Leserkommentare [20438]

[04.07.2019, 17:33:07]
Dr. Karlheinz Bayer 
was sind die Motive von Reinhardt, Windhorst oder Henke? 

Es wäre zu simpel, den Kollegen Johann Friedrich Spittler und Christoph Turowski zu gratulieren und zu danken.
Tue ich hiermit trotzdem!
Gleichzeitig muß man sich als Niedergelassener Arzt die Frage stellen, ob die Herren Reinhardt, Windhorst und Henke Mitglieder der Katholischen Glaubenskongregation sind, oder ob Sie uns Ärzte an der Basis vertreten.
Henke mag Recht haben, daß der Widerspruch zum Berufsrecht evident sei.
Dann muß man aber das Berufsrecht dem BGH-Urteil anpassen.
Es ist ein historischer Zufall, daß am selben Tag Kristina Hänel freigesprochen wurde. Und zwar rückwirkend, weil der Werbeverbotsparagraph im März zumindest liberalisiert wurde.
Ich denke nicht, daß jetzt eine wahre Tötungswelle einsetzen wird.
Allerdings werden jetzt etliche Kolleginnen und Kollegen aufatmen und zum Ausdruck bringen, daß das Berufsrecht der wahre Knebel ist, und nicht das Strafrecht.
Es ist kein Urteil gefällt worden, daß die Sterbebegleitung grundsätzlich veräöndert. Vielmehr hat der BGH nur deutlich ausgedrückt, wie die FRechtslage zu sehen ist.
Und so sollte sie bitte auch von den genannten Gallionsfiguren gesehen werden.

Dr.Karlheinz Bayer, Bad Peterstal zum Beitrag »
[04.07.2019, 16:26:04]
Dr. Eberhard Thiele 
Rudolf Henke und die Sterbehilfeentscheidung des BGH 
Herr Henke scheint nicht den Sinn der höchstrichterlichen Entscheidung zur Kenntnis nehmen zu wollen: Während die Richter das Selbstbestimmungsrecht des Patienten unterstützen, interpretiert der Vorsitzende des MB dieses Recht (den Wunsch des Patienten nach Beendigung des Lebens) als Ausdruck einer pathologischen Haltung, die dann wiederum zu behandeln sei. - Wann beginnt denn endlich der Vertreter vieler ärztlicher Kollegen seine Patienten ernst zu nehmen?
Dr. med. Eberhard Thiele zum Beitrag »
[04.07.2019, 16:19:32]
Prof. Dr. Ingo Heberlein 
Nur Einigkeit macht stark 
Wenn die Kassen nicht einmal bei einem 39 Betten Krankenhaus einig sind, dann können sie -zu Recht! - kein Krankenhaus schließen. zum Beitrag »
[04.07.2019, 15:01:25]
Jürgen Zante 
Anekdote - Wunder 
Da verdrehen Sie mir das Wort. Ich habe eben NICHT vorgeschlagen, die Wandlung als Wunder zu bezeichnen, sondern zitiert, dass man die entsprechenden biblischen Geschichten traditionell gemeinhin so nennt und SIE gebeten, sich um einen passenderen Ausdruck als ausgerechnet den begriff "Anekdote" zu bemühen. Wenn Sie in der von Ihnen zitierten Definition von Anekdote einmal weiterlesen, wird Ihnen auffallen, dass er nicht gut zutrifft. Aber fragen wir den Duden - immer noch DIE Institution der deutschen Sprache: "Bedeutung: kurze, meist witzige Geschichte, die eine Persönlichkeit, eine soziale Schicht, eine Epoche u. Ä. treffend charakterisiert. BEISPIELE: eine kleine, hübsche, wahre Anekdote erzählen, sie gab eine Anekdote zum Besten".
Übrigens würden moderne Bibelwissenschaftler eher den Begriff "Legende" oder "nach biblischer Überlieferung" verwenden. Sorry, aber ich wollte Ihnen ja Ihre Arbeit eigentlich eben nicht abnehmen!
PS: auch der Große Brockhaus in 12 Bänden definiert die Anekdote so, dass sie auf die überlieferten Wunder der Bibel nicht anwendbar ist. Das Zitat opfere ich dem Platz.  zum Beitrag »
[04.07.2019, 14:40:48]
P.-A. Oster 
Wenn man schon an Gott glaubt .... 
und ein gewisser Herr Spahn meint, Jesus dümmlich zu zitieren, dann muss dem allerwertesten Spaahn widersprochen werden: Jesus hat nicht nur Wasser zu Wein verwandelt, sondern er, respektive sein Vater, kann auch aus Gras einen 'Schwarzen Afghanen'machen!!!!

