Leserkommentare [20457]

[12.07.2019, 09:45:59]
Thomas Reyer 
Der Bräsident.. 

Gibt das Geld der Zwangsmitglieder für alles aus aber nicht für eine schlagkräftige politische Vertretung. Naja was will man erwarten seit 1999 im Amt..... und immer noch im letzten Jahrhundert verhaftet...

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[12.07.2019, 09:19:45]
Dr. Karsten Karad 
Woher nur dieser blinde Hass gegen die Homöopathie? 
Woher kommt nur auf einmal diese Hasskampagne? Warum muss man eine Heilmethode derart aggressiv bekämpfen, die doch angeblich gar nicht wirkt?
Die Homöopathie erfreut sich großer Beliebtheit bei den Patienten. Und über 7000 Ärzte in Deutschland haben die Zusatzbezeichnung Homöopathie.
Es gibt etliche Meta-Analysen, auch hochwertige RCT-Studien mit positiven Wirksamkeitsnachweis für die Homöopathie (Linde 1997, Cucherat 2000, Mathie 2014), aber gebetsmühlenartig wird deren Existenz einfach bestritten. Der „Beweis“ der Kritiker: „Weil ich den Wirkungsmechanismus der Homöopathie nicht verstehen kann, muss Homöopathie einfach unwirksam sein!“ Angeblich alles Placebo-Effekt? Angeblich liegt alles nur an dem „empathischen Gespräch“ in der homöopathischen Anamnese und dem Patienten? Natürlich spielt das auch eine Rolle. Haben die Nicht-Homöopathen denn das ärztliche Gespräch verlernt? Und die Psychologen und Psychoanalytiker, sollten die das nicht viel besser können?
Ich bin seit 30 Jahren als Allgemeinmediziner, kassenärztlicher Hausarzt (ca. 1000 Scheine pro Quartal) und leidenschaftlicher Homöopath niedergelassen. Jeden Tag, - und jeden Tag mehr -, sehe ich, dass die Homöopathie wirkt, gerade auch bei chronischen und ernsten Krankheitsbildern.
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[11.07.2019, 17:52:52]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Rationale bei ministeriell "gehypter" Masern-Hysterie? 
Könnten unsere selbsternannten Polit-Impf-Präventologen endlich wieder zur Vernunft kommen? Eine allgemeine Impfpflicht gegen Masern per Gesetz verkünden zu wollen, ist angesichts fehlender Verfügbarkeit eines reinen Masernimpfstoffs in Deutschland von vorne herein zum Scheitern verurteilt (deshalb wohl auch gar keine Strafandrohung):

„Impfstoffe gegen Masern - Die nachfolgende Tabelle enthält die Präparate, die eine gültige Zulassung besitzen. Die Tabelle gibt keine Auskunft darüber, ob die Präparate auf dem Markt verfügbar sind. Für die Angaben wird keine Gewähr übernommen. Rechtlich bindend sind die Angaben des jeweiligen Zulassungsbescheids. Das offizielle Veröffentlichungs-Organ des Paul-Ehrlich-Instituts ist der Bundesanzeiger...Masern-Impfstoff Mérieux - Masern-Lebendvirus-Impfstoff - Verwendung ab einem Lebensalter von 11 Monaten - EurimPharm Arzneimittel GmbH Mono PEI.H.11673.01.1 14.03.2013 PharmNet
Parallelimport - Wird derzeit nicht in Deutschland vermarktet“ (Zitat Ende)
https://www.pei.de/DE/arzneimittel/impfstoff-impfstoffe-fuer-den-menschen/pertussis-keuchhusten/pertussis-keuchhusten-node.html

1. In Deutschland ist ein isolierter Masern-Impfstoff nicht verfügbar. Es kann immer nur gegen Masern-Mumps-Röteln (MMR) erstimmunisiert bzw. der MMR-Impfschutz aufgefrischt werden.

2. Impferfolg und MMR-Immunstatus sollten in einer wohlhabenden Überflussgesellschaft in Deutschland zu Lasten der Gesetzlichen und Privaten Kran­ken­ver­siche­rungen (GKV und PKV) an Hand der MMR-Antikörper routinemäßig gemessen und überprüft werden, wie es z.B. für Röteln in der Schwangerenvorsorge gesetzlich vorgeschrieben ist.

