Leserkommentare [19544]

[13.11.2018, 18:00:50]
Dr. Horst Grünwoldt 
Keimnachweise 


Auf Blattsalaten lassen sich gewiß jede Art und unterschiedliche Mengen von "Keimen" (Bakterien) nachweisen!
Die normale Behandlung vor dem Verzehr mit Trinkwasser wird auf jeden Fall eine hypothetische Infektionsdosis als oberflächliche Kontamination wesentlich reduzieren. Natürlich auch die von sog. Antibiotika-Resistenzen; egal ob die durch Spontanmutation oder Medikamentengebrauch entstanden sind.
Die Inaktivierung der einzelnen, noch anhaftenten bakteriellen Kontaminanten besorge ich regelmäßig mit einem Weinessigbad und der anschließenden Geschmacksverfeinerung mit Olivenöl.
Somit sorgt die sukzessive Vinaigrettisierung für eine hygienisch einwandfreie Rohkost. Das konnte ich schon ein paar Jahre schadlos unter Tropenbedingungen testen,wo die Wasserqualität bekanntlich immer fraglich ist.
Wer vorgeschnippelten und vermengten Salat kauft und genießt(?), der sollte sich einmal damit vertraut machen, warum es für zerkleinertes rohes Fleisch eine rigide Verordnung gibt!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock
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[13.11.2018, 17:53:20]
Björn Bendig M.A. 
Homöopathie und die drei Säulen der evidenzbasierten Medizin 
Die moderne Evidenzbasierte Medizin (EbM) stützt sich per Definition von David Sackett, dem Begründer der EbM, auf drei Säulen: auf die klinische Erfahrung der Ärzte, die Werte und Wünsche des Patienten und den aktuellen Stand der klinischen Forschung. Homöopathische Ärzte wehren sich gegen den einseitigen Evidenzbegriff der Kritiker, der Evidenz allein auf die Säule der klinischen Forschung bzw. hier ausschließlich auf RCT verengen möchte und die anderen beiden Säulen ausblendet. Experten schätzen, dass bei einer solchen Auffassung von EbM rund 70 Prozent der Leistungen der GKV nicht evidenzbasiert sind. Nötiger als eine Homöopathie-Debatte hat die deutsche Ärzteschaft eine klare Verständigung darüber, welcher Evidenzbegriff gilt.
Mehr dazu in diesem Artikel der Deutschen Apothekerzeitung:
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/09/17/dav-und-aerzteverein-globuli-gehoeren-in-die-apotheke/chapter:all
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[13.11.2018, 17:34:23]
Dr. Horst Grünwoldt 
Lebenserwartung 
Was sollen statistische Mittelwerte ausdrücken, wenn die Lebenserwartung eines Menschen etwas ganz und gar Individuelles ist, und sie absolut von den persönlichen Lebensbedingungen und nicht voraussagbaren Umständen abhängt?
Wer will sie benennen, wenn die Zukunft eines heute Neugeborenen überhaupt nicht zu bestimmen ist? - - -
Der möge jeden Sonntag einmal die Todesnachrichten in der Zeitung lesen, um die ganze Spannbreite der kurzen und längeren individuellen Lebenszeiten zu erfahren.
Da würde gewiß die Gauss-Verteilung aussagekräftiger sein und die statistische Mittelwertigkeit (mediocrite´?) ad absurdum führen...
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock
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[13.11.2018, 11:44:31]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
REDUCE-IT-STUDIE: Wirksubstanz wurde gegen Mineralöl als Placebo getestet!  
Die Hersteller-gesponserte REDUCE-IT-Studie wurde nach eigenen Angaben von der Hersteller-Firma massiv beeinflusst und gesteuert. ["In brief, REDUCE-IT was a phase 3b randomized, double-blind, placebo-controlled trial comparing icosapent ethyl (2 g twice daily with food [total daily dose, 4 g]) with a placebo that contains mineral oil to mimic the color and consistency of icosapent ethyl. Randomization was stratified according to cardiovascular risk stratum (secondary-prevention cohort or primary-prevention cohort, with primary prevention capped at 30% of enrolled patients), use or no use of ezetimibe, and geographic region. Further details of the study design are provided in Figure S1 in the Supplementary Appendix, available with the full text of this article at NEJM.org. Patients were enrolled and followed at 473 participating sites in 11 countries. The first patient underwent randomization on November 28, 2011, and the last on August 4, 2016.
The trial was sponsored by Amarin Pharma. The steering committee, which consisted of academic physicians (see the Supplementary Appendix), and representatives of the sponsor developed the protocol, available at NEJM.org, and were responsible for the conduct and oversight of the study, as well as the interpretation of the data. The sponsor was responsible for the collection and management of the data. The protocol was approved by the relevant health authorities, institutional review boards, and ethics committees. All the data analyses were performed by the sponsor, and the primary, secondary, and tertiary adjudicated end-point analyses were validated by an independent statistician from the data and safety monitoring committee. The first author vouches for the completeness and accuracy of the data and analyses and for the fidelity of the trial to the protocol."] Zitat Ende 
https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1812792 
"Cardiovascular Risk Reduction with Icosapent Ethyl for Hypertriglyceridemia" von Deepak L. Bhatt et al.
 
