Ärzte Zeitung, 19.02.2008

Kaiserschnitte doppelt so häufig wie empfohlen

BERLIN (dpa). Kaiserschnitte sind in Deutschland doppelt so häufig wie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen.

Inzwischen werden fast 30 Prozent der Kinder per Kaiserschnitt entbunden, die WHO halte jedoch nur 10 bis 15 Prozent für nötig, kritisierte Professor Heribert Kentenich aus Berlin vor der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Er schätzt, dass nur zwei Prozent aller Geburten in Deutschland von vorneherein einen Kaiserschnitt erfordern. "Ein harter medizinischer Grund ist zum Beispiel, wenn der Mutterkuchen vor dem Muttermund liegt", sagte er. Bei weiteren zehn Prozent sei ein Kaiserschnitt während der Geburt nötig, weil dem Baby etwa Sauerstoffmangel drohe.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »