Ärzte Zeitung, 08.12.2006

Raucherinnen schaden Herzen ihrer Babys

CHICAGO (eb). Frauen, die in der frühen Schwangerschaft rauchen, erhöhen offenbar das Risiko ihrer Babys, mit einen Septumdefekt zur Welt zu kommen.

Nach Daten von mehr als 1000 Kindern und ihren Eltern einer Fall-Kontroll-Studie ist das Risiko für Babys von Raucherinnen, mit einem Septumdefekt geboren zu werden, 60 Prozent höher als bei Nichtraucherinnen.

Darauf hat Dr. Sadia Malik aus Little Rock bei einem Kardiologen-Kongreß in Chicago hingewiesen. Erhoben wurden Daten von 566 Kindern mit angeborenen Herzfehlern, von 491 Kindern ohne Herzfehler sowie von allen Eltern.

Nach Schätzungen haben in Deutschland etwa ein Prozent der lebend geborenen Kinder Defekte am Herz oder den großen Gefäßen; davon haben 30 bis 40 Prozent Septumdefekte. Bei Totgeborenen beträgt die errechnete Häufigkeit von Herz- oder Gefäßdefekten 15 Prozent. Bei Spontanaborten wird mit einer Häufigkeit von drei bis vier Prozent gerechnet, geht aus Daten des Fehlbildungsmonitorings der Uni Magdeburg hervor.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wenn Einsamkeit krank macht

Ein Alterspsychotherapeut warnt: Ältere Männer sind besonders häufig suizidgefährdet. Einsamkeit ist ein Grund dafür. mehr »

Diabetes-Experten sind besorgt

Schon bald könnten mehr Lebensmittel "schlechten Zucker" enthalten. Für die Industrie wird der Einsatz von Isoglukose profitabler. mehr »

PKV bekennt sich zur Innovationsoffenheit

Wird es mit der neuen GOÄ erschwert, Privatpatienten neue Leistungen anzubieten? Vom PKV-Verband kommt dazu ein klares Dementi. mehr »