Gesprächstherapie bei CFS ohne Nutzen
Eine britische Studie bestätigt all jene, die das chronische Erschöpfungssyndrom als körperliche Erkrankung ansehen.

Leserkommentare [1]

[12.05.2010, 09:45:28]
Dipl.-Psych. Achim Sörgel 
ungenaue Darstellung 
Mal davon abgesehen, dass die platte Dichotomie "psychisch" oder "körperlich" eigentlich dem letzten Jahrhundert angehören sollte, da gerade bei einem so komplexen Krankheitsbild wie CFS sich ein multifaktorielles Erklärungsmodell geradezu aufdrängt, ist der Artikel auch sonst leider nicht gerade hilfreich. So betont der Autor explizit, das NICE würde (u.a.) kognitive Verhaltenstherapie empfehlen. Diese Aussage zusammen mit dem sonstigen Tenor des Artikels suggeriert, dass die kognitive VT nicht hilfreich wäre. Dazu gibt aber zumindest die zitierte Studie keinerlei Aufschluss, da dort eben nur gezielte Aktivierung und empathisches Zuhören (was an sich noch keine Theraieform darstellt!!) verglichen wurden mit der Standardbehandlung beim Hausarzt (der je nach dem ähnliches unternehmen wird).
Mithin ist die Aussagekraft der Studie (?) vor allem aber des ÄZ-Artikel leider mehr als gering. zum Beitrag »