Ausgerechnet Mineralöl als Placebo-Vergleichs-Substanz den Probanden in einer Doppelblindstudie zuzuführen ist insofern problematisch, weil durch potenzielle, gesundheitsschädliche Nebenwirkungen der Abstand zu der positiv wirksamen Verum-Vergleichsgruppe vergrößert werden könnte. https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/verletzungen,-vergiftungen/vergiftung/kohlenwasserstoff-vergiftungen Unerfindlichen bleibt, wie das NEJM eine derartige Publikation zulassen konnte.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »
[13.11.2018, 10:54:43]
Gerhard Leinz 
Zu Unrecht ausschließlich negatives Image 
Meine persönlichen Erfahrungen mit Jameda sind gut. Jameda hat stets fragwürdige Einträge auf meine Initiative gelöscht. Problematisch ist Jameda bei Psychische Störungen trotzedem. Hier tummeln sich Heilpraktiker für Psychotherapie. Bei diesen fallen oft die zahlreichen guten Bewertungen auf. Bewertungen im Internet auch ohne Jameda und Co. Realität. Google Bewertungen sind viel problematischer. Diese wird man nicht durch die Terminservicestellen "überflüssig" machen können. In der heutigen Zeit müssen alle, auch Pat und Verbraucher lernen mit Bewertungen umzugehen. Fake Bewertungen sind ja auch in Bezug auf Hotels und Urlaub sehr häufig.Jameda klagt jedenfalls gegen Fakebewertungsanbieter. zum Beitrag »
[13.11.2018, 10:45:47]
Dr. Wolfgang Knüll 
Omega 3 
...gehört nach den neuesten Meta-Studien in die Zeit, wo das wünschen noch geholfen hat. Gegenwehr war zu erwarten. Dabei stellt man doch nur wieder das fest, was im Zusammenhang Pharmazieinteressen die Grundlag bildet: Der Patient fungiert als feste Marktgröße für Umsatzerwartungen.  zum Beitrag »
[13.11.2018, 09:52:37]
Harald Wenzel 
Warum wird nie auf die möglichen neurologischen Wirkungen von EPH eingegangen? 
Siehe DOI: 10.1016/j.ebiom.2016.04.008 und
https://cordis.europa.eu/news/rcn/28274_de.html

mit freundlichem Gruß
H.Wenzel
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[12.11.2018, 21:41:42]
Christina Del Prete 
Die Dosis macht die Wirkung 
Wie so oft schneiden die Studien schlecht ab, wenn die Dosis niedrig ist,unter 2-3g macht wenig Sinn! Wäre interessant, eine Studie mit direkten Vergleich zwischen dem Medikament aus der Reduce IT Studie und einem guten Fischoel-Praeparat zu sehen, und zwar in der gleichen Dosis!! MfG C.Del Prete zum Beitrag »
[12.11.2018, 19:16:11]
Dr. Andreas Kramer 
Das kann nicht wahr sein 
Es gibt absolut keine wissenschaftlich fundierte Grundlage, die dazu hergenommen werden könnte, zu behaupten, dass der Humbug Homöopathie überhaupt wirksam ist. Ich protestiere in aller Ausdrücklichkeit dagegen, dass die Solidargemeinschaft die Kosten für diesen Quatsch übernehmen soll, und auch dagegen, dass die Ärztezeitung unkritische Berichterstattung über dieses Thema überhaupt zulässt. zum Beitrag »
[12.11.2018, 18:44:09]
Dr. Jörg Sandmann 
Warum sind Ärzte nicht e-affin? Obwohl es toll ist? 
Man muß schon sehr e-affin sein, um sich die ganzen Neuerungen anzutun. Und es sind immer die gleichen Gründe, die es einem abgewöhnen können: Handwerklich schlechte Lösungen. Ein bundeseinheitlicher Medikamentenplan, der nicht einmal ein ordentliche M-Parkinson-Medikation abbilden kann, der schlechter ist als der alte des Anbieters, ist unser tägliches Brot. Elektronische DMP-Programme, die jedes Quartal die gleichen Fragen stellen, anstatt Arbeit abzunehmen, die Rauchern Entwöhnungsprogramme anbieten, die Patienten nicht brauchen, verplempern unsere Zeit. Da kommen Apps auf den Markt, werden mit Preisen überhäuft, stecken voller Fehler, die jeder Hausarzt gleich bemerkt, aber den beteiligten Krankenkassen und Entwicklern anscheinend nicht auffallen. Da wollen sich Krankenkassen profilieren, die nicht einmal online zu bearbeitende Formulare anbieten und uns den Stift in die Hand zwingen. Da wird uns Telematik aufgezwungen, die uns Krankenkassenkarten auf Gültigkeit prüfen läßt. Solange die Protagonisten es nicht für notwendig erachten handwerklich gute Lösungen mit den Ärzten zu entwickeln, die es auch anwenden sollen, solange werden die Ergebnisse schlecht bleiben und sich nicht durchsetzen. Es ist doch ganz einfach.  zum Beitrag »
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