Ärzte Zeitung, 01.10.2007

Immer mehr Kranke brauchen Dialyse-Therapie

MÜNCHEN (wst). Als Folge vor allem des demographischen Wandels nimmt die Zahl der Dialyse-Patienten weltweit zu. In Deutschland stehen derzeit knapp 9000 Dialyse-Patienten auf der Warteliste für eine Spenderniere. Tatsächlich transplantiert werden aber nur etwa 2300 Patienten pro Jahr.

Ungefähr 65 000 Menschen hierzulande sind dialysepflichtig und weitere 15 000 leben mit einer transplantierten Niere. Das Warten auf ein Spenderorgan dauere im Schnitt sechs bis sieben Jahre, sagte Professor Reinhard Richard Brunkhorst aus Hannover beim Nephrologenkongress in München. Seit 1963 sind in Deutschland etwa 79 000 Nieren verpflanzt worden.

Trotzdem besteht ein gravierender Mangel an Spenderorganen. Abhilfe erhoffen sich Nephrologen und Patienten von einer Änderung des Transplantationsgesetzes. Diabetes und Bluthochdruck sind in den Industrienationen inzwischen die häufigsten Ursachen für eine Niereninsuffizienz, Eine gute Blutzucker- und Blutdruckkontrolle schützt die Niere. Auch bei der dritthäufigsten Ursache der terminalen Niereninsuffizienz, den idiopathischen Glomerulonephritiden, ist eine wirksame Senkung des Blutdrucks wichtig.

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