Ärzte Zeitung, 25.06.2008

TIPP DES TAGES

Versagt SSRI: Einen Nicht-SSRI nehmen!

Wenn Depressive auf eine Therapie mit einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) nicht ansprechen, lohnt sich der Wechsel auf ein Nicht-SSRI wie Bupropion, Mirtazapin oder Venlafaxin.

Nach Daten einer Metaanalyse ist die Rate der Patienten, die nach einer fehlgeschlagenen Ersttherapie mit SSRI in Remission kommen, mit den genannten Nicht-SSRI etwas höher als mit einem zweiten SSRI: 28 Prozent im Vergleich zu 23,5 Prozent.

Allerdings ist auch die Rate der Therapieabbrüche wegen schlechter Verträglichkeit größer, jedoch nicht signifikant (Biological Psychiatry 63, 2008, 699). Etwa die Hälfte der ambulant behandelten Depressions-Patienten spricht auf eine Monotherapie mit SSRI nicht an.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »