Ärzte Zeitung, 16.05.2010

Händeschütteln verbieten? Das will der Ärztetag nicht!

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Nur Papierabfälle? Nein, beim Ärztetag in Dresden gab es wesentlich mehr Impressionen. © Lösel

Shake hands - nein danke? Ärzte sollten auf das Ritual des Händeschüttelns verzichten, hieß es im Antrag eines bayerischen Arztes, der bei den Delegierten am Schlußtag für Irritationen sorgte. "Die Arzthand" sei einer der größten Übertragungsvektoren etwa mit Blick auf Norovirus oder Schweinegrippe, argumentierte der Delegierte. Händeschütteln sei in asiatischen Kulturkreisen unüblich. Warum also in Deutschland? Gelächter, Raunen im Saal, Nichtbefassung. Weiter zum nächsten Punkt der Tagesordnung.

Der Ärztetag und seine Rituale: Frust-Erlebnisse hatten auch andere Delegierte. So manch eine geschliffene Rede konnte gar nicht erst gehalten werden. Antrag auf Schluss der Debatte angenommen? Da schauen alle folgenden Redner auf der Liste leider in die Röhre.

Aber es gab auch positive Highlights: einen jungen Gesundheitsminister zum Beispiel, der Dialogbereitschaft signalisierte und Hoffnung auf bessere Zeiten weckte. Ganz nebenbei wurde dann auch noch in einem Beschluss zur Weiterbildungsordnung der Allgemeinarzt auf die Bühne des Berufslebens zurückgeholt. Vor einigen Jahren wäre das noch ein revolutionärer Akt gewesen.

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Diskussionen, Klarstellungen, Abstimmungen am Rande - Plenarsitzung beim Ärztetag. © Lösel (7)

Nächstes Jahr kommt die Neuauflage des Ärztetags. Widersprüche im Gesundheitswesen verschärfen sich, wegweisenden Entscheidungen sind überfällig. Auf Wiedersehen in Kiel Ende Mai 2011! (fuh)

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