Leserkommentare [20433]

[26.06.2019, 13:22:24]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Nichtunterlegenheit von Sulfonylharnstoffen: Kein Freispruch erster Klasse 
In Österreich wird die CAROLINA-STUDIE von N Marx, B. Zinman et al. The CAROLINA Trial Symposium: "Kardiovaskuläre Endpunktstudie von Linagliptin im Vergleich zu Glimepirid" deutlich kritischer gesehen.
Die Einschätzung von Prof. Priv.-Doz. Dr. med. Susanne Kaser vom Department für Innere Medizin 1 und Christian-Doppler-Labor für Insulinresistenz, Medizinische Universität Innsbruck:

"In der CAROLINA Studie wurde die kardiovaskuläre Sicherheit von Linagliptin im Vergleich zu Glimepirid bei Patienten mit relativ kurzer Diabetesdauer aber hohem kardiovaskulären Risiko untersucht. Nach einer medianen Therapiedauer von fast 6 Jahren wurde kein Unterschied im primären Endpunkt bestehend aus kardiovaskulärem Tod, nicht tödlichem Schlaganfall und nicht tödlichem Myokardinfarkt dokumentiert, allerdings war die Hypoglykämierate in der Glimepirid behandelten Gruppe sehr deutlich erhöht.
Zusammenfassend zeigt die Studie kein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko von Glimepirid im Vergleich zu Linagliptin, allerdings unter Inkaufnahme einer deutlich erhöhten Hypoglykämierate.
Für die Praxis bedeutet das, dass für Sulfonylharnstoffe der neueren Generation kardiovaskuläre Sicherheit gezeigt werden konnte, andererseits unterstreicht es auch die Hypoglykämiegefahr dieser Substanzklasse." (Zitat Ende)
https://www.medmedia.at/intra/ada-2019/carolina-kardiovaskulaere-endpunktstudie-von-linagliptin-im-vergleich-zu-glimepirid/

Einen Freispruch für Tolbutamid oder Glibenclamid bedeutet die mit Glimepirid durchgeführte CAROLINA-STUDIE m.E. definitiv nicht.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[26.06.2019, 13:21:02]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Rote Karte für BMEL, Julia Klöckner! 
Wer sich wie die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Julia Klöckner, unter "BMEL - Verifizierter Account - @bmel - 3. Juni"
äußert:
"Weniger #Zucker, Fette und #Salz in Fertigprodukten – dafür setzt sich BMin @JuliaKloeckner mit der #Reduktions- und #Innovationsstrategie ein.
Dass dies geht, zeigt @NestleGermany, die die Strategie unterstützen. Sie haben 10% der Inhalte reduziert; weitere 5% sollen folgen"
https://twitter.com/bmel/status/1135815350224924672
praktiziert einen "Kuschelkurs" gegenüber einer hochtechnisierten, entfesselten Lebensmittelindustrie bzw. blamiert sich mit einem der Marktführer namens Nestle® bis auf die Knochen.

Eine echte "Reduktions- und Innovationsstrategie" ist das natürlich nicht! Denn wenn ich auf "freiwilliger" Grundlage einer Reduktions- und Innovationsstrategie den Zucker-, Fett- und Salzgehalt in Fertigprodukten um ganze 10 Prozent reduziere, müsste ich doch zugleich zugeben, 90 Prozent dieser gesundheitsgefährdenden Bestandteile in meinen Fertignahrungsmitteln ("ultraprocessed food") weiterhin belassen zu wollen.

An einer einprägsamen und wirksamen Lebensmittel-Ampel führt kein Weg vorbei!

Aber die wurde bereits von Julia Klöckners Vorgänger konterkariert: "...im Ernährungs-Report, den Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) Anfang des Monats [Januar 2017] vorgestellt hat, steht kein Wort davon. Im Gegenteil: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft teilt dem NDR auf Anfrage mit, dass "eine farblich unterlegte Kennzeichnung von Nährstoffen unwissenschaftlich und der Information der Verbraucher nicht dienlich" sei." (Zitat Ende)
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Ernaehrungsminister-uebergeht-Verbraucherwillen-,ernaehrung500.html

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[26.06.2019, 11:54:33]
Dr. Detlef Bunk 
Ersatz für Tabaksteuer 
Dass Wirtschaftsexperten in Frankreich (wie auch in Deutschland) die Cannabis-Legalisierung mit Blick auf potentielle Steuereinnahmen vorschlagen, ist kein Wunder: Schließlich braucht man mit einer alternativen Droge Ersatz für die Tabaksteuer und die Arbeitsplätze in der Zigarettenindustrie. Wer diesen Experten glaubt, verkauft Volksgesundheit und Humanität an diejenigen, welche ausschließlich Profitgründe und nicht den Menschen im Auge haben.

Dr. phil. Detlef Bunk,
Psychol. Psychoth (PP).
Essen zum Beitrag »
[26.06.2019, 11:35:50]
Dr. Detlef Bunk 
Wichtiger Blick nach innen 
Die Untersuchung zeigt erneut, dass Vertreter machtbehafteter und gesellschaftlich hoch respektierter und anerkannter Berufe auch heute in einem sich radikalidierenden politischen Klima gefordert sind, selbstkritisch aufzupassen, um nicht wieder staatlich legitimierten Gewaltideologien anheim zu fallen.

