Kongress, 29.05.2009

Experte: Regionen müssen mehr zusammenarbeiten

Experte: Regionen müssen mehr zusammenarbeiten

Der Vorstandsvorsitzende des Netzwerks Deutsche Gesundheitsregionen, der Bochumer Hochschullehrer Dr. Josef Hilbert, hat den beiden Gewinnern des vom Bundesforschungsministerium ausgelobten Gesundheits-Regionen Wettbewerbs gratuliert, zugleich aber auch Kritik geübt. "Die Gesundheitswirtschaft ist eine Branche, deren Profil gerade entsteht - nach innen wie auch in Außenwirtschaftsfragen", erklärte Hilbert. Dafür müssten die Regionen enger zusammenarbeiten als bisher. "Wir müssen gemeinsam Synergiechancen entdecken und heben. Dieser Aspekt muss bei der nächsten Runde des Regionen-Wettbewerbs stärker berücksichtigt werden", forderte Hilbert.

Forschungsministerin Dr. Annette Schavan hatte am Mittwoch beim Hauptstadtkongress die beiden Sieger der zweiten Runde des von ihr ausgelobten Regionen-Wettbewerbs bekannt gegeben. Zur Überraschung vieler waren die Regionen Nordbrandenburg und Neckar-Alb für ihre Konzepte ausgezeichnet worden (wir berichteten).

Schavan kündigte an, den Wettbewerb um eine weitere Runde zu verlängern. "Im Netzwerk gibt es im Moment Enttäuschung, gleichwohl ist positiv zu bewerten, dass alle Regionen weiterhin die Möglichkeit haben, ihre Arbeit mit finanzieller Unterstützung des Bundesforschungsministeriums fortzusetzen", kommentierte Hilbert. Er sprach in diesem Zusammenhang von "zwei Gewinnern und 18 Hoffnungsträgern". Wenn es vom Forschungsministerium gewünscht werde, bringe das Netzwerk Deutscher Gesundheitsregionen "seine Kompetenzen bei der nächsten Wettbewerbsrunde ein", sagte Hilbert. (hom)

Aktuelle Berichte vom Hauptstadtkongress:
Zur Sonderseite Hauptstadtkongress

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

"Die Haltung der Kassen ist irrational"

Die Vertragsärzte kauen schwer am schwachen Ergebnis der Honorarverhandlungen für 2018. Es sei fraglich, ob der aktuelle Mechanismus auf Dauer ein geeignetes Preisfindungsinstrument sei, so KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »