Blog: Medikamentennamen – für mich ein Buch mit sieben Siegeln
Dr. Jessica Eismann-Schweimler steht auf Kriegsfuß mit Medikamentennamen. Warum, so fragt sie sich, soll sie Markennamen büffeln, wo sie die Zeit doch viel sinnvoller nutzen könnte?

Leserkommentare [2]

[10.01.2018, 12:12:21]
Rudolf Egeler 
Medikamentennamen 
Schon in meinem klinischen Studienabschnitt Anfang der 1970er-Jahre brachte uns der Pharma-Professor Dr.Reiter bei,beim Rezeptieren nur Wirkstoff-Namen zu verwenden.Das versuchte ich dann ab 1980 in der Praxis und erntete von den Ortsapothekern reine Häme und Spott! Hab das bald aufgegeben!
Noch ein Bonmot zum Schluss: Auf die Frage an einen Pharmavertreter, warum er so häufig - alle 2-4 Wochen - komme, antwortete der wortwörtlich:: Wenn man mit einem Hammer oft genug auf den Kopf schlägt, bleibt irgendwann auch etwas hängen.... Das war Anlass, diesen Herrn künftig nicht mehr in der Praxis zu empfangen. Allerdings sind die Werbepraktiken der Pharmaindustrie im Laufe der Jahre/Jahrzehnte weiter verfeinert sprich intensiviert worden. zum Beitrag »
[01.11.2017, 21:30:49]
Matthias Wriedt 
Fragen Sie Ihren Apotheker 
Sehr geehrte Dr. Eismann-Schweimler,

Sie machen es genau richtig! Verordnen Sie Wirkstoffnamen und benennen Sie sie auch im täglichen Sprachgebrauch!
Seit -zig Jahren haben wir Ceftriaxon-Generika, und wie häufig schallt es noch: "Rocephin 2g"?
Weiß das die Krankenpflegschülerin?
Problem "Sound-a-like" und "Wrote-a-like"!
Als klinische Apotheker auf Station unterstützen wir das Team von Pflege und Ärzten, die uns augenscheinlich schätzen.
Es wäre schön, wenn mehr Ihrer KollegInnen von dieser Multiprofessionalität profitieren können und Sie sich damit mehr auf Ihre Kernkompetenzen und den Fokus Patient konzentrieren können.
Verlangen Sie "Ihren" Apotheker! Auch auf Station!

Mit freundlichen Grüßen
Matthias Wriedt
Klinischer Apotheker, Asklepios Klinik Barmbek (Hamburg) zum Beitrag »