Dr. phil. Detlef Bunk,
Psychol. Psychoth (PP).
Essen zum Beitrag »
[26.06.2019, 10:55:51]
Dr. Karlheinz Bayer 
es ist heiß heute. Und trotzdem sollte man die PwCZahlen kommentieren ... 

32% wollen "Ihren" Wunscharzt zu "Ihrer" Wunschzeit, 23% wollen diesen Termin auch verschieben können, das alles (zun 60%) mfrüher als in 4 Wochen und zu 22% rund um die Uhr vermittelt ... was kann man daraus schlußfolgern?

Natürlich ist unter solchen Vorgaben eine Terminservicestelle wünschenswert.
Ich stimme dem ebenfalls zu, möchte aber ergänzen, daß ich ähnliche Vorgaben auch gerne hätte für die Bundesliga.
Dann würde ich das Spiel BVB gegen die Bayern gerne wöchentlich haben und nicht erst im Oktober oder November. Außerdem nicht an einem Samstag, weil ich da immer etwas vorhabe. Und den Termin möchte ich gerne jederzeit verschieben können.

Hiermit schlage ich Jens Spahn als Innen inister vor, und für den Sport zuständig. PriceWaterhouseCoopers bitte ich umn eine gefällige Umfrage, ob mein Ansinnen mehrheitsfähig ist.

P.S.: wahlweise könnte man jeden Wunscharzt auch klonen, und den BVB sowie die Bayern auch...

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[26.06.2019, 10:44:13]
Wolf R. Dammrich 
Die Hauswirtschafterin Mortler... 
vertrat vor nicht allzu langer Zeit noch die Auffassung, Cannabis müsse verboten bleiben, weil es ja so im Gesetz stehe, wohin gegen es sich bei Alkohol um Deutsches Kultugut handele, das man nicht Sanktionen unterwerfen könne.
Dass an diesem "Kulturgut" allein im letzten Jahr rund 70.000 Bürger starben, wird wohl dadurch abgemildert, dass es sich bei Alkohol um die letzte Staatsmonopolware handelt und die immensen daraus resultierenden Steuereinnahmen des Staates nicht für die Behandlung Alkoholsüchtiger verwendet werden müssen. Dafür ist die Solidargemeinschaft der Versicherten zuständig.
Pecunia non olet! zum Beitrag »
[26.06.2019, 09:02:26]
Roswitha Poppel 
Undifferenzierte Vorwürfe  
Vielen Dank für Ihren fairen und differenzierenden Kommentar Herr Bublak. Besonders Eltern, welche sich um ihr Kind sorgen, sollten nicht weiter verunsichert werden, indem man ihnen unnötige Beanspruchung der Notfallambulanzen unterstellt. Fälle wie die eines Kleinkindes, das zweimal in die Klinik gebracht und wieder heimgeschickt wurde, in der Nacht verstorben ist, machen Eltern große Angst.  zum Beitrag »
[25.06.2019, 19:58:57]
Edda Brühl 
Zuzahlung für Hörhilfe 
Ich sehe es aus eigener Erfahrung als wichtig an, daß eine gezieltere Beratung durch die Krankenkasse erfolgt.
Die Hörakustiker
setzen alles daran, in den Bereich der Zuzahlung zu kommen und geben sich für ein Gerät ohne Zuzahlung keinerlei Mühe der Optimierung für den Patienten. Dieser hat ja nicht die Fachkompetenz, daß er dies beurteilen könnte, also zahlt er.
Nicht der Weg ist das Ziel, sondern der Profit, so einfach ist das.
Traurig im Gesundheitswesen, aber leider wahr.

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[25.06.2019, 15:39:24]
Jörg Dähn 
Na dann ist ja alles tippitoppi! 
Nur warum lassen sich auf dem platten Land denn keine Kollegen mehr nieder? zum Beitrag »
[24.06.2019, 13:31:28]
Klaus-Dieter Lübke Naberhaus 
Weitere Verfahren 
Werter Kollege,

danke schön für diesen guten Artikel. Eine Ergänzung möchte ich jedoch machen. Ich würde gerne darauf hinweisen, dass es für blutdruckreduzierende Wirkung von Balneotherapie (z.B. Kneippgüsse), Entpannungsverfahren, Phytotherapie, etc. sehr wohl genauso Studien gibt, die deren Wirksamkeit und auch langfristige Wirksamkeit belegen. Und die pharmakologischen Studienlage gibt bei weitem ein nicht so gesichertes Bild ab, wie es oft gerne propagiert wird.

Wo ich uneingeschränkt Herrn Kollege Holzgreve zustimme, ist die Therapie der kleinen Schritte im Bereich der Lebensumstellung, langsam mit einem Bereich beginnen, Vertrauen aufbauen und dann ggf. den zweiten Schritt gehen.

Herzlichen Dank.

KDLN zum Beitrag »
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