Ärzte Zeitung, 05.02.2007

Erste Rasur in transplantiertem Gesicht

PARIS (dpa). Die Gesichtstransplantation des Franzosen mit Recklinghausen-Krankheit (Neurofibromatose) war bislang ein Erfolg. Am Freitag durfte der 27-Jährige erstmals sein Gesicht sehen und wurde rasiert. Der Patient war seit 1995 zehn Mal am Gesicht operiert worden.

Am 21. Januar erhielt er in der Universitätsklinik Créteil bei Paris in einer 15-stündigen Operation ein Dreieck aus Nase, Mund, Kinn und Wangenteilen übertragen (wir berichteten).

Es war erst die zweite großflächige Gesichtstransplantation in Frankreich überhaupt. Bis der Franzose seine Gesichtsmuskeln wieder bewegen kann, werden mindestens drei bis vier Monate vergehen, berichtete der Chirurg Laurent Lantieri der Zeitung "Le Parisien". Der Patient könne essen und sprechen. Aber auch nach Monaten könne die Haut noch abgestoßen werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Impfpflicht löst Masernproblem nicht

Eine Impfpflicht bei Masern würde ungeimpfte Erwachsene als Verursacher nicht erreichen und Skeptiker vor den Kopf stoßen. Ausbrüche sind nur mit mehr Engagement zu verhindern, so RKI-Präsident Prof. Lothar Wieler. mehr »