3. Primäres (nach nur einer oder keiner MMR-Impfung) Impfversagen und sekundäres Impfversagen (nach 2 MMR Impfungen) muss Gegenstand infektiologischer Grundlagenforschung sein.

Nur so können epidemiologische Fortschritte erzielt und die besonders späten Erkrankungsgipfel bei Jugendlichen und Erwachsenen abgeklärt werden. RKI-Präsident Professor Dr. med. Lothar H. Wieler weist richtigerweise darauf hin, dass fast die Hälfte der über 300 Masern-Erkranken in diesem Jahr Erwachsene sind. Aber auch er spricht nicht von der in Deutschland allein verfügbaren MMR-Kombi-Impfung für unter 50-Jährige als empfohlene Impfung.

Sach- und fachfremde ministerielle Abschreckung und verbale Strafandrohungen überzeugen weniger als positive Motivation und professionell begründete, haus- und familienärztliche Begeisterung für Impfungen. 2017 hatten nur 7,2% (2016 7,1%) der Erstklässler nicht die zweite Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) erhalten, wie das Robert Koch-Institut (RKI) berichtet (Epi Bull 2019; 18: 147). Damit ist eine Impfquote von 92,8 Prozent in 2017 (92,9 Prozent in 2016) ein großer Erfolg.

Die von Ressort-Minister Jens Spahn und der WHO gewünschte Impfquote von 95% wird nicht erreicht: Die schlechtesten Quoten für die zweite MMR-Impfung von Schulanfängern lagen in Baden-Württemberg (89,1%) und im Saarland (90,5%) zu niedrig, die besten Quoten erreichten Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 95,5%.

Das bedeutet:
- 92,8% Erfolg bei der MMR-Erstimpfung,
- 95,5% bis 89,1% Erfolg bei der MMR-Zweitimpfung.
Diese an sich guten Durchimpfungsraten, die in vielen Ländern Europas und den USA nicht annähernd erreicht werden, sollten zu positiver Bestärkungs- und Unterstützungs-Pädagogik Anlass geben.

Mit "Schwarzer Pädagogik" und Drohgebärden erreicht man insbesondere die beratungs- und/oder bildungsresistenten Minderheiten nicht. Trotzdem hält
Bun­desge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) medizin- und versorgungs-bildungsfern dagegen: „Trotz aller Aufklärungskampagnen sind die Impfquoten in den vergangenen Jahren nicht entscheidend gestiegen. Deshalb muss die Masern-Impfung in Kindergärten und Schule verpflichtend werden“. Außer der Aktion „Deutschland sucht den Impfpass“ haben wirksame Aufklärungskampagnen bisher gefehlt.

Zwei Fragen sind mir wichtig:
- Wenn unsere zweimalig verabreichten MMR-Impfstoffe sicher wirksam sind, wieso hält die Immunität nicht dauerhaft an, so dass wir die ab 1970 Geborenen im Zweifel auch ein drittes Mal impfen sollen?

- wenn vollständig MMR-Geimpfte vor Masern-/Mumps-/Röteln-Infektionen geschützt sind, werden diese doch durch Umgebungs-Erkrankte gar nicht mehr gefährdet? Dieser Umstand wird m.E. in der öffentlichen Debatte zu wenig berücksichtigt.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[11.07.2019, 08:03:25]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Homöopathie vs. Allopathie 
Mir persönlich fehlen bei den ganzen Diskussionen um wissenschafts- und erkenntnistheoretische bzw. praktische Evidenz, Pathophysiologie, Wirkungsnachweis, Reliabilität, Reproduzierbarkeit von Homöopathie und Allopathie immer wieder zweifelsfreie, durch randomisierte kontrollierte Studien (RCT) nachgewiesene Belege, dass die Homöopathie als besondere Therapierichtung alleine, außer bei Alltagsbeschwerden, bio-psycho-sozialen Befindlichkeitsstörungen, Bagatellen, funktionellen Symptomen/Syndromen, sich selbst limitierenden und/oder psychosomatischen Erkrankungen, auch bei ernsthaften, u.U. lebensbedrohenden bzw. -verkürzenden Krankheitsentitäten heilen, helfen oder lindern könnte?

