispiel! Es beschreibt eindringlich die mitunter lebensgefährlichen NW von "Homöopathie".
Sebastian Herrmann beschreibt in der SZ mit seinem Artikel "Globulisierung des Kreißsaals" die Methodik des Systems Zuckerkugel. Hebammen werden auf sogenannten "Fortbildungen" von den Herstellern der Mumpitz-Medizin hofiert und im firmeneigenen Shuttle-Bus vom Bahnhof zur Vortragsstätte gekarrt. Ein mir persönlich bekannter Apotheker sagte mir auf meinen Vorschlag, die Zuckerkugeln aus dem Sortiment zu verbannen: Geht nicht, weil:
1. Zu viel Umsatz ginge verloren
2. "Konkurrenz würde sich totlachen"
3. Alle Mütter kommen mit ihren Babys und kaufen den Stoff

Er würde sich ebenfalls sehr über die Naivität der Kundschaft wundern, besonders das Thema "Erstverschlimmerung" sei seiner Meinung nach ein verhängnisvoller Irrglaube.

Die Aufklärung schreitet aber mit großen Schritten voran und der Münsteraner Kreis bleibt munter am Ball. zum Beitrag »
[15.10.2019, 07:37:05]
Dr.med. Franz-Josef Wittstamm 
Henne oder Ei 
Tritt bei metastasierten Krebspatienten ein fieberhafter Infekt auf, darf dies als Hinweis auf eine bereits geschwächte Immunabwehr gedeutet werden. So ist die Prognose schon allein dadurch deutlich reduziert, auch ohne die vermutete Interaktion.  zum Beitrag »
[14.10.2019, 22:14:01]
Dr. Heinrich Hümmer 
"...gesunder Menschenverstand": wer entscheidet darüber, wer ihn hat? Sie etwa? 
1)"...daß man nichts beweisen kann, was nicht vorhanden ist"

Da hab ich schon mal zweifel, ob das "gesunder Menschenverstand" ist(und fühle mich damit in Gesellschaft mit allen Physikern

2)"...Es ist ja auch gar nicht nötig, die Unwirksamkeit der Homöopathie zu beweisen."
Wenn alle POSITIVEN Studien-Ergebnisse hartnäckig geleugnet werden (sog. SEE: Skeptiker-Evidenz-Einäugigkeit), dann hilft ja nur noch die Beweisumkehr.

3)"...Eine Kostenübernahme durch Krankenkassen sollte es nach meiner Meinung grundsätzlich nicht mehr geben, auch wenn die Kosten möglicherweise relativ gering sind."

Wenn Sie´s wirklich ernst und ehrlich meinen würden (und nicht nur notdürftig kaschiertes Homöopathie-Bashing betreiben wollen), dann würden Sie erst mal bei den Antdepressiva anfangen, die eine wesentlich schlechtere Evidenz als die Homöopathie aufweisen und ein wesentlich höheres Kosten-Einspar-Potenzial besitzen.

https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/10/12/studienlage-zur-evidenz-der-homoopathie/
https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/10/10/38/
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[14.10.2019, 16:35:29]
Adolf Göttker 
Lieber für Frieden einsetzen 
Herr Yoldas sollte sich lieber für Frieden überall einsetzen, gerade als Arzt; denn die Kollegen von Ärzte ohne Grenzen müssen wohl auch jetzt wieder die Folgen des türkischen Angriffs in Syrien mit ihrem Einsatz für die Betroffenen unter Lebensgefahr ausbaden.
Das heißt aber nicht, dass ich den Anschlag auf seine Praxis in Ordnung finde.
Adolf Göttker zum Beitrag »
[14.10.2019, 16:15:07]
Dipl.-Med Jens-Uwe Köhler 
unnötige Mehrkosten durch Homöopathie 
Der Tagungspräsident Prof. Keller betont: "Das mit Homöopathika umgesetzte Geld fehlt an anderer Stelle."
Dazu möchte ich ergänzen, dass es nicht nur um die 20 Mio Euro für Zuckerkügelchen geht, wie jüngst von den Verfechtern dieser Placebobehandlung betont wurde. Vielmehr entstehen die weitaus größeren Kassenkosten bei der Honorierung der homöopath. tätigen Ärzte, den Folgekosten durch verzögerte evidenter Diagnostik / Therapie und den häufigeren Krankschreibungen.
Die TKK hat in Zusammenarbeit mit der Charite zwei größere Studien gemacht, in denen dargelegt wird, dass ein Patient, der in ein Homöopathieprogramm der TKK eingeschrieben wurde, ca. 770,- EURO Mehrkosten pro Jahr verursacht. Gelder, die von allen Mitgliedern aufgebracht werden müssen.
DAS ist bei komplett fehlender Evidenz längst nicht mehr zeitgemäß und muss endlich beendet werden.

