Ärzte Zeitung, 21.11.2006

Resistenzen gegen Antibiotika stehen nun in der Fachinfo

BONN (eb). In den Fachinformationen von Antibiotika werden künftig resistente Bakterien gegen die jeweiligen Präparate aufgeführt. Eine europäische Leitlinie dazu wurde jetzt in Deutschland umgesetzt, teilt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn mit.

Inzwischen hat die neu gegründete Zentralstelle für die Auswertung von Resistenzdaten bei systemisch wirkenden Antibiotika (Z.A.R.S.) Resistenztabellen zu mehr als 60 Substanzen erstellt. Bei einer Infektion läßt sich nun die zu erwartende Resistenzsituation besser als bisher für die wichtigsten Erreger abschätzen. Ein Präparat läßt sich so sehr gezielt für die Therapie auswählen.

Die Daten für die Tabellen stammen unter anderen aus Studien der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie (PEG), vom German Network on Antimicrobiol Resistance (GENARS) und von den Nationalen Referenzzentren zur Überwachung der einzelnen Erreger.

Zusätzlich wurde eine Studie zur Resistenzsituation bei Erregern ambulant erworbener Harnwegsinfektionen vorgenommen. Eine ähnliche Studie zu resistenten Keimen bei Exazerbationen chronischer Bronchitis ist geplant.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »