Leserkommentare [20545]

[19.08.2019, 11:53:23]
Aring Hammerbacher 
Shingrix leider nicht verfügbar.... 
So gut die Impfung offenbar ist, - leider ist der Impfstoff seit Monaten nicht verfügbar. Ob es bis Dezember besser wird, kann niemand vorhersagen.... Die Betroffenen bzw. Aktiven kennen das Problem.  zum Beitrag »
[19.08.2019, 11:03:00]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Pro und Contra Zuckersteuer 
Laut Stiftung Warentest enthalten handelsübliche Orangensäfte mit 100 % Fruchtanteil zwischen 8,8 und 9,4 Gramm Zucker pro 100 ml
https://www.vergleich.org/orangensaft/?msclkid=9a0180b1711416741056ddeb3a92bd9b

100 ml Cola enthält durchschnittlich 10,6 g[44] Zucker (entspricht etwa 3 Zuckerwürfeln) und 10 mg Koffein (zum Vergleich: 100 ml Filterkaffee enthält etwa 64–96 mg Koffein.[45])[3]
https://de.wikipedia.org/wiki/Coca-Cola

Reiner Apfelsaft hat sortenabhängig einen fruchteigenen Zuckergehalt von etwa 10 g pro 100 ml.

Ein Spitzenreiter beim Zuckergehalt ist Schweppes Original Bitter Lemon mit 12,1 Gramm Zucker je 100 ml.

Der Mehrwertsteuer-Satz (MwSt) beträgt seit 1. Januar 2007 bereits 19 Prozent auf Getränke. Egal ob alkoholfreie oder alkoholhaltigem Getränke, die allgemeine Ermäßigung der MwSt auf 7 Prozent bei Lebensmitteln gilt hier nicht. Während beispielsweise für Möhren sieben Prozent Steuer zu zahlen sind, beträgt der Aufschlag für Möhrensaft (6 Gramm Zucker auf 100 ml) 19 Prozent.

Eine allgemeine, über die Mehrwertsteuer hinausgehende, zusätzliche Zucker-Besteuerung hat m. E. keine öko-trophologische Zielsetzung. Sie ersetzt das Prinzip einer ethisch-bio-psycho-sozial begründeten Gesundheits- und Ernährungspädagogik durch reine Monetik.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »
[19.08.2019, 09:49:35]
Dr. Michael Kröger 
Die solidarisch finanzierte GKV solle nur das bezahlen, was evidenzbasiert ist 
Das ist ein spannender Vorschlag. Damit fallen nach schätzungen eines AOK Vorstandes etwa 70-80% aller bisher übernommen Leistung der GKV weg! Nimmt man etwas positivere Eischätzungen sind es immer noch 50-60%. Ich denke mal an die ganzen sinnlosen Chemotherapeutika und vieler Medikamente, die teuer bezahlt werden, oder tausende überflüssige Stents oder Operationen an Knien oder Schultern um nur ein paar zu nennen! Gleiches Recht für alle! Viel Spass bei der Umsetzung! zum Beitrag »
[16.08.2019, 16:34:58]
Dr. Georgios Fetinidis 
Liquorpunktion ? 
Wenn überhaupt dann eine Lumbalpunktion, wobei die Liquoranalyse bei einer rein depressiven Symptomatik seltenst eine zusätzliche Information liefert  zum Beitrag »
[16.08.2019, 16:14:28]
Dr. Juraj Galan 
Gegen Fachkräftemangel?? 
Es ist in der Tat ein Erfolg, wenn Studienplätze, für die es nicht genügend Bewerber gibt, an Studierende aus der ganzen Welt vergeben werden.
Bei einem so begehrten Fach wie Medizin, ist die Lage anders: jeder ausländische Medizinstudent, besetzt einen Platz, der dann für deutsche Abiturienten nicht mehr zur Verfügung steht.
So warten hervorragend ausgebildete einheimische junge Menschen Jahre auf einen Studienplatz, oder zahlen viel Geld für ein Medizinstudium im Ausland, während oft deutlich schlechter geeignete ausländische Studenten die begehrten Plätze bekommen.
Die Überschrift "Gegen den Fachkräftemangel", ist bei NC Fächern absolut fehl am Platz. Es wird sicher ein höherer Prozentsatz der ausländischen Studenten nach dem Studium Deutschland verlassen, als Deutsche es tun würden. zum Beitrag »
[16.08.2019, 13:38:26]
Klaus Pickel-Walb 
24h-Blutdruckmessung ohne Manschette und kombiniertem Langzeit-EKG 
Dass die Blutdruckmessung über 24 Stunden einen detailierteren Einblick in das Profil des Blutdruckverlaufs gibt ist allgemein bekannt. Bislang wurden die Patienten jedoch in ihrer Schlaftiefe durch das Aufpumpen der Manschette beinträchtigt. Hierdurch kommt es zu einem Anstieg des Blutdrucks, der allein dem Messvorgang geschuldet ist! Auch der Zusammenhang zwischen der Blutdruckveränderungen und dem EKG war bislang mit einem herkömlichen 24-Stunden Blutdruckmessgerät nicht möglich, ebenso wenig wie die Erkennung von Atemstörungen während des Schlafs.
Mit der neuen Technologie des SomnoTouch NIBP können diese relevanten diagnostischen Zusammenhänge erfasst und die hieraus relevante Therapieansätze eingeleitet werden. Für nähere Auskünfte wenden Sie sich an medizintechnik@walb-sanimedt.de zum Beitrag »
[16.08.2019, 12:30:35]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Die Widerspruchslösung ist ein weiteres Problem, nicht die Lösung! 
Bedauerlicherweise war es die Transplantations-Medizin selbst, die zu krisenhaftem Mangel an Spenderorganen, Manipulationsverdacht bzw. fehlender Transparenz und mangelnder medizinethischer Orientierungen in der Transplantationsmedizin geführt hat. Aber auch die hin und her lavierende Politik hat mit dazu beigetragen: Gestern noch die verfassungskonform qualifizierte, freiwillige Entscheidungs- und Zustimmungslösung, heute schon die "doppelte Widerspruchslösung"?

