Ärzte Zeitung online, 22.09.2009
 

Erbkrankheiten unter Arabern stark verbreitet

DUBAI (dpa). In der arabischen Welt ist die traditionelle Ehe zwischen Cousin und Cousine trotz des hohen gesundheitlichen Risikos für die gemeinsamen Kinder immer noch weit verbreitet. In Dubai werden nach Medienangaben 40 Prozent aller Ehen zwischen Verwandten geschlossen, Tendenz steigend.

Im Sudan und in Mauretanien seien es sogar über 60 Prozent. Die Ehe unter Blutsverwandten sei in 63 Prozent aller Fälle die Ursache für Erbkrankheiten bei Arabern, berichtete die Zeitung "The National" aus Abu Dhabi am Dienstag mit Verweis auf eine Studie des Zentrums für Arabische Genstudien (CAGS) in Dubai.

In Tunesien und Ägypten sei die Zahl der Eheschließungen unter Verwandten rückläufig, hieß es. Das Forschungszentrum hat in den arabischen Staaten bislang 906 verschiedene Erbkrankheiten registriert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »