Ärzte Zeitung, 07.09.2010

TIPP DES TAGES

Schweigen ist nicht strafbar

Auch wenn Ärzte eine vollständige und korrekte Steuererklärung abgegeben haben, kann es vorkommen, dass der Fiskus ihr zu versteuerndes Einkommen fälschlich zu niedrig festsetzt. Praxischefs sind dann nicht verpflichtet, dem Finanzamt den Fehler zu melden.Begründung: Steuerzahler sind nicht die Korrekturleser des Fiskus.

Das hat das Finanzgericht Sachsen-Anhalt entschieden. Im konkreten Fall hatte das Finanzamt die Steuer wegen einer Verlustverrechnung mit null Euro festgesetzt.

Die Entscheidung ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Demnächst entscheidet der Bundesfinanzhof im Revisionsverfahren darüber.

Revision vor dem BFH, Az.: VIII B 41/10

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »