Leserkommentare [20426]

[15.07.2019, 16:45:02]
Gundula Krause 
viel zu viele Krankenhäuser lt. Bertelsmann-Stiftung 
Toll! Meine Empfehlung: die Kliniken, die bestehen bleiben sollen, bitte nach der Größe der Flure auswählen! Wo am meisten Patienten in die Flure passen, sind die Theoretiker mit der Klinikauswahl dann richtig!!
Auch toll: viel, viel mehr ambulante Operationen. Und dann? Dann sollen doch die "Ausputzer" in Form von Hausärzten die weitere Betreuung übernehmen.
Warum? Weil sie so viel Zeit übrig haben für zusätzliche Aufgaben!
Empfehlung: jeder, der dieses Konzept unterstützt wird mit Namen und Tel.-Nr. in einer Kartei aufgenommen - und bei der nächsten Grippewelle für die Flurversorgung der Patienten eingezogen. Erst dann werden sie verstehen, was auch die kleineren Häuser leisten.
Und dann bitte weiter so. Feuerwehren verringern (so oft brennt es ja schließlich nicht!). Bundeswehr? Auch Kriegsgefahr ist aktuell eher gering.
Es geht um Daseinsvorsorge! Da gibt es vielleicht mal keine 100% Auslastung. Aber wenn die dann gebraucht werden - wer möchte dann einen Stellplatz im Flur? zum Beitrag »
[15.07.2019, 14:22:36]
Dr. Frank Warlies 
Unvollkommene Gremien 
Bei der Zusammensetzung der Gremien des neuen MD fehlen mir die Arbeitgeber. Zumindest in den Fällen haben sie ein Mitwirkungsrecht, wo z. B. im ambulanten Bereich über wiederholte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen zu entscheiden ist, zumal dann, wenn diese den Verdacht aufkommen lassen, aus Gefälligkeit erstellt worden zu sein. zum Beitrag »
[15.07.2019, 12:23:35]
Dr. Elisabeth Arnold 
Homöopathie ist kein Naturheilverfahren! 
"Die Unionsfraktion positioniert sich uneinheitlich. Zuletzt verlautbarte die gesundheitspolitische Sprecherin Karin Maag (CDU), man führe „keinen Kreuzzug“ gegen Naturheilverfahren“.
Wieder einmal, wie so oft, wird unzulässigerweise Homöopathie mit Naturheilverfahren in einen Topf geworfen. Dass dies von der gesundheitspolitischen Sprecherin der CDU kommt, wirft kein gutes Bild auf ihre fachliche Kompetenz.
Auch im Kursbuch Naturheilverfahren der Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer ist Homöopathie kein Gegenstand der Weiterbildung, es wird lediglich eine Abgrenzung Phytotherapie-Homöopathie vorgenommen, siehe auch angehängter Link:
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=5&ved=2ahUKEwiaivKO1LbjAhUS4KYKHSLCCisQFjAEegQIARAC&url=https%3A%2F%2Fwww.bundesaerztekammer.de%2Ffileadmin%2Fuser_upload%2Fdownloads%2FKursbuchNaturheilverfahren.pdf&usg=AOvVaw0bUcGRMGml1NUoQb5VcAjq
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[15.07.2019, 12:08:03]
Anne C. Leber 
Leserzuschrift von Dr. Wolfgang Klein 
Sehr geehrter Herr Laschet,
mit Interesse habe ich Ihren Kommentar „Die Brückenbauer“ zur gemeinsamen Initiative der niedergelassenen und Klinikärzte in Sachen Notfallversorgung in der Ärzte Zeitung vom 10.7.2019 gelesen.

So sehr ich Ihnen zustimme, dass diese Initiative zu begrüßen ist und die Ärzteschaft auch politisch voranbringt, muss auf der anderen Seite Ihrer Sichtweise, wonach Kliniken über Notfallaufnahmen (oder zukünftig Notfallzentren) Zitat:
„Ihre eigene Kapazität optimal aus(zulasten" könnten
Zitat Ende
entschieden widersprochen werden. Es ist nicht nachvollziehbar, warum dieses längst auf den Müllhaufen der Geschichte gehörende Argument in Zeiten intensiver MDK Prüfungen und Krankenkassenrückforderungen in der aktuellen Diskussion immer noch angeführt wird.
Es gibt klare Kriterien für eine stationäre Aufnahme. Werden diese nicht erfüllt, wird der Fall durch den MDK nach Prüfung nicht anerkannt und das Krankenhaus hat zwar die Kosten der stationären Behandlung, nicht aber die Vergütung, also ein ökonomisches Desaster. Hier nach wie vor den Eindruck zu erwecken, Krankenhäuser könnten sich nach „Bettenlage“ in der Notaufnahme „bedienen“ und nach ökonomischen Erfordernissen PatientInnen über die Notaufnahme aufnehmen, und den Anspruch der Krankenhausgesellschaft noch als
Zitat:
„Durchsichtiges Manöver“
Zitat Ende
abzuqualifizieren, ist schlicht und einfach unredlich und entspricht in der heutigen Medizinlandschaft nicht den Tatsachen.

