Ärzte Zeitung, 06.05.2005

US-Forscher warnen vor Dammschnitt

WASHINGTON (dpa). Ein Dammschnitt bei Frauen während der Geburt ist nicht nur wenig hilfreich, sondern kann sogar das Risiko von Komplikationen erhöhen, berichten Forscher der Universität von North Carolina, die 45 Studien dazu ausgewertet haben  (JAMA 293, 2005, 2141).

Die Wahrscheinlichkeit, daß wegen Verletzungen genäht werden muß, ist demnach bei Frauen mit Dammschnitt um 26 Prozent höher als bei Frauen ohne. Das Risiko von Stuhlinkontinenz in den ersten drei Monaten nach der Geburt ist sogar doppelt so hoch.

In Deutschland wird nach Angaben des Bundes Deutscher Hebammen bei 60 Prozent der vaginalen Klinikgeburten ein Dammschnitt vorgenommen.

Topics
Schlagworte
Gynäkologie (5863)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Neue Arzneien zum Schutz vor Brüchen

Osteoporose wird oft übersehen. Der Welt-Osteoporose Tag rückt die Erkrankung ins Bewusstsein. Zum Schutz vor Frakturen werden derzeit neue Substanzen erprobt. mehr »

Vergangenheit, die nicht vergeht

Ramstein, Eschede, Loveparade in Duisburg: Großunglücke lassen bei Opfern und oft auch bei Einsatzkräften seelische Wunden zurück. Psychotraumatologen können den Betroffenen in der Regel gut helfen. mehr »

Politik hat die Bedeutung der Arzneimittelforschung erkannt

Gute Versorgungsideen sind in der Politik willkommen, stellte Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Springer Medizin Gala zum Galenus-von-Pergamon-Preis klar. mehr »