'Natürlich'[Cave: soll als Wortspiel gesehen werden]
non smokly yours >P,-A. Oster< zum Beitrag »
[04.07.2019, 13:20:59]
Dr. Heinrich Hümmer 
Studien-Lage könnte in der Tat (bei Homöopathie und (!) Allopathie) besser sein! 
@ Kollege Schätzler: "Mir fehlen bei den ganzen Diskussionen um die Wirkungsnachweise von Homöopathie und Allopathie auch immer wieder zweifelsfreie Beweise, dass....auch bei ernsthaften, u.U. lebensbedrohenden bzw. -verkürzenden Krankheitsentitäten heilen, helfen oder lindern könnte?"
- haben Sie [siehe frühere Kommentare] die Fallstudie jetzt eigentlich nochmal sorgsam und unvoreingenommen gelesen, wie gebeten?
"Unmittelbare Remission eines mit großzelligem B-Non-Hodgkin-Lymphom befallenen inguinalen Lymphknotens unter alleiniger homöopathischer Behandlung mit Conium: Wann ist eine alleinige adjuvant-homöopathische Tumortherapie zulässig und sinnvoll?"
https://t.co/r3wJSsVWd8
- sind Ihnen die RCT-Studien von Prof. Frass et al. zur Wirkung homöopathischer Mittel in der Intensiv-Therapie nicht bekannt?
- Herrn Aust habei ich vergeblich aufgefordert, mit mir eine Studie zur Wirkung von Merc-c bei akuter Divertikulitis zu planen und zu verwirklichen. Er hat alle Vordaten angefordert, sie bekommen (!), dann aber gekniffen...
"Gut, Herr Hümmer, greifen wir den Faden einer Studie wieder auf, die Sie vor einigen Jahren einmal vorgeschlagen hatten. Inzwischen habe ich bessere Kontakte und wir könnten das fortführen. Entwerfen Sie ein Studienprotokoll, wie Sie sich das vorstellen. Herr Behnke von der Carstens-Stiftung hatte anlässlich einer Diskussion in Berlin anklingen lassen, dass die Carstens Stiftung so etwas vorhat. Wenn Ihr Versuch Aussicht auf Erfolg hätte, wäre Herr Behnke sicher bereit, mit der Finanzierung auszuhelfen. Wir können uns zunächst über das Studienprotokoll einigen, ich würde hier Frau Prof. Jutta Hübner von der Universität Jena hinzuziehen, die sich auf der gleichen Veranstaltung bereiterklärt hatte, das Studienprotokoll zu begutschten."
http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=3547
---> finden Sie als Homöopath erst mal eine(n) neugierig-undogmatisch-aufgeschlossene(n) GynäkologIn oder ChirurgIn, die zu einer Studie "mit und ohne homöopathische Begleittherapie" bereit ist! zum Beitrag »
[04.07.2019, 12:57:48]
Claus F. Dieterle 
Wissenschaftliche Beweise... 
… fehlen über Horoskope bzw. Astrologen und Hellseher, während die Bibel glaubwürdig überliefert wurde. Zur Glaubwürdigkeit der Bibel gibt es auch für Laien verständliche Bücher, die einer wissenschaftlichen Arbeit ähneln. Aber wer beschäftigt sich damit, fernsehen ist bequemer. Eine Aussage von Pestalozzi "Zu frühe Urteile sind Vorurteile, aus denen der Irrtum emporsteigt wie der Nebel aus dem Meere". Als Christ empfehle ich daher die Aussage von Jesus Christus in Matthäus 11,28 "Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich will euch erquicken". zum Beitrag »
[04.07.2019, 10:23:52]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
AG und LG Gießen haben Titel und Zielrichtung des Paragrafen 219a offensichtlich nicht verstanden!  
Was für eine juristische Ohrfeige des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt an das Amts-(AG) und das Landgericht (LG) Gießen.

Denn auch die Neu-Fassung des Paragrafen 219a hat nach angeblich umfänglichen Diskussionen in der Großen Koalition zu einem weiteren "faulen" Kompromiss als "Gesetzes zur Verbesserung der Information über einen Schwangerschaftsabbruch" vom 22.03.2019 (BGBl. I S. 350) geführt. In Kraft getreten am 29.03.2019, bringt der aktuelle § 219a noch mehr Desinformation der Öffentlichkeit, Verwirrung der Ratsuchenden, juristischen Unfug und einen unsachgemäß breiten Interpretationsspielraum, anstatt wie ursprünglich geplant, ersatzlos gestrichen zu werden.

