Modellrechnung: Mit viervalentem Grippeschutz jeden Winter 1000 Klinikpatienten weniger
Ab nächstem Herbst empfiehlt die STIKO quadrivalente Influenza-Vakzinen (QIV) als Standard. Damit ließe sich die Krankheitslast deutlich reduzieren. Jetzt muss der GBA entscheiden, ob die QIV-Impfung auch GKV-Leistung wird.

Leserkommentare [1]

[27.01.2018, 14:14:39]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Schutzwirkung der Grippe-Impfung aktuell nur 17 Prozent! 
Die Schutzwirkung der Grippe-Impfung beträgt aktuell nur 17 Prozent. Das kann man bei derzeit zirkulierenden Influenza A(H3N2)-Stämmen nicht mehr als "relativ niedrige Wirksamkeit der Grippe-Impfstoffe" beschönigen.

Wenn das Europäische Centre for Disease Prevention and Control gemeinsam mit der WHO nächste Saison bei der A(H3N2)-Komponente den Wechsel von A/Hong Kong/4801/2014 auf A/Singapore/INFIMH-16-0019/2016, beim Influenza-B-Subtyp den Wechsel von B/Victoria auf B/Yamagata empfiehlt, war die Entscheidung von G-BA, Robert-Koch-Institut (RKI) und STIKO, auf den billigstmöglichen trivalenten Influenza-Impfstoff zurückzugreifen, ein Schuss in den Ofen!

Der zugegeben teurere, tetravalente Influenza-Impfstoff hätte die jetzt offenkundigen Lücken bei der Influenza-Epidemiebekämpfung bereits im Vorfeld locker geschlossen: Aber man wollte einfach "sparen, bis der Arzt kommt".

In den USA und weiteren Ländern impft man bereits seit 2013 tetravalent, da war Donald Trump gottlob noch nicht US-Präsident.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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