Bedauerlich, dass in dieser dringend notwendigen gesamtgesellschaftlichen Debatte zu dem Themenkomplex ein Klima der Einschüchterung entstanden ist, so dass ich hier auf meinem unveräußerlichen Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und dem Schutz der Freiheit der Wissenschaft beharren muss.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »
[11.07.2019, 07:16:55]
Siegfried Hauswirth 
Gute Entscheidung! 
Als Patient sage ich: Kein Geld für Humbug ! Ich halte Homöopathie für einen geschickt angelegten Betrug am Patienten. Daher sollte diese Behandlungsmethode generell verboten werden. zum Beitrag »
[10.07.2019, 16:52:23]
Dieter Döring 
Keine Homöopathie mehr auf Kassenkosten in Frankreich 
Hier ist man dazu ja aufgrund einer Cerebralisuffizienz nicht in der Lage.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Döring
Facharzt für Allgemeinmedizin zum Beitrag »
[10.07.2019, 16:15:19]
Dr. Jutta Wiesner 
die Franzosen machen es uns vor! 
Eine richtige Entscheidung in der Zeit der evidence based medicine.
Endlich eine Politikerin, die sich nicht von der unheiligen Alliance von Weleda et al, den um die Beitragszahler buhlenden Kassen , den Kollegen und Heilpraktikern und den an Wunder glaubenden Konsumenten/Patienten erpressen lässt
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[10.07.2019, 15:26:23]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
49. Kinder- und Jugendärztetag in Berlin denkt strategisch - Kinder und Jugendliche sind unsere Patienten von Morgen  
LUFTVERSCHMUTZUNG, LUNGENFUNKTION UND COPD
„Menschen, die am Wohnort dauerhaft einer erhöhten Luftverschmutzung ausgesetzt waren, hatten in einer Querschnittstudie eine schlechtere Lungenfunktion, und sie litten laut der Publikation im European Respiratory Journal (2019; doi: 10.1183/13993003.02140-2018) häufiger an einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD)." So lautet eine Quintessenz von: “Air pollution, lung function and COPD: results from the population-based UK Biobank study” von Dany Doiron et al.
https://erj.ersjournals.com/content/early/2019/05/01/13993003.02140-2018
Allerdings wäre es auch extrem unlogisch und unerwartet, wenn zunehmende Luftverschmutzungen durch Feinstäube, CO, CO2, SO2, Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) als NOxStickoxide (NOx) die Lungenfunktion und das Risiko, an einer COPD zu erkranken, signifikant zum Positiven verbessern würden?

BIO-PSYCHO-SOZIALE KOMPONENTE
"Besonders stark waren die Auswirkungen der Luftverschmutzung bei Menschen mit niedrigem Einkommen. Bei der gleichen Schadstoffexposition war die Abnahme der Lungenfunktion doppelt so hoch und das COPD-Risiko dreifach so hoch wie bei Teilnehmern mit höherem Einkommen." Doiron et al. vermuten, dass schlechtere Wohnbedingungen, ungesündere Ernährung, begrenzter Zugang zur Gesundheitsversorgung bzw. langfristige Auswirkungen von Armut sich insgesamt auf eingeschränktes Lungen-Wachstum und -Funktion insbesondere seit der Kindheit erstrecken könnten.

LUFTVERSCHMUTZUNG UND HERZ-KREISLAUF-SCHÄDEN
Und schon lange ist bekannt, dass Feinstaub dem Herzen schadet:
Langfristig wird das Risiko für akute koronare Ereignisse (ACS) durch erhöhte Feinstaubbelastung in der Atemluft gesteigert. In einer prospektiven europäischen Kohorten-Studie, bereits publiziert im British Medical (BMJ) 2014, waren die Risiken schon unterhalb der geltenden Grenzwerte erhöht: "Long term exposure to ambient air pollution and incidence of acute coronary events: prospective cohort study and meta-analysis in 11 European cohorts from the ESCAPE Project"
BMJ 2014; 348 doi: https://doi.org/10.1136/bmj.f7412 (Published 21 January 2014) von Giulia Cesaroni et al.
http://www.bmj.com/content/348/bmj.f7412


