Ärzte Zeitung online, 26.06.2008

WHO veröffentlicht Checkliste für sicherere Operationen

WASHINGTON (dpa). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Mittwoch in Washington eine Checkliste für sicherere Operationen vorgestellt. Hintergrund sind der WHO zufolge Ergebnisse mehrerer Studien.

Nach Studiendaten führen in den Industriestaaten Komplikationen bei 0,4 bis 0,8 Prozent der Eingriffe zu dauerhaften Behinderungen oder zum Tod, während in Entwicklungsländern die Sterberate bei 5 bis 10 Prozent liegt. Der Gebrauch der Checkliste sei der beste Weg, um die Zahl von Operationsfehlern zu verringern und die Sicherheit der Patienten zu verbessern, so WHO-Generaldirektorin Margaret Chan in einer Presseerklärung zitiert.

Danach bezieht sich die Liste auf einfache Kontrollmechanismen in drei Operationsphasen: vor Einleitung der Betäubung, vor dem Einschnitt und vor dem Transport des Patienten aus dem OP nach dem Eingriff. Beispielsweise wird für Phase 1 empfohlen, die Stelle des Eingriffs zu markieren, um zu verhindern, dass ein falscher Patient oder an einem falschen Körperteil operiert wird.

In der letzten Phase etwa sollen alle Instrumente, Nadeln und Schwämme gezählt werden, um sicherzustellen, dass nichts davon im Patienten zurückgeblieben ist.

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