Informationelle Selbstbestimmung
Doch die „Widerspruchslösung“ verstößt gegen die "informationelle Selbstbestimmung" und weitere Persönlichkeitsrechte: Sie wird m. E. spätestens vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe scheitern. Jede(r) von Geburt an potenzielle Organspender wäre z. B. ab dem 16. Lebensjahr von Staats wegen annektiert, wenn er nicht ausdrücklich widerspräche. Besonders perfide: Nicht Einsichts-, Geschäfts- und Entscheidungs-fähige Personen wie Kinder, Jugendliche, körperlich und geistig Behinderte, Benachteiligte und Patienten mit demenziellen Syndromen müssen Ihre Organe unreflektiert zur Verfügung stellen, ohne jemals die Chance zu haben, diesem Ansinnen bewusst widersprechen zu können.

Perimortale Organspende
Ursache mangelnder Organspende-Bereitschaft ist in Deutschland nach wie vor die fehlende gesellschaftspolitisch transparente Debatte über bio-psycho-soziale Auswirkungen der Transplantationsmedizin. Bei möglichst lebensfrischen, transplantablen Spenderorganen mit zu Recht geforderten, guten Erfolgsaussichten bei den Organempfängern kann es keine, wie selbst von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn immer wieder behauptete "postmortale", sondern nur eine p e r i m o r t a l e Organspende geben. Verantwortliche Fachärzte-Teams, die den Hirntod feststellen, bzw. die Organ-Ex- oder -Implanteure, deren chirurgisch-fachliche Qualifikation ich nicht in Frage stellen will, bewegen sich auf einem denkbar schmalen Grat zwischen Leben und Tod; zwischen Hirntodfeststellung, Entscheidungsfindung und Transplantations-Geschehen.

Mehr Organspende-Bereitschaft wagen
Will man "mehr Organspende-Bereitschaft wagen", geht das nur mit Stetigkeit, Beharrlichkeit, Überzeugungskraft, Selbst-Reflexion, Nachhaltigkeit, Perspektive, Mut u n d Offenheit. In einer säkularen Gesellschaft sind als einseitige Lebensverlängerung eine "Wiedergeburt" (Transplantationsmediziner Prof. E. Nagel) genauso wie eine "moralisch-ethische Pflicht zur Organspende" oder ein "Ja" oder "Nein" ebenso spekulativ wie appellativ unwirksam.

