Medica Aktuell, 20.11.2009

zur Großdarstellung klicken

"Kaum eine Messe ist so stark gewachsen"

40 Jahre Medica - was bedeutet das für die Industrie? Hermann Osterwald von Dräger, langjähriger Wegbegleiter der Medica, berichtet.

Medica aktuell:  Herr Osterwald, wann waren Sie zum ersten Mal bei der Medica?

Hermann Osterwald: Das muss Anfang der 1970-er Jahre gewesen sein. Die Medica war gerade nach Düsseldorf gezogen und noch sehr klein. Damals war ich privat hier: Meine Freundin war Arzthelferin - ihr Chef hat sie auf die Messe geschickt.

Medica aktuell:  Und wie sind Sie beruflich zur Messe gekommen?

zur Großdarstellung klicken

Hermann Osterwald, Messebeauftragter bei Dräger (Halle 11, J39).

Foto: sbra

Osterwald: Das war 1974, schon mit Dräger. Wir haben angefangen mit einem Stand mit 24 Quadratmetern. Thema war unser Notfallkoffer. Damals richtete sich die Medica noch ausschließlich an niedergelassene Ärzte. Unser Stand ist dann parallel zum Warenverzeichnis der Medica gewachsen. Heute sind wir mit einem Stand von 702 Quadratmetern sicher einer der größeren Anbieter.

Medica aktuell:  Wie sehen Sie die Entwicklung der Messe über 35 Jahre? Sie sind ja auch im Messebeirat.

Osterwald: Ich kenne als Verantwortlicher für Messen bei Dräger viele Branchen. Daher weiß ich: Es gibt nur wenige Messen weltweit, die in den vergangenen Jahrzehnten so stark gewachsen sind wie die Medica.

Medica aktuell:  Und wie beurteilen Sie als deutscher Hersteller, dass der Anteil der ausländischen Besucher immer weiter zunimmt?

Osterwald: Das sehe ich durchaus positiv. Wir sind ein exportorientiertes Unternehmen, daher haben wir sehr großes Interesse an der Internationalisierung.

Medica aktuell:  Eine Messe ist zuerst Geschäft, heute sicher noch mehr als vor 35 Jahren. Hatten Sie hier auch besondere Erlebnisse, die nicht vom "Big Business" geprägt waren?

Osterwald: Die Medica ist immer ein Erlebnis. Aber es gab auch ganz spezielle Highlights in den Hallen. So hatten wir einmal eine Agentur beauftragt für eine Bühnenschau. Aber als die Damen dann ihre Arbeit gemacht hatten, war der Agenturleiter nicht auffindbar - und damit auch die Übernachtungsmöglichkeit weg. Die Frauen habe ich dann hier am Stand übernachten lassen. Damals ging das noch eher als heute. Wie Sie sehen: Ich habe überlebt.

Die Fragen stellte Hauke Gerlof.

» Zur Sonderseite "Medica 2009"
» Zum E-Paper "Medica aktuell"

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »