Ärzte Zeitung online, 30.08.2017

Emmprin-Rezeptor

Neuer Marker für Risiko von Herzinfarkt bei PAVK?

BARCELONA / WIEN. Eine auf dem ESC vorgestellte Studie liefert Hinweise, dass der Emmprin-Rezeptor (CD 147) bei Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) wichtig für die Vorhersage kardiovaskulärer Ereignisse wie Herzinfarkte sein könnte. "Höhere Werte von Emmprin zeigen einen Zusammenhang mit einem schlechteren Outcome", wird Studienautor Bernhard Zierfuss von der Medizinischen Uni Wien in einer DGK-Mitteilung zitiert. "Höhere Emmprin-Werte könnten daher als Marker für die atherosklerotische Last prinzipiell oder als Marker für instabile Gefäßablagerungen, die unter anderem zu fatalen kardialen Ereignissen führen können, interpretiert werden." Einschränkend sei die für kardiovaskuläre Studien eher kleine Fallzahl von 369 Patienten und 36 fatalen kardialen Ereignissen nach fünf Jahren. Zur weiteren prognostischen Deutung von Emmprin seien weitere Studien erforderlich. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Nervenärzte schlagen Alarm

Der Spitzenverband ZNS ist besorgt: Die Versorgung von Demenz-, Parkinson- und Schlaganfallpatienten gerate in Gefahr, warnen die Nervenärzte. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »