Kongress, 21.04.2009

Verminderung der Herzfrequenz als Infarktschutz

Verminderung der Herzfrequenz als Infarktschutz

Bei KHK-Patienten sollte grundsätzlich die Pulsrate bestimmt werden und diese bei der Therapie berücksichtigt werden. Dies hat Professor Uta Hoppe bei einem Symposium des Unternehmens Servier empfohlen.

Die Kardiologin von der Universität Köln hat sich dabei auf Ergebnisse der Beautiful-Studie zur Therapie mit dem Wirkstoff Ivabradin (Procoralan®) bezogen. In der Studie hatte sich gezeigt, dass bei Patienten mit einer Herzfrequenz von 70 pro Minute oder mehr Ivabradin signifikant die Rate kardiovaskulärer Ereignisse vermindert. Bei der Kombination aus nicht tödlichen und tödlichen Myokardinfarkten waren es 36 Prozent weniger als mit Placebo. Die Studie hat zudem bestätigt, dass die Herzfrequenz definitiv ein kardiovaskulärer Risikofaktor ist. Denn eine Herzfrequenz von 70 pro Minute oder mehr geht unter anderem mit einer schlechteren Prognose von Revaskularisationen (plus 38 Prozent) sowie nicht tödlichen und tödlichen Myokardinfarkten einher. Der Wirkstoff ist ein selektiver If-Kanal-Hemmer der Schrittmacherzellen am Sinusknoten des Herzens. Er bewirkt eine exklusive Herzfrequenzreduktion ohne den Blutdruck zu verändern. Der Wirkstoff kan demnach auch Patienten mit niedrigem Blutdruck gegeben werden. (Rö)

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