Quelle:
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0182897 zum Beitrag »
[14.10.2019, 14:53:50]
Dr.med. Jan Oude-Aost 
Nachteil mit Methode 
"Die sei durchaus ein gravierender struktureller Nachteil der Schulmedizin im Vergleich mit der Homöopathie."

Der Vorteil, den die Homöopathie hat, liegt nicht in ihrer "Struktur" begründet, sondern in den Bedingungen, die zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und Lobbyvereinen wie dem DZVhÄ geschaffen werden. Auch medizinische Interventionen profitieren davon, mit ausreichend Zeit erklärt zu werden. Diese Zeit wird der Homöopathie unnötigerweise gewährt (die spezifische Wirksamkeit ist unabhängig von der, mit der homöopathischen "Anamnese" verwendeten Zeit) und von allen Mitgliedern gezahlt.
Über den unkritischen Geist und die gefährlichen medizinischen Ideen, die u. a. auf Kongressen des DZVhÄ verbreitet werden (Impfskepsis, Homöopathie bei AIDS, Tumorerkrankungen, Akutem Abdomen usw) ist an anderer Stelle ausführlich berichtet worden.  zum Beitrag »
[13.10.2019, 21:59:08]
Dr. Heinrich Hümmer 
"...gesunder Menschenverstand": wer entscheidet darüber, wer ihn hat? Sie etwa? 
1)"...daß man nichts beweisen kann, was nicht vorhanden ist"

Da hab ich schon mal zweifel, ob das "gesunder Menschenverstand" ist(und fühle mich damit in Gesellschaft mit allen Physikern

2)"...Es ist ja auch gar nicht nötig, die Unwirksamkeit der Homöopathie zu beweisen."
Wenn alle POSITIVEN Studien-Ergebnisse hartnäckig geleugnet werden (sog. SEE: Skeptiker-Evidenz-Einäugigkeit), dann hilft ja nur noch die Beweisumkehr.

3)"...Eine Kostenübernahme durch Krankenkassen sollte es nach meiner Meinung grundsätzlich nicht mehr geben, auch wenn die Kosten möglicherweise relativ gering sind."

Wenn Sie´s wirklich ernst und ehrlich meinen würden (und nicht nur notdürftig kaschiertes Homöopathie-Bashing betreiben wollen), dann würden Sie erst mal bei den Antdepressiva anfangen, die eine wesentlich schlechtere Evidenz als die Homöopathie aufweisen und ein wesentlich höheres Kosten-Einspar-Potenzial besitzen.

https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/10/12/studienlage-zur-evidenz-der-homoopathie/
https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/10/10/38/
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[12.10.2019, 15:18:37]
Rene Hermanns 
Notfallsanitäter  
Worüber regen sich denn die Herrschaften der Berufsverbände auf? Ist es was neues das heilkundliche Maßnahmen durch uns NotSan durchgeführt werden? Es wird so dargestellt als wenn dies eine Ausnahme ist. In vielen Gebieten, gerade im ländlichen Bereichen ist es gang und gebe. Es ist ja jetzt nicht so als wenn wir etwas machen und wollen wovon wir keine Ahnung haben?! Die meisten ÄlRd haben die Maßnahmen die durch nichtärztliches Personal durchgeführt schon seit Jahren in SAAs festgelegt und die Mitarbeiter werden entsprehend ihrer Qualifikation (Rs,RA,NotSan)Zertifiziert. Vlt. sollte man anstatt ständig gegeneinander zu schießen sich lieber wieder darauf konzentrieren worauf es ankommt. Nämlich das der Patient die bestmögliche Behandlung bekommt. Miteinander statt gegeneinander. Niemand will den Notarzt ersetzen.  zum Beitrag »
[12.10.2019, 15:06:24]
Rene Hermanns 
Retten ohne StGB 
Es wird gerade in den Medien immer so getan als wenn es was ganz neues ist das heilkundliche Maßnahmen durch Notfallsanitäter durchgeführt werden. Wie viele meiner Kollegen und auch Notärzte bestätigen werden ist es doch mittlerweile Tagesgeschäft. Vielerorts haben ÄlRd schon durch SAA die Vorraussetzungen geschaffen das wir im Notfall im Rahmen unserer Kompetenz Hilfe leisten können. Nur ist das Dilemma dabei halt das wir keine Rechtssicherheit haben. Und das Problem wird ja nun hoffentlich beseitigt. Es geht sich nicht darum Notärzte ersetzen zu wollen. Aber ich kann doch erwarten das ich bei der Durchführung meiner Arbeit so wie man es von mir verlangt vernünftig abgesichert bin. Überall im europäischen Umland leisten Paramedics schon seit Jahrzehnten gute Arbeit, nur hier bei uns wird wieder so getan als wenn dadurch irgendjemand zu schaden kommt. Und ein Studium alleine oder ein Titel bedeutet nichts. Es gibt in jedem Berufsstand gute und schlechte Mitarbeiter. zum Beitrag »
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