Nur ein „toter Organspender“ ist ein „guter Organspender“?
Die ohne Not in die Debatte geworfene "doppelte Widerspruchslösung" reflektiert einen patriarchalen/matriarchalen Fundamentalismus bzw. Utilitarismus im Sinne von „nur ein toter Organspender ist ein guter Organspender“. Sie wird in Spanien gar nicht in dieser Form verwirklicht, wie eine Gruppe von Parlamentariern jüngst feststellen musste: https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/organspende/article/975345/organspende-spanien-widerspruchsloesung-erfolgreich.html
Die Widerspruchslösung offenbart in der medizinischen Grenzsituation einer primären oder sekundären Reanimation unauflösbare medizinisch-ethische Zielkonflikte. In den Diskurs gehört auch das immer wieder selbst von einigen Ärztinnen und Ärzten öffentlich vorgetragene Argument, eine Selektion von zur Organspende bereiten und nicht bereiten Personen einzuleiten: In dem Sinne, dass "wer sich nicht selbst zur Organspende bereit erklärt, auch keine fremden Organe bekommen solle". Dies verkennt neben dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung, dass viele unserer Patientinnen und Patienten auf Grund von wesentlichen, bedrohlich lebensverkürzenden Erkrankungen selbst niemals als potenzielle Organspender, sondern nur als Organempfänger in Frage kämen.

Respekt für flankierende Maßnahmen
Bei allem Respekt, auch wenn die bisherige, verfassungskonforme Entscheidungs- und Zustimmungslösung von einer breiten Mehrheit im Deutschen Bundestag durch eine m. E. verfassungswidrige Widerspruchslösung ersetzt würde, müsste die Bereitschaft zur Organspende durch endlich von der Bundesregierung verabschiedete flankierende Maßnahmen verbessert werden. Dazu gehören die finanzielle und ideelle Aufwertung der Transplantationsbeauftragten in den Kliniken und die bessere Ausstattung von Explantations-Teams. Die GKV-Krankenkassen haben offenkundig viel zu lange und unverantwortlich „totgespart“, um die hohen logistischen und finanziellen Aufwendungen der Transplantationsmedizin zu konterkarieren.

Und wenn wie bisher auch weiterhin Manipulationen praktiziert werden, bzw. auch nur der Hauch eines Verdachts der Diskriminierung Organspende-unwilliger Betroffener entsteht, bricht die Organspende-Bereitschaft, ob mit Zustimmungs- oder Widerspruchslösung erneut zusammen. Die nicht nur meines Erachtens verfassungswidrige Widerspruchsloslösung ist ein weiteres Problem und nicht die Lösung, die sie zu sein vorgibt.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Vgl. dazu:
https://www.bpb.de/apuz/33313/organspende-toedliches-dilemma-oder-ethische-pflicht-essay?p=all zum Beitrag »
[16.08.2019, 10:19:28]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Und wo sind, bitteschön... 
randomisierte, kontrollierte (RCT)-Studie mit entsprechenden Belegen der Wirksamkeit dieses Präparates? Überschießende Narbenbildung oder unzureichender Wundverschluss müssen objektiv beurteilt und in vergleichenden Untersuchungsanordnungen geprüft und bewertet werden. Sie sind zugleich Gegenstand von subjektiven Einschätzungen und Empfindungen.

Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (kurz Empa; französisch Laboratoire fédéral d’essai des matériaux et de recherche) als schweizerisches Forschungsinstitution für anwendungsorientierte Materialwissenschaften und Technologie ergeht sich in blumigen Umschreibungen:

"Mit dem Projekt «Scaravoid» haben Markus Rottmar und sein Team im «Biointerfaces»-Labor der Empa einen Schritt in eine neue Richtung gewagt. «Traditionelle Behandlungen zielen auf einzelne Faktoren der Wundheilung, etwa die Sauerstoffversorgung oder die Feuchtigkeitsregulation, ab und erzeugen lediglich eine unzureichende Gewebeantwort», erklärt Rottmar. Innerhalb von «Scaravoid», das von der Stiftung Gebert Rüf gefördert wird, soll der Heilungsprozess indes umfassender verstanden und unterstützt werden...