KONTROLLIERTE EXPERIMENTELLE STUDIE
Eine weitere Studie bestätigte im kontrollierten, experimentellen Setting die in den letzten Jahren publizierten Arbeiten zur Gefährlichkeit erhöhter Konzentrationen von Feinstaub in der Luft und dem Atherosklerose-Risiko in den Koronararterien, Angina pectoris und/oder Herzinfarkt:
https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/bluthochdruck/?sid=941796
"Wie Feinstaub dem Herzen schaden könnte - Erstmals konnten Wissenschaftler in einer aufwendigen randomisierten Studie die metabolischen Auswirkungen von Feinstaub aufzeigen. Die Exposition bewirkte bei Gesunden einen Anstieg von Stresshormonen, Stoffwechselprodukten und Blutdruck. Nach Aufstellen eines Luftreinigers gingen die Werte wieder zurück" nimmt Bezug auf:
http://circ.ahajournals.org/content/136/7/618
"Particulate Matter Exposure and Stress Hormone Levels - A Randomized, Double-Blind, Crossover Trial of Air Purification" von Huichu Li et al.


USA STUDIEN-VORREITER
Die ersten Untersuchungen dazu kamen deshalb aus den USA, weil dort bis heute wesentlich strengere Grenzwerte, juristisch kontrolliertere Überwachungen und härtere Gangarten gegenüber europäischen Automobilherstellern gelten, als im "Alten Europa": Dort liegt z. B. das Limit für den Feinstaub (PM 2,5) bei 12 µg/m3 Luft. In Europa gelten erst PM 2,5-Werte über 25 µg/m3 als bedenklich.

LUFTVERSCHMUTZUNGs-STUDIEN ERGEBEN KARDIOPULMONALE ABWÄRTSSPIRALE
Zusammengefasst ergibt sich ein erhöhtes pulmonales und kardiales Krankheitsrisiko insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit niedrigem Bildungsgrad, geringem sozioökonomischen Status, mangelhaftem Gesundheitsbewusstsein und fehlender bio-psycho-sozial-kultureller Reflexion. Insbesondere Wohnen an viel befahrenen, verschmutzten Straßen, exogene/endogene Noxen wie Rauchen, Fehl- und Falsch-Ernährung, riskanter Alkohol- und Drogen-Abusus, Adipositas, Fehlen von Sport, Freizeit und Erholung in gesunder Umgebung, Ko-Morbiditäten (Adipositas, KHK, Diabetes, Asthma bronchiale, Hypertonie) bewirken eine kardiopulmonal negative Abwärts und Krankheits-Spirale.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[10.07.2019, 12:22:05]
Claus F. Dieterle 
Gesundes Altern 
Es gibt etwa 50 Millionen Mitglieder christlicher Kirchen in Deutschland. Als Christ berufe ich mich auf die Verheißung in Psalm 92,15 "Und wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein...". zum Beitrag »
[10.07.2019, 08:20:11]
Siegfried Hauswirth 
Schädlichkeit von CO2 
Wissenschaftler sind oft gegenteiliger Meinung. Beim "menschengemachten" Klimawandel sind es einige tausend Wissenschaftler, die dafür eintreten, klimaschädliche (d.h. zur Erderwärmung beitragende) Emissionen einzudämmen. Der Unterschied zwischen 0,040 und 0,035 ppm CO2 scheint marginal zu sein. Was in der Diskussion oft außer Acht gelassen wird, ist, dass das Gleichgewicht des CO2 bzw. O2 Haushaltes der Erde gestört ist, wie in einem Raum, in welchem sich ein Mensch aufhält, der O2 verbraucht und CO2 ausatmet und in dem Raum sind so viele Pflanzen, das sie das CO2 wieder in O2 umwandeln. Würde man in diesem Raum ein Feuer anzünden, käme es zu einer Störung des Gleichgewichtes, mit der Folge einer Anreicherung von CO2 in der Luft. Auf die Erde bezogen, ist dieses zu Viel an CO2 ein Beitrag zur Erderwärmung. Das zum Thema Nachdenken und Intelligenz.  zum Beitrag »
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