Dr.med. Wolfgang Klein
Chefarzt
Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie
Klinikum Wolfsburg
38440 Wolfsburg


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[15.07.2019, 07:24:29]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Realitäten in Frankreich/Italien vs. Alarmismus in Deutschland  
Wenn die Masern-Mumps-Röteln (MMR) Impfraten im ersten Jahr (2017) der erweiterten Pflicht z.B. in Frankreich (F) von 74,7 auf 77,7 Prozent bei der ersten MMR-Dosis im ersten Lebensjahr angestiegen sind, relativiert das den deutschen Alarmismus.

2017 haben in D nur 7,2% und 2016 nur 7,1% der Erstklässler nicht die zweite Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) erhalten. Quelle: Robert Koch-Institut (RKI)
Epi Bull 2019; 18: 147

Eine Impfquote von 92,8 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres (92,9 Prozent in 2016) in Deutschland ist damit eine weit bessere Ausgangsposition als in F oder Italien.

Damit wird zwar die gewünschte Impfquote von 95% nicht erreicht: Und die schlechtesten Quoten für die zweite MMR-Impfung von Schulanfängern lagen in Baden-Württemberg (89,1%) und im Saarland (90,5%) zu niedrig. Aber die besten Quoten erreichten Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 95,5%.

Das bedeutet in D:
- 92,8% Erfolg bei der MMR-Erstimpfung,
- 95,5% bis 89,1% Erfolg bei der MMR-Zweitimpfung.
Diese an sich guten Durchimpfungsraten, die in vielen Ländern Europas und auch in den USA nicht annähernd erreicht werden, sollten zu positiver Bestärkungs- und Unterstützungs-Pädagogik Anlass geben.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler
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[13.07.2019, 18:52:39]
Dr. Elisabeth Arnold 
Gutachten "Saubere Luft" 
Herr Hauswirth und Herr Göpel- hier geht es nicht um CO² sondern um Feinstaub und Stickstoffdioxid!

Hier noch eine kleine Ergänzung zum Leserbrief von Herrn Kollegen Schätzler:
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat im April 2019 ihr Gutachten veröffentlicht und somit einen wichtigen Schritt getan die Diskussion um dieses Thema wieder etwas zur Sachlichkeit zurückzuführen. Sie fordert in ihrer aktuellen Stellungnahme zusätzliche Anstrengungen, um Schadstoffe in der Luft weiter zu reduzieren. Sie plädiert für eine bundesweite ressortübergreifende Strategie zur Luftreinhaltung. Zum Thema Luftschadstoffe hat die Wissenschaftsakademie eine Arbeitsgruppe mit Experten aus verschiedenen Fachbereichen eingesetzt.

Ein wichtiger Punkt ist der Hinweis, "dass es nicht zielführend sei, die derzeitige Debatte auf Stickstoffdioxid zu verengen", heißt es in der Stellungnahme der Wissenschaftsakademie. Denn Feinstaub sei deutlich schädlicher für die Gesundheit. Daher sollten sich die Anstrengungen zur Luftreinhaltung auf die Feinstaub-Reduktion konzentrieren. Hier ist der Link zum Gutachten:
https://www.leopoldina.org/publikationen/detailansicht/publication/saubere-luft-stickstoffoxide-und-feinstaub-in-der-atemluft-grundlagen-und-empfehlungen-2019/ zum Beitrag »
[12.07.2019, 19:25:35]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
DEESKALATION WÄRE DAS GEBOT DER STUNDE!  
Wer Homöopathie-Kritiker mit "blindem Hass gegen die Homöopathie" tituliert, gießt m.E. demagogisch Öl aufs Feuer einer dringend notwendigen gesamtgesellschaftlichen Debatte um diese "besondere Therapierichtung".

Im Kern geht es darum, ob homöopathische Therapieverfahren einen über den Placeboeffekt hinausgehenden, statistisch nachweisbaren, leitlinienadäquaten, therapeutisch hilfreichen Effekt haben können.

Der zitierte Mathie schrieb 2014 in "Randomised placebo-controlled trials of individualised homeopathic treatment: systematic review and meta-analysis" von Robert T Mathie et al.
https://doi.org/10.1186/2046-4053-3-142
als Schlussfolgerungen von möglichen kleinen, spezifischen Behandlungseffekten. Die insgesamt geringe oder unklare Qualität der Evidenz lege eine vorsichtige Ergebnisinterpretation nahe. Die Autoren fordern neue RCT("randomized controlled trials")-Forschung von hoher Qualität, um maßgeblichere Interpretationen zu ermöglichen ["Conclusions -
Medicines prescribed in individualised homeopathy may have small, specific treatment effects. Findings are consistent with sub-group data available in a previous ‘global’ systematic review. The low or unclear overall quality of the evidence prompts caution in interpreting the findings. New high-quality RCT research is necessary to enable more decisive interpretation"].