Im Wortlaut beinhaltet der Titel unverändert ein ""Werbeverbot":

"§ 219a - Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft
(1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) seines Vermögensvorteils wegen oder in grob anstößiger Weise
1. eigene oder fremde Dienste zur Vornahme oder Förderung eines Schwangerschaftsabbruchs oder
2. Mittel, Gegenstände oder Verfahren, die zum Abbruch der Schwangerschaft geeignet sind, unter Hinweis auf diese Eignung
anbietet, ankündigt, anpreist oder Erklärungen solchen Inhalts bekanntgibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Absatz 1 Nr. 1 gilt nicht, wenn Ärzte oder auf Grund Gesetzes anerkannte Beratungsstellen darüber unterrichtet werden, welche Ärzte, Krankenhäuser oder Einrichtungen bereit sind, einen Schwangerschaftsabbruch unter den Voraussetzungen des § 218a Abs. 1 bis 3 vorzunehmen.
(3) Absatz 1 Nr. 2 gilt nicht, wenn die Tat gegenüber Ärzten oder Personen, die zum Handel mit den in Absatz 1 Nr. 2 erwähnten Mitteln oder Gegenständen befugt sind, oder durch eine Veröffentlichung in ärztlichen oder pharmazeutischen Fachblättern begangen wird.
(4) Absatz 1 gilt nicht, wenn Ärzte, Krankenhäuser oder Einrichtungen
1. auf die Tatsache hinweisen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche unter den Voraussetzungen des § 218a Absatz 1 bis 3 vornehmen, oder
2. auf Informationen einer insoweit zuständigen Bundes- oder Landesbehörde, einer Beratungsstelle nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz oder einer Ärztekammer über einen Schwangerschaftsabbruch hinweisen." (Zitat Ende)
https://dejure.org/gesetze/StGB/219a.html

Nach wie vor bezieht sich der § 219a, Absatz 1, in seinem Wortlaut unverändert auf eine Zeit, in der jeder Schwangerschaftsabbruch illegal war und pönalisiert wurde. Die Ausnahmetatbestände des legalen Schwangerschaftsabbruchs nach § 218a Absatz 1 bis 3 könnte man rechtstheoretisch zwar mit einem "§ 219a" - Verbot der Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft" flankieren. Dann stellt der § 219a aber auch klar, dass "Informationen" über einen medizinisch möglichen Sachverhalt nicht zugleich zwangsläufig "Werbung" bedeuten muss.

Juristische Exegese, Semiotik und Sprachkultur sind eindeutig: Nur unter intellektueller Missachtung der unterschiedlichen Begrifflichkeiten von „Information“ und „Werbung“ könnte man Ärztinnen und Ärzten vorwerfen, gegen §219a StGB zu verstoßen, wenn sie lediglich Ratsuchende informieren wollen und müssen.

Im digitalen Informations-Zeitalter bedeuten m.E. die Entscheidungen des AG und LG Gießen, die Entscheidung des Landgerichts Tiergarten in Berlin bzw. die juristischen Folgen eines ebenso halbherzig wie zweideutig reformierten § 219a StGB weiterhin ein rechts- und gesellschaftspolitisches Einknicken vor fanatisch-fundamentalistischen Lebensschützer-Positionen bzw. eine Revision von Frauenrecht und reproduktiver Selbstbestimmung.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »
[03.07.2019, 18:27:58]
Dipl.med. Timo Werl 
Pflegetransparenzsystem anstatt Pflege TÜV 
Ich persönlich finde den Namen "Pflege-TÜV" auch eher unglücklich. Aber aus Marketingtechnischen Gründen muss man sich an solche Begriffe wohl gewöhnen.

Da es sich um eine Anpassung im Rahmen des Pflegetransparenzgesetzes handelt, könnte man die Neuregelung auch beim normalen Namen nennen. Pflegetransparenzsystem: https://www.altenpflege-hilfe.net/thema/pflegetransparenzgesetz-pflege-tuev.php

Der Name prägt sich wahrscheinlich nicht so leicht ein, ist aber etwas genauer.

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[03.07.2019, 16:52:50]
Dieter Döring 
Homöopathie 
Nach mehr als vierzigjähriger ärztlicher Tätigkeit muss ich sagen,
dass die Homöopathie einen reinen Placeboeffekt hat. Mehr nicht, basta. Die Studien wo die etwas besser wegkommen sind alle von den Homöopathen selber.
In Zeiten wo im Gesundheitswesen überall gespart wird dürfte die Solidargemeinschaft, also die gesetzlichen Krankenkassen, hierfür keine Gelder mehr bereitstellen und ausgeben.
Dieter Döring
Facharzt für Allgemeinmedizin
Haus - Horl - Str. 73
45357 Essen.
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