Ärzte Zeitung, 17.10.2016
 

Zweiter Gesundheitsmarkt

Demografie gibt Impulse für die Prävention

FRANKFURT/MAIN. Selbstzahlerleistungen sind ein wirtschaftlicher Faktor, der nicht zu vernachlässigen ist. Das zeigt sich exemplarisch am Rhein-Main-Gebiet, zu dem Frankfurt als Veranstaltungsort des 3. Tages der Privatmedizin zählt.

Wie aus einer im Auftrag der Initiative Gesundheitswirtschaft Rhein-Main erstellten Studie zu den Entwicklungschancen des Zweiten Gesundheitsmarktes in der Region hervorgeht, zeigt sich, dass 2012 bundesweit rund 14 Prozent der insgesamt rund 300 Milliarden Euro Gesundheitsausgaben durch private Haushalte getragen wurden. In Rhein-Main trug der Zweite Gesundheitsmarkt 2012 mit 3,6 Milliarden Euro zur Wertschöpfung bei.

Zwischen 2009 und 2012 ist der Markt laut Studie in Rhein-Main um 17 Prozent gewachsen.

"Mit einer Bevölkerungs- und Sozialstruktur, die im deutschlandweiten Vergleich überdurchschnittlich gebildet ist und vergleichsweise hohe Einkommen erzielt, ist der Zweite Gesundheitsmarkt auch für die Zukunft auf Wachstum programmiert", heißt es. Der Zweite Gesundheitsmarkt bietet angesichts des Demografiewandels immense Chancen – gerade auch für Präventionsmedizin auf IGeL-Basis. (maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »

Jamaika – Paritätische Finanzierung ist vom Tisch

Ein neues Sondierungspapier zeigt: Die potenziellen Jamaika-Partner suchen nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner in der Gesundheitspolitik. mehr »