In der Publikation Homeopathy 2018; 107(04): 229-243
DOI: 10.1055/s-0038-1667129
Review Article
The Faculty of Homeopathy
"Systematic Review and Meta-Analysis of Randomised, Other-than-Placebo Controlled, Trials of Individualised Homeopathic Treatment" von
Robert T. Mathie et al. finden sich ähnliche, vage formulierte Schlussfolgerungen: "Conclusions - Due to the low quality, the small number and the heterogeneity of studies, the current data preclude a decisive conclusion about the comparative effectiveness of IHT. Generalisability of findings is limited by the variable external validity identified overall; the most pragmatic study attitude was associated with RCTs of adjunctive IHT. Future OTP-controlled trials in homeopathy should aim, as far as possible, to promote both internal validity and external validity."

Vage Schlussfolgerungen deshalb, weil das Fehlen von methodisch korrekten, kontrollierten Homöopathie-Studien gleichzeitig festgestellt, beklagt, eingefordert und als nicht vorhanden deklariert wird.

Wissenschaftlich gesicherte, Leitlinien-gerechte, Evidenz-basierte Therapieverfahren gehen dagegen, wie durch zahllose randomisierte, kontrollierte und auch doppelblinde Studien nachgewiesen publiziert, von hochsignifikant über den Placeboeffekt hinausgehenden Untersuchungs-, Heilungs- und Linderungsprozessen bei unseren Patientinnen und Patienten aus.

Wissenschaftliche Irrtümer, Revisionen, Fehl-Interpretationen und -Entwicklungen eingeschlossen, wie von mir in zahlreichen kritischen Kommentaren und Publikationen auch belegt.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[12.07.2019, 14:42:28]
Marko Frankowsky 
Was bedeuten höhere Löhne? 
Was bedeuten höhere Löhne? Für den Bundesverband der privaten Pflegeranbieter (bpa) scheinen 14,- Euro für eine Fachkraft, wie von Herrn Spahn eingebracht, schon zu hoch zu sein.
Gegenfrage: Warum liegt der Durchschnittslohn bei Metallern bei 3.403Euro, wobei in der Pflege 365 Tage 24 Stunden gearbeitet wird? Selbst bei 14,- Euro/ Std. wären die Bruttolöhne immer noch 1000 ,- Euro unter dem Durchschnitt der Metaller. Solange das nicht in die Köpfe geht brauchen wir uns nicht wundern wenn der Pflegeberuf, der auch unter seinem zurecht schlechten Ruf leidet, weiterhin bei der Berufswahl "unter ferner liefen" bei Schulabgaenger/innen steht. Weiterhin könnte im ambulanten Pflegebereich das Abnehmen von Scheuklappen helfen. Die Förderung von Anerkannten Entlastungsanbietern, welche Pflegebedürftigen und Angehörige in Ihrem häuslichen Umfeld unterstützen, würde die Situation entschärfen. Aber auch hier blocken die Verbände der Pflegedienste wo es nur geht. In NRW wurden zum 1.1. die Auflagen für Entlastungsanbieter derart verschärft, dass es nur noch sehr schwer wird eine neue Anerkennung zu erhalten. Teilweise müssen seit Jahren Anerkannte Anbieter durch die neuen Auflagen um Ihre Anerkennung bangen. Ein Schelm wer dabei böses denkt. So wird dem Mangel jedenfalls Vorschub geleistet, unter dem Deckmantel einer Qualitätssteigerung für die Klienten. zum Beitrag »
[12.07.2019, 14:31:19]
Rudolf Hege 
Inquisition... 
Bei den oben genannten 18 EUR pro Patient wäre das Ganze eigentlich ein Sturm im Wasserglas. Insbesondere, weil der Patient dann eben "etwas anderes" verordnet bekommt. Wie schon bei den pflanzlichen "Grippemitteln" könnte sich das als ein Schuss in den Ofen erweisen, bekommen doch viele Patienten nun, statt "pflanzlichen Tropfen" ein Antibiotika verordnet. Irgendwas will der Patient schließlich für seine Beiträge "haben".
Aber hier geht es nicht um Logik, sondern um Ideologie. Wie einst die Inquisition die Skeptiker jagte, so jagen nun die Skeptiker all diejenigen, die es wagen, die neue Heilslehre "Wissenschaft" nicht für die alleinige letzte Wahrheit zu halten. Dogmatiker gibt es eben überall. zum Beitrag »
[12.07.2019, 09:45:59]
Thomas Reyer 
Der Bräsident.. 

Gibt das Geld der Zwangsmitglieder für alles aus aber nicht für eine schlagkräftige politische Vertretung. Naja was will man erwarten seit 1999 im Amt..... und immer noch im letzten Jahrhundert verhaftet...

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