Ärzte Zeitung, 27.02.2011

Beiträge zur Gesundheitsprävention mit Apps und virtuellen Techniken

Beiträge zur Gesundheitsprävention mit Apps und virtuellen Techniken

Die CeBIT ist auch eine Messe für Krankenkassen - jedenfalls für den AOK Bundesverband. Der zeigt auf seinem Stand IT-Projekte zur Förderung der Prävention.

HANNOVER (shl). Zielgenaue Informationen zu Gesundheitsthemen überall und jederzeit abrufen - neue Anwendungen für Handys und Smartphones sollen genau das ermöglichen.

Solche Apps entwickeln seit vier Monaten der AOK Bundesverband, die AOK Nordost und das DAI-Labor der Technischen Universität Berlin im "Kompetenzzentrum für digitale Präventionsassistenz" (KoPrA).

Ziel von KoPrA ist, innerhalb der nächsten fünf Jahre Präventionsangebote mit benutzerfreundlichen IT-basierten Prototypen zu erweitern und generationsübergreifende Lösungen zu erforschen.

Die Apps könnten Menschen zum Beispiel dabei unterstützen, sich gesund zu ernähren oder mehr Sport zu treiben, so die Vision von KoPrA. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit sei es, bereits erkrankte Versicherte an die Einnahme ihrer Medikamente zu erinnern. In Halle 19 (Stand C20) auf der CeBIT will das Kompetenzzentrum einige Prototypen präsentieren und einen Ausblick auf die Zukunft geben.

Ebenfalls in Halle 19 zeigt die AOK mit dem Verein Connected Living, wie Wohnbereiche vernetzt werden können, um ein gesundes Leben zu unterstützen.

Der Bundesverband engagiert sich seit 2009 im dem Verein dafür, durch intelligente Hard- und Software die Gesundheitsvorsorge zu stärken. Im Mittelpunkt steht unter anderem, Kindern spielerisch den Spaß an der Bewegung zu vermitteln.

Mangelnde Bewegung ist nach Angaben der AOK-Familienstudie eine der Hauptgründe für Gewichtsprobleme bei Kindern. Für die Zielgruppe Senioren hat Connected Living die intelligente Heimvernetzung um Dienstleistungen im Gesundheitssystem erweitert.

Über die Plattform können Ärzte alle notwendigen medizinischen Daten direkt erhalten. Gezeigt wird, warum mancher Routinebesuche von Patienten beim Arzt in Zukunft möglicherweise überflüssig sein wird.

Ein dritter Ausstellungsschwerpunkt der AOK ist in Halle 9 (Stand A75) der "Gesundheitsassistent für Migranten" (GeM). Der mit dem DAI-Labor der TU-Berlin und der Universität Bremen entwickelte virtuelle Gesundheitsassistent will Migranten türkischer Herkunft den Zugang zur Gesundheitsversorgung erleichtern.

Über GeM erhalten Migranten ausführliche Informationen über Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf oder Adipositas in ihrer Muttersprache. Außerdem unterstützt der Dienst durch Versorgung mit gesundheitsrelevanten Informationen bei der Vorbeugung von Krankheiten.

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