Curcumin. Das Pulver der Kur kuma-Wurzel, gelber Ingwer genannt, färbt als Zusatzstoff E100 bestimmte Lebensmittel wie Senf oder Margarine und trägt im Currypulver zum Aroma bei. Als pharmakologische Komponente ist Curcumin hingegen wegen seiner entzündungshemmenden Eigenschaften interessant. Die Empa-Forscher versetzten Zellkulturen mit Curcumin und fanden heraus, dass die Produktion von Biomarkern, die typischerweise in Narben vorkommen, deutlich hinunterreguliert wird.

Ins Gerüst des Schaumstoffs eingebunden ist Curcumin, das nach und nach freigesetzt wird. Es steuert das Verhalten und die Funktion der Zellen, die in das Gerüst einwandern, und soll so die natürliche Balance der Wundheilung unterstützen. Was derzeit in Labortests in Form von kleinen Polymerscheiben analysiert wird, soll in der klinischen Anwendung in Form von grösseren Polymermembranen eingesetzt werden. Die Membranen können dann vom Arzt passend zugeschnitten und im Wundbett platziert werden. Vor allem bei schwerwiegenden Verletzungen, etwa nach Verkehrsunfällen oder starken Verbrennungen, sollen die Membranen die Wundheilung optimieren." (Zitat Ende)
https://www.empa.ch/web/s604/wundschaum-eq65

Ganz offensichtlich sollen Labortest ohne klinische Prüfung und RCT-Studien mit großspurigen Heilsversprechungen direkt in die Praxis umgesetzt werden. Das ist unseriös!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »
[15.08.2019, 18:14:49]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
So richtig zu verstehen ist das nicht! 
Der Leiter des Schifffahrtmedizinischen Instituts der Marine ist Flottenarzt Dr. med. Dirk Möllmann als Facharzt für Allgemeinmedizin. https://www.marine.de/portal/a/marine/start/ueberuns/markdo/schiffmedinst/...

Prof. Dr. med. Andreas Koch leitet die Sektion Maritime Medizin des Institutes für Experimentelle Medizin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und ist Abteilungsleiter am Schifffahrtmedizinischen Institut der Marine.
http://www.iem.uni-kiel.de/de/maritime-medizin

Beiden Kollegen müsste bekannt sein, dass einige gegen Kinetosen (Seekrankheit) effektiv wirksamen Antihistaminika gar nicht müde machen. Dazu gehören:
Loratadin
Cetirizin
Azelastin
Fexofenadin

Auf mehreren Fregatten will die Marine ab dem Herbst die Wirksamkeit von Vitamin C gegen Seekrankheit untersuchen. „Vitamin C senkt den Histaminspiegel im Körper”, sagte Prof. Andreas Koch vom Schifffahrtmedizinischen Institut der Marine der Deutschen Presse-Agentur. An dem zweijährigen Versuch sollen mehrere hundert Soldaten teilnehmen. Sie erhalten Kaugummis mit hoch dosiertem Vitamin C beziehungsweise ohne. Tests beim Marineinstitut in Neustadt an der Ostsee sind bereits aussichtsreich verlaufen. „Im Herbst wollen wir herausfinden, ob sich die Ergebnisse unserer Laborversuche unter realen Bedingungen auf See bestätigen”, sagte Koch. https://www.berliner-zeitung.de/marine-testet-wirksamkeit-von-vitamin-c-gegen-seekrankheit-33007648

Warum allerdings die Kombination von hochdosierten Vitamin-C-Kaugummis mit den nicht müde machenden Antihistaminika (diese sind sogar für Flugzeugpiloten zugelassen) nicht gleich mit erprobt wird, bleibt rätselhaft.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
 zum Beitrag »
[15.08.2019, 14:06:19]
Dr. Angelika Marquardt 
Hochachtung! 
und ein tolles Vorbild für Alle. zum Beitrag »
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