Ärzte Zeitung, 29.11.2005

FUNDSACHE

Die Chemie des Verliebtseins

Das Geheimnis der Liebe ist entschlüsselt. Es ist nicht dieser Blick, der die Knie weich werden läßt. Es sind auch nicht diese Augen, in die man sich versenken möchte.

Nein, es ist ganz prosaisch der Nervenwachstumsfaktor (NGF), der das Gefühl des Verliebtseins verursacht. Das haben italienische Wissenschaftler jetzt geklärt, berichtet die britische Zeitung "The Independet".

Verliebte haben besonders hohe Werte an frei zirkulierendem NGF, haben Dr. Enzo Emanuele und seine Kollegen von der Universität in Pavia herausgefunden. Die Wissenschaftler haben 58 frisch verliebte Männer und Frauen zwischen 18 und 31 mit nicht verliebten Singles und Verheirateten verglichen.

Diejenigen mit den größten leidenschaftlichen Gefühlen hatten auch die höchsten NGF-Werte. Das Traurige: Der Effekt des NGF hält nicht an, nur etwa ein Jahr, dann sinken die erhöhten Werte (227 Einheiten) unweigerlich auf ganz normale Werte (123 Einheiten). (ug)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Intensives Ausdauertraining bremst frühen Parkinson

Sport lohnt sich: Kommen Parkinsonkranke im frühen Stadium regelmäßig ins Schwitzen, bleiben ihre motorischen Fähigkeiten über mindestens ein halbes Jahr hinweg stabil. mehr »

Das erhöht die Organspendebereitschaft

Beauftragte an Kliniken für Transplantationen sollen von allen anderen Aufgaben entbunden werden – das verlangt die Deutsche Stiftung Organtransplantation. Neue Zahlen aus Bayern geben ihr Argumentationshilfe. mehr »

Krebsüberlebende nach Infarkt oft untertherapiert

Patienten mit Herzinfarkt, die eine Krebsdiagnose in ihrer Anamnese stehen haben, erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie. Das wirkt sich auch auf die Mortalität aus. mehr »