Britische Studie: Sport entlang der Straße schlägt aufs Herz
Wer sich für sein körperliches Ertüchtigungsprogramm vielbefahrene Straßen aussucht, tut Herz und Lunge keinen Gefallen. Das bestätigt jetzt eine neue Studie.

Leserkommentare [4]

[07.12.2017, 14:53:08]
Philipp Graetzel 
Stimmt schon, aber... 
Hallo Herr Graf,
Danke für Ihre Anmerkung zu dem Artikel! Und Ihnen, Herr Schätzler, fürs Einspringen. :)
Sie haben natürlich recht, dass das keine Athletenstudie war. So gesehen wird natürlich nicht nur in Bild und Überschrift, die ich nicht auswähle, sondern durchaus auch in meinem Einstieg etwas evoziert, was die Studie so nicht abdeckt. Wer den Text liest, dem sollte das aber schon deutlich werden, hoffe ich. Als Jogger muss ich sagen, dass ich die Ergebnisse bis zum Beweis des Gegenteils schon auch auf mich beziehen würde. Immerhin ging es den Gefäßen im Hyde Park ja auch bei den Gesunden besser als an der Oxford Street, nicht nur bei den COPD/KHK-Patienten.
Verzeihen Sie mir die Design-Schuhe...
Viele Grüße,
Philipp Grätzel  zum Beitrag »
[07.12.2017, 13:04:30]
Dr. Stefan Graf 
Lieber Herr Dr. Schätzler 
Ich kann Ihre Kritik nachvollziehen. Ich möchte aber betonen, dass ich die Inhalte der Studie für wichtig und sehr gut dargestellt halte und die Arbeit von Dr. Grätzel von Grätz insgesamt sehr schätze (ich kenne viele seiner Artikel). Sie haben selbstverständlich ganz recht, dass der Inhalt wichtiger ist als Bilder und Überschriften. Ich bin aber auch der Meinung, dass wohl jeder von uns heute aufgrund der Informatonsflut eine Vorauswahl seiner Lektüre trifft - und zwar auch anhand von Überschriften, Teasern und Bildern. Nur in diese Richtung geht meine Kritik. Nichtsdestoweniger danke ich Ihnen für den Denkanstoß und möchte auch Ihnen, Herr Dr. Grätzel von Grätz (ich hoffe, Sie lesen unsere Kommentare), nochmals meine Wertschätzung Ihrer Arbeit zum Ausdruck bringen.

Mit besten Grüßen

Stefan Graf zum Beitrag »
[06.12.2017, 22:39:11]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Lieber Kollege Graf,  
Niemand, weder die Studienautoren von: "Respiratory and cardiovascular responses to walking down a traffic-polluted road compared with walking in a traffic-free area in participants aged 60 years and older with chronic lung or heart disease and age-matched healthy controls: a randomised, crossover study", noch der kardiologische Kollege Philipp Grätzel von Grätz, hatten die Absicht, behaupten zu wollen: "Die automatische Übertragung der Ergebnisse auf gesunde trainierte Läufer/innen (wie die Abbildung den Eindruck erweckt)..." sei möglich? Im Gegenteil, sie "entbehrt jeder Grundlage".

Doch bedenken Sie, auch "jugendliche Jogger/Läufer mit modischem Outfit" werden einmal über 60 Jahre alt und morbide sein. Sie sollten sich nicht so sehr von Bildern leiten lassen, sondern von Inhalten.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z.Zt. St. Moritz/CH)  zum Beitrag »
[06.12.2017, 17:48:46]
Dr. Stefan Graf 
Diskrepanz 
Titel und Abbildung halte ich für ebenso unglücklich gewählt wie den hier unpassenden Verweis auf "Design-Jogging-Schuhe". All das passt in keiner Weise auf die Probanden der Studie. Es geht nicht um jugendliche Jogger/Läufer mit modischem Outfit, sondern durchweg um Ü60-Spaziergänger - davon zwei Drittel herz- bzw. lungenkrank. Die automatische Übertragung der Ergebnisse auf gesunde trainierte Läufer/innen (wie die Abbildung den Eindruck erweckt) entbehrt jeder Grundlage - wenngleich man rein gefühlsmäßig zustimmen mag. Die Reaktion eines gesunden jugendlichen Athletenorganismus auf Luftschadstoffe muss gesondert untersucht werden. Der Titel des entsprechenden Artikels sollte dann deutlicher ausdrücken ("Joggen entlang der Straße..."), worum es geht und die Abbildung keinen walkenden Ü80er zeigen.  zum Beitrag »